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Internationales CampInternationales Camp: Jugendliche aus fünf Ländern treffen sich in Bitterfeld-Wolfen

Wolfen - In wenigen Wochen treffen sich Jugendliche aus mehreren Ländern in Bitterfeld-Wolfen. Lehrerin aus Dzershinsk entwarf das Logo dafür.

Von Silke Ungefroren 30.06.2017, 08:59

Die Zeit rückt immer näher: In wenigen Wochen werden in Bitterfeld-Wolfen knapp 60 Jugendliche aus mehreren Ländern zu einem internationalen Camp erwartet. Einige von ihnen hat Tobias Köppe vom Wolfener Partnerschaftsverein schon kennenlernen dürfen - beim Besuch in der russischen Partnerstadt Dzershinsk. Dorthin waren Ende Mai zum 87. Stadtjubiläum auch zwei Delegationen von hier eingeladen.

Verbundenheit der Partnerstädte zum Ausdruck bringen

„Wir haben während unseres Aufenthaltes unter anderem zwei Schulen besucht“, berichtet Tobias Köppe. Beide hatten schon mehrfach Kontakt mit Einrichtungen in Bitterfeld-Wolfen. So war auch eine Idee entstanden: Deutschlehrerin Dinara Ganeeva aus der 27. Schule, die die russischen Teilnehmer Ende Juli in die hiesige Region begleiten wird, hat das Logo für das Jugendcamp entworfen und in Dzershinsk übergeben.

„Das wird unter anderem auf die T-Shirts und die Namensschilder für die Teilnehmer gedruckt und so während des gesamten Treffens zu sehen sein“, so Köppe. Es soll die Verbundenheit der Partnerstädte zum Ausdruck bringen.

Jugendliche aus fünf Ländern nehmen teil

Grundlage bildet das Logo der großen Stadt mit dem Bitterfelder Bogen. Darüber symbolisieren fünf Hände die Flaggen der teilnehmenden Länder: Frankreich (Villefontaine und Vierzon), Polen (Kamienna Gora), Deutschland (Marl, Witten und Bitterfeld-Wolfen), Russland (Dzershinsk) sowie Italien (Salzano).

Aus allen Partnerstädten werden also Jugendliche die Reise nach Bitterfeld-Wolfen antreten, hinzu kommen jene aus Salzano - eine Partnerstadt von Villefontaine. „Außerdem haben wir jetzt auch noch Kontakte nach China, die durch einen Wirtschaftsbesuch hier zustande kamen“, berichtet Köppe. „Wenn alles klappt, werden wir auch Teilnehmer aus Yuancheng begrüßen können. Das würde uns natürlich sehr freuen.“

Mit uns meint Tobias Köppe die Partnerschaftsvereine aus Bitterfeld und Wolfen sowie die Stadt, die schon im vergangenen Sommer gemeinsam begonnen haben, das Treffen zu organisieren. Es läuft vom 28. Juli bis zum 4. August. Nun ist das Paket mit Programm und Logistik weitestgehend geschnürt - dank vieler Partner, die dabei unterstützen.

„Nur so ist es möglich, ein solches Großprojekt realisieren zu können“, sagt Köppe. Denn so viele Teilnehmer habe das Camp, das abwechselnd in einer der Partnerstädte stattfindet, noch nie gezählt. Umso höher ist der Anspruch, den sich die Organisatoren unter dem Thema „Demokratie und Toleranz“ gestellt haben.

In Workshops soll ein gemeinsames Kunstwerk für die Stadt entstehen

In den geplanten Workshops sollen deshalb Vorhaben angegangen werden, die nachhaltige Wirkung haben. So soll unter Leitung des Künstlers Raik Dalgas ein Kunstwerk entstehen, das einen festen Platz im Stadtbild erhalten wird. Auch ist ein Videotagebuch vorgesehen, woraus am Ende ein Film entstehen soll - auch als Dankeschön für die vielen Sponsoren.

Und in einem kombinierten Poetry und Song Slam können die Jugendlichen ihre Gedanken und Eindrücke in Texten verarbeiten, die anschließend vertont werden. Zur Aufführung kommt das Ganze dann bei der Abschlussveranstaltung.

Stadttouren, gemeinsame Veranstaltungen und einen Baum pflanzen

Die Workshops finden im Mehrgenerationenhaus in Wolfen-Nord statt. „Dort gibt es beste Voraussetzungen dafür und das Team ist sehr engagiert, damit alles reibungslos klappt“, sagt Köppe. Dort werden die Jugendlichen auch versorgt - ihre Quartiere hingegen beziehen sie in der Pension „Am Nordpark“.

Sie werden eine Stadtrundfahrt durch alle Ortsteile unternehmen und einen Abstecher zur Goitzsche machen, Berlin einen Besuch abstatten und ihre Fitness auf der Skaterbahn und dem Kletterfelsen unter Beweis stellen können. Und sie werden Obstbäume pflanzen, von denen später die Früchte der Städtepartnerschaft geerntet werden können.

„In Kürze werden wir eine Facebookseite schalten, auf der sich die Teilnehmer schon jetzt vorstellen und ihre Empfindungen und Erwartungen mitteilen können“, sagt Tobias Köppe. Auf dieser Plattform soll dann auch während des Camps tagaktuell berichtet werden. (mz)