Das Lohelandhaus

Das Lohelandhaus: Lebenswerk einer Gymnastiklehrerin

Magdalene Trenkel, Tochter des in Bernburg tätigen Gymnasialdirektors Prof. Paul Trenkel, gab nach Recherchen des Bernburgers Olaf Böhlk im Dezember 1919 in Weimar am dortigen Bauhaus wenige Monate nach dessen Gründung eine Vorführung ihres pädagogischen Könnens als Gymnastiklehrerin. Zu dieser Zeit unterrichtete die gebürtige Zerbsterin bereits in der thüringischen Stadt als selbstständige Pädagogin das Körperbildungskonzept ...

Magdalene Trenkel, Tochter des in Bernburg tätigen Gymnasialdirektors Prof. Paul Trenkel, gab nach Recherchen des Bernburgers Olaf Böhlk im Dezember 1919 in Weimar am dortigen Bauhaus wenige Monate nach dessen Gründung eine Vorführung ihres pädagogischen Könnens als Gymnastiklehrerin. Zu dieser Zeit unterrichtete die gebürtige Zerbsterin bereits in der thüringischen Stadt als selbstständige Pädagogin das Körperbildungskonzept „Loheland-Gymnastik“.

1923 bescheinigte Bauhaus-Direktor Walter Gropius der damals 29-Jährigen die „allgemeine Anerkennung der vorzüglichen Leistungen der Erziehungsmethode“. Noch im gleichen Jahr ging sie nach Bernburg und pachtete hier im Stadtpark für ihren Gymnastik-Unterricht den 1894 eröffneten Knabenhortgarten, der fortan Lohelandgarten hieß. Hier wurde 1935 das hölzerne Lohelandhaus gebaut, dessen Baustil sich an jenen der Loheland-Reformsiedlung bei Künzell (Hessen) orientierte.

Belegt ist, dass Magdalene Trenkel im Stadtpark mindestens bis in die 1960er Jahre Kurse für Kinder und Erwachsene mit Haltungsschäden gab. Ihr Sterbedatum ist bislang unbekannt. (tad)