Fußballtalk an der Goitzsche

Fußballtalk an der Goitzsche: Guido Schäfer spricht in Bitterfeld mit RB-Leipzig-Kicker Dominik Kaiser

Bitterfeld - Der jetzige Sportredakteur Guido Schäfer spricht an der Goitzsche mit RB-Leipzig Kicker Dominik Kaiser und Sachsens Fußballchef Hermann Winkler.

Von Michael Maul

Guido Schäfer ist ein Mann, der sich in Sachen Fußball auskennt. Er hat bei Mainz 05 gekickt, bevor er im Jahr 2000 als Journalist zur Leipziger Volkszeitung wechselte. Der Bundesligist RB Leipzig gehört seit dieser Zeit zu seinen Favoriten. Jetzt hat er das Buch „111 Gründe, ein roter Bulle zu sein“ veröffentlicht, was er in der Talkrunde gemeinsam mit RB-Kicker Dominik Kaiser und Sachsens Fußballchef Hermann Winkler vorstellte.

Vorweg sei gesagt: Die Alm-Hütte am Goitzschesee war krachevoll. Initiiert von Seensuchtchef Andreas Beuster und dem ehemaligen Landrat von Nordsachsen, Michael Czupalla, war die Talkrunde ins Leben gerufen worden. Die Gäste wurden eingeladen und die Hütte vorbereitet.

Alles schien dann am Montagabend in rot-weißer Hand, gelenkt von einem Mann, der die Anwesenden mit in den Talk einbezog. Dabei trifft Guido Schäfer den Nerv der Fans, auch wenn er manchmal mit zotigen Sprüchen etwas über die Stränge schlägt. Doch so ist er nun mal und so haben ihn alle schätzen gelernt. Er kennt die Größen des Fußballs und auch diverse Interna, die er anklingen lässt, aber nicht verrät.

Guido Schäfer ist der Meinung, dass RB Leipzig gezeigt hat, dass man mit Engagement etwas erreichen kann

Und er ist der Meinung, dass gerade die junge Mannschaft RB Leipzig gezeigt hat, dass man mit Engagement etwas erreichen kann. Dass dazu viele Menschen notwendig sind, weiß sowohl Schäfer als auch RB Sportdirektor Ralf Rangnick. Im Vorwort zu Schäfers Buch schreibt er: „Ein Grashalm wächst nicht schneller, wenn man an ihm zieht. Man muss sich um ihn kümmern und das haben wir in den letzte fünf Jahren geschafft.“

Für Schäfer ist das an diesem Abend nur Beiwerk, aber dennoch ein wichtiger Bestandteil dessen, warum er sich für die Leipziger Bundesligisten so einsetzt. „Ich freue mich, dass in Leipzig wieder Bundesliga-Fußball gespielt wird“, sagt er. Was ihn noch an dem Verein begeistere sei die Familienfreundlichkeit, mit der dort alles ablaufe. „Man kann sogar mit seinen Kindern am Nachmittag ins Stadion gehen, ohne Schaden für diese befürchten zu müssen.“

Dominik Kaiser war 2013 zu RB Leipzig gewechselt

So sieht das auch der 55-jährige Hermann Winkler, der in Sachsen als ehrenamtlicher Präsident des Fußball Verbandes tätig ist. Hauptamtlich arbeitet Winkler seit 2014 im Europäischen Parlament als Politiker. Doch der Fußball, ob Amateure oder Profis, sei für ihn in Sachsen eine Größe. Dass es nun auch noch ein Bundesligist mit einer steilen Karriere gibt, mache ihn besonders stolz, so Winkler.

Im Gegensatz zu Guido Schäfer hielt sich Dominik Kaiser, der 2013 zu RB Leipzig in die Regionalliga Ost wechselte, in seinen Kommentaren etwas zurück. „Ich bin dankbar für die letzte Jahre und habe alles ohne Verletzungen überstanden“, sagt er. Dass sein Vertrag mit RB Leipzig im Sommer auslaufe, stehe fest. Wohin es ihn in seinem fußballerischen Leben danach verschlagen werde, könne und wolle er allerdings noch nicht genau sagen. (mz)