Stärkere Kontrollen

Stärkere Kontrollen: Kampf gegen Sünder bei Regenwasser

Wolfen - Die Stadt Bitterfeld-Wolfen hat ein Problem mit Regenwasser. Genauer gesagt mit jenen Grundstücksbesitzern, die das Niederschlagswasser nicht regelkonform ableiten. Und davon gibt es nach neuen Erkenntnissen ...

11.08.2017, 07:00

Die Stadt Bitterfeld-Wolfen hat ein Problem mit Regenwasser. Genauer gesagt mit jenen Grundstücksbesitzern, die das Niederschlagswasser nicht regelkonform ableiten. Und davon gibt es nach neuen Erkenntnissen viele.

„Bei diversen Begehungen im Stadtgebiet haben wir festgestellt, dass von vielen Grundstücken das Regenwasser von den Dächern über Fallrohre auf öffentliche Flächen wie Gehwege geleitet wird“, schildert Stefan Hermann das Problem. Das aber ist nicht erlaubt. Vielmehr verpflichtet das Wassergesetz des Landes Sachsen-Anhalt die Grundstückseigentümer dazu, das anfallende Niederschlagswasser selber zu beseitigen.

Man könne es beispielsweise auf seinem Grundstück breitflächig versickern lassen oder Versickerungsanlagen errichten. „Wenn das nicht möglich ist, kann das Wasser in Anlagen des Abwasserzweckverbandes Westliche Mulde eingeleitet werden“, so Hermann. Dafür sei aber ein meist kostenpflichtiger Anschluss nötig.

Die Stadt will jedenfalls nicht mehr dulden, dass Grundstückseigentümer den leichten Weg gehen, um Geld zu sparen. „Wenn das Niederschlagswasser weiter auf die öffentlichen Flächen geleitet wird, werden alle dadurch entstehenden Aufwendungen oder Kosten dem Verursacher in Rechnung gestellt“, kündigt er an.

(mz/cze)