Entsetzen über Müllmenge

Mitglieder des Bitterfelder Schwimmvereins haben Strand sowie Uferbereich der Goitzsche gereinigt

Von Michael Maul
Susanne Posniak und Steffen Eichner waren mit dem Paddelboard unterwegs und haben den Müll unter Wasser aus dem Goitzschesee geholt. (Foto: Michael Maul)

Bitterfeld - „Ich möchte mir nicht ausdenken was passiert, wenn ein Mensch am Strand oder unter Wasser in solche Scherben tritt“, sagt Susanne Posniak vom Bitterfelder Schwimmverein. Sie hat gemeinsam mit anderen Sportfreunden die Aktion am Goitzschestrand ins Leben gerufen. Rund 25 Mitglieder aller Altersgruppen waren gekommen, um die Gefahren zu beseitigen.

„Im Endeffekt sind es natürlich die Rettungsschwimmer, die sich um die Erstversorgung bei solchen Verletzungen kümmern“, weiß die Frau, die selbst auf dem Wasser mit dem Paddelboard schon Meistertitel errungen hat.

Es sei schlimm, wenn einige Unbelehrbare die Schönheiten der Natur, die quasi direkt vor der Haustür liegen, als Müllabladeplatz benutzen, sag Posniak. „Wenn dann aber jemand verletzt wird, ist das Geschrei sicher sehr groß.“ Ob groß oder klein, jeder könne sich am Strand oder im Wasser verletzen. „Wenn die Saison hoffentlich bald wieder beginnt und das Baden erlaubt wird, soll es am Strand sauber sein.“

„Wir wollen den Strand für die Gäste schmuck machen“,

Dem stimmt auch Klaus Gatter, der 1. Vizepräsident des Bitterfelder Schwimmvereins, zu. „Wir sind sehr froh, dass trotz Corona und den damit verbundenen Einschränkungen unsere Mitglieder dem Verein treu geblieben sind“, sagt er. Das sei nicht überall so und auch zu solchen Reinigungsaktionen habe man nicht lange betteln müssen. „Ich bin stolz auf unsere Mitglieder“, sagt Gatter.

Relikte der Vergangenheit liegen auf dem Grund des Sees.
(Foto: Michael Maul)

„Wir wollen den Strand für die Gäste schmuck machen“, beschreibt die Organisatorin die Aktion. Was sie und ihre Mitstreiter allerdings alles zu Tage fördern, hat mit Schönheit überhaupt nichts zu tun. Weggeworfene Kronkorken von Getränkeflaschen seien dabei das kleinste Übel. „Uns machen die arglos und ohne Nachdenken in den See geworfenen kaputten Flaschen aller Art die meisten Sorgen.“ Manche würden schon so lange liegen, dass sie rundherum mit Muscheln besetzt sind, sagt Posniak und zeigt die Getränkeflaschen.

Die fast zweistündige Aktion am Bitterfelder Goitzschestrand schätzt die Organisatorin als erfolgreich ein

Da der Unrat aber nicht nur in sichtbarer Strandnähe liege, habe man gemeinsam mit den Tauchern des Vereins auch auf dem Grund im Badebereich gesucht und sei fündig geworden.

Die fast zweistündige Aktion am Bitterfelder Goitzschestrand schätzt die Organisatorin als erfolgreich ein. Viel mehr Freude hätten sie, die Vereinsmitglieder und die vielen Badegäste natürlich, wenn solche Aktionen gar nicht nötig seien. „Wenn jeder in seinem Umfeld für Ordnung sorgt und andere ermahnt, haben wir alle viel gewonnen“, so Posniak. (mz)