Arbeitslosenquote

Arbeitslosenquote: Bitterfeld fällt aus dem Rahmen

Bitterfeld - Ist im Agenturbezirk Dessau-Roßlau-Wittenberg der Agentur für Arbeit die Arbeitslosigkeit im Dezember gegenüber dem Vormonat wieder leicht gestiegen, macht die Region Bitterfeld eine rühmliche Ausnahme: Um knapp 300 ist die Anzahl der Arbeitslosen hier gesunken, so dass derzeit in der Geschäftsstelle Bitterfeld der Arbeitsagentur rund 8 500 Menschen registriert sind. Die Arbeitslosenquote beträgt im Dezember 9,6 ...

Ist im Agenturbezirk Dessau-Roßlau-Wittenberg der Agentur für Arbeit die Arbeitslosigkeit im Dezember gegenüber dem Vormonat wieder leicht gestiegen, macht die Region Bitterfeld eine rühmliche Ausnahme: Um knapp 300 ist die Anzahl der Arbeitslosen hier gesunken, so dass derzeit in der Geschäftsstelle Bitterfeld der Arbeitsagentur rund 8 500 Menschen registriert sind. Die Arbeitslosenquote beträgt im Dezember 9,6 Prozent.

Von den gesamten Arbeitslosen machen die so genannten Hartz-IV-Empfänger den Großteil aus. Im Altkreis Bitterfeld beziehen derzeit rund 6 000 von ihnen - das sind 350 weniger als im November - die so genannte Grundsicherung.

Im gesamten Agenturbezirk Dessau-Roßlau-Wittenberg waren im Dezember insgesamt 20 300 Personen arbeitslos gemeldet, rund 250 mehr als im November und etwa 1 300 weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote im Amtsbezirk stieg zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte und lag bei 10,2 Prozent. Damit befindet sie sich auf dem gleichen Niveau wie im gesamten Bundesland Land Sachen-Anhalt. Diese Entwicklung sehen die Experten im Zusammenhang mit der allgemeinen Wirtschaftslage im Winter. So ist vor allem das Baugewerbe stark von der Witterung abhängig. „Dennoch ist es erfreulich, dass die Arbeitslosigkeit deutlich unter dem Vorjahresniveau liegt. Im Vergleich zum Dezember 2013 waren etwa 1 300 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Es wird deutlich, dass die Arbeitgeber an ihren Fachkräften auch über das Jahr festhalten, um sie als Arbeitskräfte für ihr Unter-nehmen und in unserer Region zu halten“, sagt Sabine Edner, Chefin der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg.

345 weniger als im Vorjahr

Die Arbeitslosigkeit, so Edner, sei kein fester Block. Aus dem Arbeitsmarktreport geht hervor, dass sich im Dezember im gesamten Agenturbezirk über 1 500 arbeitslos meldeten - 345 weniger als vor einem Jahr. Hingegen endete für rund 1 800 Leute die Arbeitslosigkeit - 357 mehr als im Vorjahr. Im Altlandkreis meldeten sich im Dezember 656 Frauen und Männer auf dem Arbeitsamt, das sind immerhin knapp 250 weniger als vor Jahresfrist. Dass 2015 ein positiver Trend am regionalen Arbeitsmarkt zu erwarten ist, erkennt Edner an den Stellenzugängen im Dezember. So meldeten Unternehmer der Geschäftsstelle Bitterfeld rund 550 offene Stellen. (mz/ckr)