Eine bunte Anlage zum Kicken

Graffiti sollen Socceranlage in Bitterfelder Grüner Lunge aufhübschen

Bitterfeld - Die Dosen klackern verheißungsvoll, der blaue Himmel und ein bunter Regenbogen entstehen. Die im September freigegebene Socceranlage in der Grünen Lunge bekam am Wochenende einen farbenfrohen Anstrich. Dabei halfen auch Jugendliche mit, die die Anlage häufig und gern ...

Von Andrea Dittmar
Ein Regenbogen auf der Außenbande verschönert die Anlage.

Die Dosen klackern verheißungsvoll, der blaue Himmel und ein bunter Regenbogen entstehen. Die im September freigegebene Socceranlage in der Grünen Lunge bekam am Wochenende einen farbenfrohen Anstrich. Dabei halfen auch Jugendliche mit, die die Anlage häufig und gern nutzen.

„Es wird ja viel geschimpft über den Müll, Dreck und die Partys hier“, sagt Steffi Hauck vom Jugendclub 83. Dem wollte der Verein etwas entgegensetzen. Das Graffiti-Projekt „Besser bunt bolzen - von grau auf wow“ entstand aus vielen Teilideen, erklärt die Vereinsvorsitzende.

Graffiti-Künstler Ben Mansour aus Berlin schaute den Jüngeren dabei immer wieder helfend über die Schulter

„Die Stadt war auch gleich Feuer und Flamme.“ Auch die Neubi konnte als Unterstützung für die Idee gewonnen werden. Die Beteiligten hatten sich überlegt, dass die Entwürfe der Kinder und Jugendlichen einfließen sollten und gleichzeitig das Thema Sport ein übergreifendes Motiv wird.

Graffiti-Künstler Ben Mansour aus Berlin schaute den Jüngeren dabei immer wieder helfend über die Schulter und gab Tipps. Mit dem zwölfjährigen Timo fachsimpelte der Graffiti-Künstler auf Profi-Niveau. „In Bitterfeld gibt es zu wenige Flächen zum Sprühen“, sagte Timo, der seit zwei Jahren Graffiti liebt.

Mit der richtigen Ausrüstung und Atemmasken - „keiner will bunte Nasen“

Umso besser sei es deshalb, hier so gut sprühen zu können. Mit der richtigen Ausrüstung und Atemmasken - „keiner will bunte Nasen“, so Mansour - konnten die Jugendlichen ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Am Freitag, zum Start des Projekts, hatte der Regen den Sprayern noch einen Strich durch die Rechnung gemacht. (mz)