31-Jähriger von Strohballen erschlagen

Nach tödlichem Arbeitsunfall in Schortewitz: Spendenaktion für die Hinterbliebenen gestartet

Von Frank Czerwonn 24.09.2021, 13:59 • Aktualisiert: 24.09.2021, 14:09
Der Spendenaufruf auf Betterplace.com
Der Spendenaufruf auf Betterplace.com (Foto: MZ)

Schortewitz/MZ - Der tragische Unglücksfall in Schortewitz, bei dem vergangene Woche ein 31-jähriger Mann durch umstürzende Strohballen tödlich verletzt wurde, hat tiefe Betroffenheit und Trauer ausgelöst. Der junge Mann hinterlässt seine Lebensgefährtin und eine einjährige Tochter. Diese erleben nun eine Welle des Mitgefühls und konkrete Unterstützung. Silvia Voigtländer, die Cousine des verunglückten Felix, hat, unterstützt von Freunden, eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die auf viel Resonanz trifft.

„Wir sind noch immer geschockt und die Trauer sitzt tief“, sagt Silvia Voigtländer der MZ. „Man sieht die Familie leiden und fragt sich, was man ihr Gutes tun kann.“ Denn durch den plötzlichen Tod ist auch die Zukunft für die Hinterbliebenen ungewiss. Die Elternzeit war gerade beendet, nun ist die junge Frau alleinerziehende Mutter. An den geplanten Wiedereinstieg ins Arbeitsleben aber ist momentan nicht zu denken. Zudem habe die Familie ein Haus gekauft und selber umgebaut. Doch wie geht es jetzt weiter?

„Jeder Cent hilft in dieser schweren Zeit“

„Zur Trauer kommen finanzielle Ängste“, sagt Voigtländer. Um zu helfen, habe sie nach vorheriger Abstimmung mit der Familie die Spendenak-tion auf dem Internetportal „www.betterplace.me“ ins Leben gerufen. „Jeder Cent hilft in dieser schweren Zeit.“ 1.000 Euro seien das ursprüngliche Ziel gewesen. Doch das schwere Schicksal bewegt viele Menschen. Sie alle wollen helfen, überweisen fünf, zehn, 20 oder auch 100 Euro. „Darunter sind sehr viele Menschen, die ich gar nicht kenne“, sagt Voigtländer bewegt. Fast 8.000 Euro sind bislang zusammengekommen. Viele teilen die Aktion über die sozialen Medien. So wie Eric Vörkel.

Der 25-Jährige, der inzwischen in Bennstedt (Saalekreis) lebt, hat früher im selben Landwirtschaftsbetrieb wie der verstorbene Felix gearbeitet. „Sechs Jahre lang waren wir enge Kollegen und sind Freunde geworden. Er hat mir die Grundlagen der Landwirtschaft beigebracht.“ Doch auch Geburtstage mit der Familie habe man zusammen gefeiert. „Sein Tod ist noch immer unfassbar. Man fühlt sich so hilflos.“ Mit der Spendenaktion könne man nun wenigstens seiner Familie etwas helfen. „Ich hoffe, dass das viele tun.“

Spendenaktion im Netz unter https://bit.ly/Spendensammlung