Arche Goitzsche

Arche Goitzsche: Bernstein-Erlebniswelt nimmt die nächste Hürde

Bitterfeld - Die geplante Bernstein-Erlebniswelt im Bitterfelder Wasserzentrum an der B 100 hat eine weitere Hürde genommen. Bis zum Frühjahr 2017 soll ein Konzept zur Umsetzung stehen.

Von Detmar Oppenkowski 03.11.2016, 07:00

Die geplante Bernstein-Erlebniswelt im Bitterfelder Wasserzentrum an der B 100 hat eine weitere Hürde genommen.

Nachdem der Zweckverband Goitzsche in einer Machbarkeitsstudie bereits die Umsetzbarkeit des Vorhabens festgestellt hat, soll nun eine Ideenskizze und Rahmenkonzeption in Auftrag gegeben werden. „Bis Frühjahr nächsten Jahres wollen wir so die Frage beantworten, wie man das Bernstein-Erlebniszentrum konkret ausgestaltet, damit es eine überregionale Anziehungskraft entwickelt“, sagt Klaus Hamerla.

Erlebniswelt könnte 2018 eröffnen

Wenn alles nach Plan läuft und das Land das knapp 1,3 Millionen Euro teure Unterfangen finanziell unterstützt, könne die Eröffnung der Erlebniswelt nach Einschätzung des Zweckverbands-Geschäftsführer voraussichtlich im Jahr 2018 erfolgen.

An die Realisierung knüpfen sich hohe Erwartungen, denn die geplante Bernstein-Erlebnisstätte soll für Bitterfeld das werden, was die Himmelscheiben-Arche für Nebra bereits ist. „Unser Ziel ist also eine attraktive und interaktive Ausstellung in unmittelbarer Nähe des Bernstein-Fundorts, in der die vielfältigen Aspekte des Themas zeitgemäß und erlebnisorientiert aufbereitet und präsentiert werden.“

Dass dieses Konzept auf Zuspruch stößt, davon geht die Studie aus. Die Verfasser rechnen mit 20.000 bis 30.000 Besucher pro Jahr.

Bitterfeld gehört weltweit zu den besten Fundorten

Warum das erhärtete Baumharz so viele Menschen in die Region locken könnte, erklärt Klaus Hamerla wie folgt: „Der mitteldeutsche Raum besitzt generell in puncto Bernsteinvorkommen einen einzigartigen historischen Stellenwert, der in ganz Mitteleuropa mit keiner anderen Region vergleichbar ist.“

Nach Auffassung des Geschäftsführers sei gerade der Bitterfelder Bernstein für eine „erlebnisorientierte Präsentation sehr gut geeignet“. „Und das nicht nur wegen seiner hohen Ästhetik, sondern auch, weil er wissenschaftlich gut erforscht ist.“

Es gebe viele nationale und internationale Veröffentlichungen zum Thema. „Besonders hervorzuheben ist, dass die Bitterfelder Bernsteinlagerstätte weltweit der viertbeste Fundort ist, was die sogenannten Inklusen anbelangt. Dabei handelt es sich beispielsweise um Steine mit Insekteneinschlüssen.“

Unter den Bitterfelder Bernstein-Inklusen seien rund 580 verschiedene Arten aus 260 Familien der Tier- und Pflanzenwelt. „Das alles wollen wir erfahrbar machen. Daher soll die Ausstellung ,Bernstein erleben’ heißen“, so Hamerla. (mz)