„Weg von der Zettelwirtschaft“

Markus Richardt und Philipp Bergt gründen ITMT Consulting Bernburg: Softwareentwicklung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz

Bernburg - Warum all das für Unternehmen überhaupt wichtig ist? „Damit man von der Zettelwirtschaft wegkommt.“ Oder anders ausgedrückt: um Kosten, Zeit und Personal zu sparen. Auch sogenannte Smart-Home-Lösungen bieten die beiden an.

Von Felix Filke

Zwei Laptops, zwei PC’s, vier Stühle, eine Couch und ein Schrank: das Büro von Markus Richardt und Philipp Bergt auf dem Gelände des Serumwerks ist übersichtlich. Und doch haben die beiden Bernburger in dem kleinen Raum alles, was sie zum Arbeiten brauchen.

Seit knapp anderthalb Monaten ziehen sie hier ihr eigenes Unternehmen hoch: ITMT Consulting. Da geht es um Softwareentwicklung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Marketing.

Warum all das für Unternehmen überhaupt wichtig ist? „Damit man von der Zettelwirtschaft wegkommt.“ Oder anders ausgedrückt: um Kosten, Zeit und Personal zu sparen. Auch sogenannte Smart-Home-Lösungen bieten die beiden an.

Mithilfe einer App kann damit beispielsweise gecheckt werden, ob man zu Hause das Licht hat brennen lassen. Oder man kann von unterwegs schon mal die Heizung anstellen, damit es warm ist, wenn man kommt.

Bei ITMT Consulting geht es um Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

Markus (26) und Philipp (27) kennen sich bereits aus Schulzeiten, sind seit der 5. Klasse beste Kumpel. Ihr Werdegang ist ähnlich: Abitur am Carolinum, dann Studium. Markus Richardt hat Wirtschaftswissenschaften und BWL in Dresden und Magdeburg studiert, Philipp Bergt Informatik in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts.

Beide haben bereits für große internationale Firmen gearbeitet – und beide haben seit jeher eine Vorliebe für Computer und Technik. „Philipp war immer der Ansprechpartner für die Lehrer, wenn es Probleme mit der Technik gab“, sagt Markus Reichardt. Auch ein soziales Netzwerk für die Schule hatte er damals programmiert.

Zurück nach Bernburg sind sie vor allem wegen der Heimatverbundenheit gekommen: „Wir haben die Stadt lieben gelernt.“ Zum anderen aber auch, weil es in der Region in Sachen Digitalisierung noch viel Entwicklungspotenzial gebe. „Die digitale Kompetenz ist hier noch nicht vorhanden“, sagt Markus Richardt.

Seine Erklärung dafür: In Bernburg und Umgebung gebe es viele Mittelständler, von denen auch ein Großteil schon etwas älter ist. „Da ist die Affinität zur Digitalisierung nicht so hoch.“ Und ein weitgehend unbestelltes Feld ist genau das Richtige für ein junges Start-up-Unternehmen.

Zugleich beste Freunde und Geschäftspartner – kann das gut gehen? Die beiden sind sich sicher, dass das klappt. „Wir wissen genau, wie der andere tickt“, sagt der jüngere der beiden. Und: „Wir ergänzen uns sehr gut.“ Während er selbst eher der Praktiker sei, wäre Philipp der Theoretiker.

Joggen, Squash und Schwimmen sind der Ausgleich für die Arbeit im Büro

Und beide vereint dieselbe Arbeitsauffassung: „Wir mögen das selbst organisierte Arbeiten.“ Das aber natürlich Schattenseiten hat. Gearbeitet wird nämlich auch am Wochenende. „Da sind wir immer so ab Mittag hier und arbeiten, bis wir müde werden.“

Als Ausgleich treiben beide Sport: Joggen, Squash, Schwimmbad. Philipp spielt außerdem Handball, Markus war viele Jahre Fußballer bei Einheit, Askania und Schwarz-Gelb.  (mz)