Extrablatt, Extrablatt!

Spörener Nachrichten: Seit 1989 gefüllt mit Informationen und Heimatliebe

Die Ausgaben liegen fest in Frauenhänden. Warum ihnen das Projekt so am Herzen liegt.

Von Sylvia Czajka
Die Macherinnen der Spörener Nachrichten:  Marlene Reinhardt-Röpke, Angelika Pitzschk und Wiltrud Dübner  (v.l.)
Die Macherinnen der Spörener Nachrichten: Marlene Reinhardt-Röpke, Angelika Pitzschk und Wiltrud Dübner (v.l.) (Foto: André Kehrer)

Spören/MZ - Extrablatt, Extrablatt! Spören war wohl schon immer seiner Zeit voraus. Bereits vor der Wende schaltete Hans-Günter Dübner den ersten Computer im Dorf an. Der kam von drüben, aus Hamburg, erinnert sich seine Frau Wiltrud. Nach einem Besuch im Westen hatte der Pfarrer ihn im Gepäck und mit ihm etwas ganz Besonderes vor: ein Extrablatt für die Spörener.

Dübner nannte es schlicht und einfach: die Kirche im Dorf. Und so gelangte die Nummer eins 1989 zu all jenen, die sie lesen wollten. Ursprünglich waren es nur Nachrichten rund um die Kirchengemeinden, dann reichte das Blättchen längst nicht mehr aus. Es gibt ja immer zwei Seiten der Medaille. Und es wurde einfach noch die Rückseite des Extrablattes bedruckt: mit den Spörener Nachrichten. Etwa 300 Ausgaben seien in mehr als 30 Jahren erschienen. Und Spörener und Prussendorfer fühlen sich über die Jahre hinweg gut informiert.

Die Neuigkeiten werden monatlich an die Frau und den Mann gebracht

Um das Extrablatt kümmern sich derzeit drei Damen: Wiltrud Dübner sowie Angelika Pitzschk - beide von Anfang an dabei - und Marlene Reinhardt-Röpke, die „Neue“ im Bunde. Die Neuigkeiten werden monatlich an die Frau und den Mann gebracht. Wer will, zu dem kommen die Spörener Nachrichten. Die handeln von Festlichkeiten, Informationen aus der Stadt und von der Ortsbürgermeisterin.

Manchmal kommen auch Leserbriefe. In letzter Zeit nicht mehr so oft. Schade, finden die Hobby-Journalistinnen. Am heimischen Computer von Angelika Pitzschk entstehen die Ausgaben. Der Drucker sorgt nach genauer Prüfung durch die Schlussredaktion für die Vervielfältigung. Dann geht’s in die Briefkästen all jener, die schon darauf warten. Manchmal kommt Hektik auf, wenn schnell noch was Aktuelles ins Blättchen drängt und nicht warten kann, erzählen die Frauen.

Das Trio verbindet die Heimatliebe und die Frauen wollen, das Leben im Dorf pulsieren - nicht einschlafen - lassen. Unterstützung erfahren die Redakteurinnen von der Stadt Zörbig. Finanziell. Auch Papier ist nämlich ein Kostenfaktor.

Etwa 300 Ausgaben  sind  über die Jahre schon erschienen.
Etwa 300 Ausgaben sind über die Jahre schon erschienen.
(Foto: André Kehrer)

„Wir sind für jeden Hinweis dankbar, freuen uns über jede Information“

Aber Frauen haben auch Wünsche. Wer will, kann nämlich gern mitmachen. Denn die neuen Medien stellen die Damen manchmal vor Herausforderungen. Dann sind natürlich jede Menge Ideen gefragt. „Wir sind für jeden Hinweis dankbar, freuen uns über jede Information“, betonen sie. Denn das Extrablatt soll schließlich eine Zukunft haben.

Und die könne man genießen, wenn sich alle fit halten. Marlene Reinhardt-Röpke möchte schon mal Werbung machen - außerhalb der Spörener Nachrichten. Wer will kann mitmachen - beim Gesundheits- und Reha-Sport des SV Zörbig. Dazu lädt die Prussendorferin herzlich ein.

All jene, die Interesse haben, Sport zu treiben, können sich bei Marlene Reinhardt-Röpke unter Telefon: 0176/22029978 anmelden.