Feuerwehr-Zeltlager

Zeltlager der Feuerwehren Westdorf, Drohndorf und Freckleben: Nachwuchs hat Spaß bei Disco und Orientierungslauf

Freckleben - Wie die fünf weißen Zelte da stehen, auf der Wiese direkt unter der Frecklebener Burg, das hat etwas von Ferienlager, von Abenteuer. Und genau das soll es auch. „Es soll locker und leger sein“, sagt Torsten Gessing, der stellvertretende Jugendwart der Frecklebener ...

Von Regine Lotzmann 17.06.2019, 11:56

Wie die fünf weißen Zelte da stehen, auf der Wiese direkt unter der Frecklebener Burg, das hat etwas von Ferienlager, von Abenteuer. Und genau das soll es auch. „Es soll locker und leger sein“, sagt Torsten Gessing, der stellvertretende Jugendwart der Frecklebener Feuerwehr.

Und Kevin Bierstedt, der Drohndorfer Jugendwart, bekräftigt: „Die Kinder der verschiedenen Ortsteile sollen sich untereinander kennenlernen und Spaß haben.“ Ein Zeltlager der Ascherslebener Jugendwehren gibt es deshalb in dieser Form zum ersten Mal.

„Dieses Jahr sind Westdorf, Drohndorf und Freckleben dabei“, zählt Bierstedt auf und meint: „Wenn es gut läuft, wollen wir das nächste Mal vergrößern.“ Für die 50 angehenden Feuerwehrleute haben sich die Organisatoren dann auch eine Menge ausgedacht.

Disco, Orientierungslauf und Freibad-Besuch stehen auf dem Programm

So gab es am ersten Abend eine Disco – kostenlos von einem Westdorfer Feuerwehrmann durchgeführt. Und gerade sammeln sich die Kinder und Jugendlichen, um auf einem Orientierungslauf rund um die Burg ihr Können auf spielerische Art zu beweisen.

Mit Hindernislauf, Ringleitung aufbauen und Wissenstest. Dass die Aufgaben der Feuerwehr Retten, Löschen, Bergen und Schützen ist, die jungen Leute wissen es aus dem Effeff. Und sollen dafür belohnt werden. „Heute Nachmittag“, verrät Bierstedt nämlich, „fahren wir ins Freibad - als Überraschung.“ Am Abend dann Freiluftkino und Nachtwanderung und am nächsten Tag die Siegerehrung.

„Und das alles ohne Technik, die meisten Kinder haben ihr Handy nämlich gar nicht dabei - sie sollen sich kennenlernen und etwas miteinander unternehmen und sich nicht schreiben“, sagt der Jugendwart. Und meint: „Das funktioniert sogar!“ Die Kinder würden sich finden, in ihrer Freizeit kegeln. „Ich bin beeindruckt, wie schnell die zusammenkommen“, sagt auch Torsten Gessing.

Am Abend gibt es Freiluftkino und anschließend eine Nachtwanderung

„So etwas unterstützen wir gern“, erklärt Annemarie Rockmann vom Heimatverein, der sich um die Erhaltung der Burganlagen kümmert. Für junge Leute würden sie eh sehr viel tun, dann auch noch für die Feuerwehr. „Und es ist einfach schön, wenn es hier oben Leben gibt“, sagt sie. So seien gerade nicht nur die jungen Feuerwehrleute im alten Gemäuer unterwegs, sondern auch acht Kunstmaler aus ganz Sachsen-Anhalt.

Die Bilder, die auf ihrer Tour entstehen, werden zum Tag des offenen Denkmals im September dann in Freckleben ausgestellt. „Das machen wir schon seit acht Jahren und immer ist es ein toller Erfolg.“

Beim Orientierungslauf wird nebenbei Müll gesammelt

Und auch der Feuerwehrnachwuchs tut gleich noch etwas Gutes: „Sie haben“, so Gessing, „auf ihrem Orientierungslauf einen blauen Sack dabei, und wenn sie unterwegs Müll finden, wird der gleich mitgenommen.“ So einen Saubertag veranstalten die Feuerwehrleute übrigens regelmäßig.

Einmal im Jahr würden sie ihren Umkreis komplett aufräumen, verraten etwa die Frecklebener. „Was dabei zusammenkommt“, sagt Jugendwart Markus Kühne verständnislos und zeigt Fotos von der diesjährigen Aktion: „Ein kompletter Pool, eine Couchgarnitur, Regenfass, Kühlschrank und Herd - ein ganzer großer Container voll ist das geworden.“

Die Feuerwehrmänner schütteln den Kopf. So etwas verstehen sie nicht. „Warum macht sich einer die Arbeit und fährt mit dem ganzen Müll in den Wald, wo der Sperrmüll doch kostenlos von der Haustür abgeholt wird?“, fragen sie. Zumal man auch noch mit deftigen Geldbußen rechnen muss, wird man erwischt dabei.

Nach dem Wissenstest gibt es Nudeln aus der Gulaschkanone der Drohndorfer Feuerwehr

Doch jetzt müssen sich die Kameraden um die erste der fünf Gruppen kümmern, die gerade an ihrer Station angekommen ist. Die Jungen und Mädchen bekommen den Wissenstest in die Hand gedrückt, den sie im Schatten sitzend ausfüllen. Welche Feuerwehren es gibt? „Freiwillige, Berufs-, Werks- und Pflichtfeuerwehr“, zählen sie auf und sind sich sicher, dass es stimmt.

Wenn sie den Parcours geschafft haben, gibt es oben auf der Burg leckere Nudeln mit Tomatensoße aus der Gulaschkanone der Drohndorfer Feuerwehr. Und danach wartet an diesem sehr heißen Tag die verdiente Erfrischung in den kühlen Fluten. (mz)