Havarie drosselt Produktion

Papierfabrik in Sandersdorf muss wegen Reparaturen sieben Tage Pause machen

2020 ging die Papierfabrik von Progroup in Sandersdorf Betrieb.
2020 ging die Papierfabrik von Progroup in Sandersdorf Betrieb. (Foto: André Kehrer)

Sandersdorf - Eine Havarie zwingt die Papierfabrik in Sandersdorf, ihre Produktion teilweise zu drosseln. Aufgrund eines Schadens im Bereich der Stoffaufbereitung, teilt das Unternehmen mit, ist die Fabrik derzeit für fünf bis sieben Tage für einen Reparaturstillstand abgestellt.

Insgesamt werden so voraussichtlich 10.000 Tonnen Papier weniger produziert werden können

Seit August vergangenen Jahres produziert Progroup in Sandersdorf-Brehna auf einer der modernsten und leistungsfähigsten Papiermaschinen der Welt Wellpappenrohpapier. Im Januar hat die auch „PM3“ genannte Fabrik erstmals den Meilenstein von 50.000 produzierten Tonnen erreicht und in den Folgemonaten diesen Werksrekord noch verbessern können.

Wegen der nun dringend notwendigen Reparaturarbeiten wird die Produktionsmenge im Juni jedoch niedriger ausfallen - insgesamt werden so voraussichtlich 10.000 Tonnen Papier weniger produziert werden können. In der kommenden Woche soll nach Unternehmensangaben die Produktion jedoch wieder aufgenommen werden.

Papierfabrik PM3 hat mit der EMAS-Zertifizierung hohe Umweltziele in den Blick genommen

Die im Sommer vergangenen Jahres angelaufene Papierfabrik PM3 hat mit der EMAS-Zertifizierung - ein EU-Öko-Audit - hohe Umweltziele in den Blick genommen und erfolgreich abgeschlossen. Dazu zählt zum Beispiel die Inbetriebnahme der integrierten Kreislaufwasserbehandlungsanlage. Die reduziert den Frischwassereinsatz gegenüber vergleichbaren Papierfabriken um rund 80 Prozent. Das Prozesswasser wird biologisch gereinigt und danach wieder im Produktionsprozess eingesetzt. So werden letztlich rund 3.750.000 Millionen Kubikmeter Frischwasser pro Jahr eingespart.

„Die EMAS-Zertifizierung ist ein von der EU entwickeltes Programm für Unternehmen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen“, so Unternehmenssprecher Martin Wilhelm. Progroup verpflichte sich durch die Teilnahme dazu, den Energieverbrauch zu reduzieren, Ressourcen zu sparen und Reststoffe zu minimieren. Trotzdem gab es aus umliegenden Gemeinden immer wieder Kritik an starker Geruchsbelästigung durch die Fabrik. (mz/chf)