Jugendarbeit soll weitergehen

Jugendclub-Aus in Löberitz wegen Fördermittel-Bedingungen beschlossen

Von Andrea Dittmar 01.12.2021, 14:31 • Aktualisiert: 01.12.2021, 14:35
Gebastelt wird hier  nicht mehr, aber eine Hoffnung bleibt.
Gebastelt wird hier nicht mehr, aber eine Hoffnung bleibt. (Foto: Kehrer)

Zörbig/Löberitz/MZ - Mit Bauchschmerzen, Gegenstimmen und Kritik, aber am Ende auch mit einer Mehrheit hat der Zörbiger Stadtrat das offizielle Aus für den Löberitzer Jugendclub beschlossen. Der letzte Clubtag ist somit der 31. Dezember diesen Jahres. Der Beschluss hat vor allem rechtliche Gründe: Aktuell bekommt die Stadt Fördergelder vom Kreis für den Jugendclub.

Diese sind allerdings daran gebunden, dass vor Ort ausgebildete Betreuer - etwa Jugendliche, die die so genannte Jugendleitercard besitzen - Aufsicht führen. Das konnte zuletzt nicht mehr garantiert werden. Das wäre faktisch Fördermittelveruntreuung, legte Fachbereichsleiter Nico Hofert dar.

„Den Jugendclub zu schließen, bedeutet nicht, dass wir die Jugendarbeit beenden“

Doch eine Mehrheit der Abgeordneten sprach sich gleichzeitig dafür aus, dass weiterhin in Löberitz Angebote für Jugendliche geschaffen werden sollen. Etwa in der neuen Mehrzweckhalle - die Garage auf dem Gelände soll in einem zweiten Bauabschnitt noch so gestaltet werden, dass sie jungen Löberitzern als Treffpunkt dienen kann. Dann wäre auch nicht die Vorgabe, den Club an fünf Tagen in der Woche zu öffnen, bindend. So steht es in der Förderrichtlinie des Landkreises. Gleichzeitig soll sich das Programm vor Ort ändern: „Wir müssen neue Angebote finden, denn ein Jugendclub vor Ort ist nicht mehr das, was die Jugendlichen unbedingt wollen“, sagte Bürgermeister Matthias Egert (CDU).

Der ab kommendem Jahr gewählte Jugendstadtrat soll, so die Überlegung von Bürgermeister und Fachbereichsleiter, eingebunden werden, um dem Nachwuchs in den Dörfern etwas zu bieten. „Den Jugendclub zu schließen, bedeutet nicht, dass wir die Jugendarbeit beenden.“ Rolf Sonnenberger (Freie Wähler) forderte deshalb, dass die Stadt Jugendliche unterstützt, die die Juleica machen wollen.