Stadtführung

Stadtführung: Mit und ohne Rollstuhl

bernburg/MZ - „Ich begrüße Sie zur ersten Bernburger Stadtführung für Menschen mit Handicap“, sagte Carl-Heinz Schmidt. Der gebürtige Bernburger, der seit Jahren Touristen durch seine Heimatstadt führt, hatte sich auch an diesem Donnerstagnachmittag wieder einmal als Albrecht der Bär ...

Von paul spengler 04.05.2013, 17:06

„Ich begrüße Sie zur ersten Bernburger Stadtführung für Menschen mit Handicap“, sagte Carl-Heinz Schmidt. Der gebürtige Bernburger, der seit Jahren Touristen durch seine Heimatstadt führt, hatte sich auch an diesem Donnerstagnachmittag wieder einmal als Albrecht der Bär verkleidet.

Der Stammvater der Askanier, der vermutlich von 1 100 bis 1 170 gelebt hat, ist eine Rolle, in die der 53-Jährige am liebsten schlüpft, wenn er seinen Gästen etwas über die Geschichte von Anhalt-Bernburg erzählen möchte. In diesem Fall hatte Carl-Heinz Schmidt den Kontakt zum Arbeitskreis für behinderte Menschen in Bernburg geknüpft. Dieser Arbeitskreis trifft sich regelmäßig im Nachbarschaftszentrum an der Krumbzolzstaße 13 in der Talstadt.

„Für mich ist eine solche Führung günstig, weil eine andere Stadtführung zeitmäßig zu lange wäre“, meinte Longina Huff. Die 46-Jährige, die auf einen Elektrorollstuhl angewiesen ist, war gemeinsam mit ihrer Mutter Irene gekommen, die sie betreut. Auch andere Mitglieder des Arbeitskreises sind auf den Rollstuhl angewiesen.