Schüler starteten Wetterballon

Goethe-Grundschule Bernburg: Schüler begleiteten Start einer Wettersonde in die Stratosphäre

Bernburg - Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Nachdem die erste Wettersonde trotz weitreichender öffentlicher Suchaktion verschollen ist, wagten die Bernburger Goethe-Grundschüler am Mittwoch vergangener Woche noch mal einen Start - diesmal mit Erfolg. Imposante Bilder sind ...

Von Torsten Adam

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Nachdem die erste Wettersonde trotz weitreichender öffentlicher Suchaktion verschollen ist, wagten die Bernburger Goethe-Grundschüler am Mittwoch vergangener Woche noch mal einen Start - diesmal mit Erfolg. Imposante Bilder sind entstanden.

„Zwar hat die Frontkamera versagt, doch die Bodenkamera lieferte atemberaubende Bilder und Videos“, sagt Initiator Michael Hauser. Schulleiterin Silke Sielmon lobt die Hartnäckigkeit und den Idealismus des Vaters, dieses ganz besondere Schulprojekt knapp drei Wochen später ein zweites Mal in Angriff zu nehmen.

Schulleiterin Silke Sielmon freut sich

Gerade für die Viertklässler, die die Schule verlassen, sei es schön gewesen, den Erfolg des Unternehmens noch vor Beginn der Sommerferien miterleben zu dürfen.

Nach dem Start vom Schulhof zur Mittagszeit erfolgte die Landung drei Stunden später in einer Entfernung von rund 100 Kilometern - in Grimma bei Leipzig. „Dort hat ein Mitarbeiter der Haba-Beton GmbH Großsteinberg die Landung auf dem benachbarten Acker beobachtet und mich dann kurze Zeit später angerufen.

So konnte ich am nächsten Tag die Sonde in Empfang nehmen“, schildert Michael Hauser das diesmal glückliche Ende des Projekts „Am Rande des Weltalls“. Und noch größer war die Freude, als der Vater mit den Kindern am Donnerstag die Kameraaufnahmen auswertete.

Flug bis in die Stratosphäre

„Eine Höhe von 30 bis 32 Kilometern wurde unterwegs tatsächlich erreicht, bis der Ballon platzte und die Sonde am Fallschirm ihre Reise zurück auf die Erde antrat“, sagt Silke Sielmon. „Unsere Kinder haben damit erfahren, dass die Erde wirklich rund ist. Das Schwarz des Weltalls wurde sichtbar und die Erde erschien als Kugel“, berichtet die Schulleiterin über den Flug in die Stratosphäre, die zweite Schicht der Erdatmosphäre.

Sie beinhaltet Ozon, das die UV-Strahlung aus dem Sonnenlicht absorbiert und dabei dabei elektromagnetische Strahlung in Wärme umwandelt. Deshalb steigt die Temperatur im Bereich der Ozonschicht - 15 bis 25 Kilometer über dem Erdboden - je höher man kommt von rund minus 60 Grad Celsius bis auf knapp unter null Grad an.

Michael Hauser will Film zusammenstellen

Fragen über Fragen musste Michael Hauser den begeisterten Kindern beantworten. „Da fast sechs Stunden Filmmaterial zu sehen ist, wird nun ein kleiner Film zusammengestellt, den sich die Kinder zu Beginn des neuen Schuljahres ganz in Ruhe ansehen dürfen“, kündigt Silke Sielmon an. (mz)