Auseinandersetzung nach Disko-Besuch

Auseinandersetzung nach Disko-Besuch in Dessau: 22-Jährigem wurde Messer in den Rücken gestochen

Dessau - In der Nähe der Diskothek „H1“ in der Dessauer Elisabethstraße ist es am vergangenen Wochenende zu einer Messerstecherei gekommen, bei der ein 22-jähriger Dessauer schwer verletzt wurde.

22.03.2018, 13:39

In der Nähe der Diskothek „H1“ in der Dessauer Elisabethstraße ist es am vergangenen Wochenende zu einer Messerstecherei gekommen, bei der ein 22-jähriger Dessauer schwer verletzt wurde.

Der Mann wurde mit Stichverletzungen im Rücken ins Klinikum eingeliefert. Wie es ihm inzwischen geht, dazu konnte die Polizei keine Angaben machen. Der Mann sei aber vernehmungsfähig gewesen.

Tatverdächtig ist ein 23-jähriger Dessauer, gegen den am Montag Haftbefehl wegen „versuchten Totschlags“ erlassen wurde. Am Dienstagabend wurde der flüchtige Mann von der Polizei gefasst und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Im Bereich Bitterfelder Straße und Basedowstraße sollen zwei Gruppen aneinandergeraten sein

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der 23-Jährige in der Nacht von Freitag zum Sonnabend in der Diskothek „H1“ mehrmals für kleinere Streitereien gesorgt. Die Security konnte aber die Auseinandersetzungen immer wieder unterbinden. Gegen 3.30 Uhr schloss die Disko - und das Geschehen verlagerte sich nach draußen.

Im Bereich Bitterfelder Straße und Basedowstraße sollen nach Angaben der Polizei dann kurz darauf zwei Gruppen aufeinander getroffen sein. Was genau den Ausschlag für die Auseinandersetzung gab, ist noch offen.

Mindestens 14 Zeugen waren vor Ort und müssen größtenteils noch befragt werden

„Zum Motiv können wir derzeit noch keine Angaben machen“, sagte Ralf Moritz, Sprecher der Polizeidirektion. Diese hatte über die Messerstecherei keine eigene Pressemeldung herausgegeben. Moritz verteidigte diese Nicht-Information. „Ermittlungsverfahren sind zunächst nie öffentlich, um Ermittlungen nicht zu gefährden. Wir müssen nicht über alles informieren. Das Pressegesetz schreibt vor, dass wir auf Anfragen antworten“, sagte der Polizeisprecher.

Im konkreten Fall komme dazu: Es habe keine Notwendigkeit für einen Zeugenaufruf gegeben, weil es vor Ort genügend Zeugen gab. Moritz sprach von mindestens 14 Personen, die größtenteils noch befragt werden müssen. „Die Aufarbeitung wird noch einige Zeit dauern.“ (mz)