Vier Millionen Euro für Neubau

Kühltürme werden nach Brand im Juli 2020 in Bitterfeld neu errichtet

Löscharbeiten an einem der Kühltürme (Foto: André Kehrer)

Bitterfeld - Energieversorger Envia Therm hat mit dem Neubau der Kühltürme im Kraftwerk Bitterfeld begonnen. Sie waren bei einem Brand Im Juli 2020 stark beschädigt worden.

Bereits Ende Juli diesen Jahres sollen sie in Betrieb gehen, wie das Unternehmen mitteilt. Die Investitionen belaufen sich auf rund 4,0 Millionen Euro. Mit dem Neubau der Kühltürme werden die Voraussetzungen geschaffen, dass das Kraftwerk nach der im Jahr 2019 begonnenen Modernisierung wieder in Betrieb gehen kann.

Die Modernisierung des Kraftwerks erfolgt parallel zum Neubau der Kühltürme

Es erzeugt im Kraft-Wärme-Kopplungs-Verfahren Dampf für rund 20 Unternehmen im Chemiepark und speist Strom in das öffentliche Stromnetz ein. Zudem werden Unternehmen im Chemiepark mit Druckluft und demineralisiertem Wasser (Deionat) bedient. Das Kraftwerk übrigens ist eine der größten Gas-und-Dampf-Anlagen in Ostdeutschland überhaupt.

Die Modernisierung des Kraftwerks erfolgt parallel zum Neubau der Kühltürme. Dank der umfassenden Modernisierung wird das Kraftwerk künftig deutlich effizienter arbeiten. Die insgesamt 26 Millionen Euro schwere Investition soll im Herbst 2021 abgeschlossen werden. Bis dahin erfolgt die Versorgung der Dampfkunden der Envia Therm im Chemiepark mit den vorhandenen Reservekesseln, wie Uwe Pohl, Pressesprecher des Energieversorgers erklärt.

Zum Zeitpunkt des Brandes waren die Kühltürme wegen der umfangreichen Arbeiten im Kraftwerk außer Betrieb

Die Modernisierungsarbeiten haben regionale Unternehmen übernommen. Dabei werden noch nutzbare Bestandteile der alten Kühltürme mit einbezogen. Zum Zeitpunkt des Brandes waren die Kühltürme wegen der umfangreichen Arbeiten im Kraftwerk außer Betrieb.

Es gab keinen Personenschaden. Die Einsatzkräfte konnten den Brand rasch eindämmen. „Die vom Kraftwerk abhängige Versorgung der Unternehmen im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen war durch den Brand zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt“, so Pohl. (mz)