Hinter der Wahlurne

Elke Völker ist seit 31 Jahren Wahlhelferin in ihrem Heimatort Salzfurtkapelle

Von Andrea Dittmar
Bisher fanden die Wahlen, bei denen Elke Völker Wahlhelferin ist, im Haus der Vereine statt.
Bisher fanden die Wahlen, bei denen Elke Völker Wahlhelferin ist, im Haus der Vereine statt. (Foto: André Kehrer)

Salzfurtkapelle - Als am Sonntag in der Salzfurter Turnhalle die Wahlberechtigten ihr Kreuzchen setzten, war auch Elke Völker wieder da. Nicht nur, um selbst zu wählen. Die 60-Jährige ist bereits um 7.30 Uhr angekommen, hat die erste von einigen Tassen Kaffee getrunken und bei der Vorbereitung geholfen, damit eine halbe Stunde später das Wahllokal eröffnen kann.

Seit der ersten Wahl 1990 ist sie ehrenamtlich engagiert. „Und ich habe keine verpasst, war zu der Zeit nie im Urlaub oder krank“, sagt sie. Weil Elke Völker damals bei der Gemeinde tätig war, wurde sie gefragt, ob sie Lust hätte, bei der Wahl zu helfen. „Es macht Spaß, weil ich eben alle Wähler mittlerweile kenne“, so Völker. Heute wählen auch Erwachsene, die Elke Völker von Kindesbeinen an kennt. Ein erster Ansturm auf die Wahlurnen sei immer vormittags, über die Mittagszeit sei eher wenig los. In einer ruhigen Minute macht Elke Völker dann selbst ihre Kreuzchen.

Natürlich gehören auch lange Nächte beim Auszählen dazu

Natürlich gehören auch lange Nächte beim Auszählen dazu, weil es ab 18 Uhr erst so richtig los geht und spannend wird. Das war auch in diesem Jahr so. „Der Bericht kommt dann nach Zörbig“, erklärt Elke Völker den Ablauf. Immer wieder seien bei den vergangenen Wahlen auch interessierte Zuschauer dabei gewesen. Auch wenn diese den Wahlhelferinnen in Salzfurt zur Hand gehen wollten: „Zugucken geht, helfen geht nicht“, so Elke Völker. Auch die Salzfurter wissen, was sie an ihr haben: Vor der Wahl wird sie regelmäßig angesprochen, etwa ob der Ausweis benötigt wird. Man kenne sich doch. „Aber der muss schon sein.“

Dieses Mal war beim Wählen auch so einiges anders: Statt im Vereinsheim standen die Wahlkabinen in der Turnhalle, um coronakonformen Hygieneabstand zu gewährleisten. Und viele neue Helfer haben die „alten Hasen“ wie Elke Völker unterstützt.

Auch abseits des Wahlgeschehens ist Elke Völker eine engagierte Salzfurterin

„Früher gab es so etwas wie eine Stammbesetzung.“ Was sich nicht ändern wird: Die Wahlhelfer sind gut mit Lebensmitteln, Wasser und Kaffee versorgt - „ohne geht es bei mir nicht“, sagt Elke Völker lachend - und für die Wähler gibt es Gummibärchen.

Auch abseits des Wahlgeschehens ist Elke Völker eine engagierte Salzfurterin. Lange hat sie den örtlichen Jugendklub betreut und steht den jungen Leuten auch heute noch mit Rat zur Seite. Sie hat ihre Eltern, ihre Schwiegermutter und einen Nachbarn gepflegt. Auch mit ihrem Enkel verbringt Völker, die im Juni 61 wird, viel Zeit. Urlaub, natürlich nur an Nicht-Wahltagen, macht sie am liebsten im Erzgebirge. (mz)