Für ungetrübtes Badevergnügen

30 Jahre alte Rutsche im Erlebnisbad Roßlau weist Mängel auf - Sanierung kostet über 150.000 Euro

Von Sylke Kaufhold
Die Rutsche im Roßlauer Freibad muss saniert werden.
Die Rutsche im Roßlauer Freibad muss saniert werden. foto: thomas Ruttke

Rosslau - Ein Freibad ohne Rutsche ist unvorstellbar. Besonders für Kinder und Jugendliche ist das Hinabsausen ins kühle Nass ein besonderer Spaß. So auch im Erlebnisbad Roßlau. Knapp 50 Meter lang ist die Bahn am Finkenherd.

Ende September sollen die Reparaturarbeiten im Erlebnisbad Roßlau beginnen

Die inzwischen in die Jahre gekommen ist, so dass der Rutschspaß nicht mehr ganz ungetrübt ist. Die 1992 gebaute Rutsche muss behandelt werden. Die Stadt Dessau-Roßlau als Betreiberin des Bades plant die Sanierung mit Gesamtkosten in Höhe von 155.000 Euro. „Wenn die diesjährige Badesaison vorbei ist, also etwa Ende September, wollen wir beginnen“, informiert Sportamtsleiter Benjamin Völker. Zum Jahresende soll die Sanierung abgeschlossen sein.

Der Kulturausschuss stimmte dem Vorhaben auf seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig zu, der Wirtschaftsausschuss berät Anfang Juni. Parallel, so Völker, würden die Ausschreibungen der Bauleistungen vorbereitet, um sie zeitnah starten zu können.

Die Rutschbahn im Roßlauer Erlebnisbad besteht aus Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), der mit einer Acrylatbeschichtung auf der Außenseite versehen ist. Die Rutschbahn weist auf der Außenseite schon erhebliche Mängel auf, heißt es in der Maßnahmebegründung. Durch Witterungseinflüsse wie Wärme, Kälte, Regen usw. lösten sich Kunststofffasern, die die Haltbarkeit erheblich beeinflussten.

Mängel wurden im Zuge der jährlichen TÜV-Kontrollen in Roßlau festgestellt

Seit 1992 sei die Bahn keiner äußerlichen Behandlung unterzogen worden. Im Zuge der jährlich vorgeschriebenen TÜV-Kontrollen wurden Mängel festgestellt. Würde eine Sanierung nicht durchgeführt werden, müsste die Rutsche gesperrt werden, was wiederum einen erheblichen Attraktivitätsverlust für das Erlebnisbad bedeuten würde.

Für das neue ungetrübte Rutschvergnügen werden die GFK-Elemente der bestehenden Rutsche einschließlich Flanschbügel und dem vorhandenen Landebecken demontiert und fachgerecht entsorgt. Anschließend wird die neue Wasserrutsche aus GFK nach den Verwendungsgrundsätzen für Wasserrutschbahnen und Wandstärken der GFK-Elemente nach statischen Erfordernissen montiert.

Die Bahn, gemäß der Original-Linienführung, besteht im Wesentlichen aus einem Startelement sowie den entsprechenden Kurvenelementen, Jumps und Geraden. Der Bahnverlauf und die vorhandene Stahlkonstruktion werden beibehalten. Im Investitionsplan der Stadt sind für dieses Jahr 155.000 Euro eingestellt.