Geld aus dem Haushalt Aschersleben

Wunschzettel sind schon abgegeben

Ascherslebener Ortsteile können insgesamt 100.000 Euro ausgeben, um ihre Infrastruktur zu verbessern.

Aschersleben - Ein wenig erinnert es an die Zeit vor Weihnachten, wenn Wunschzettel geschrieben werden dürfen. Bis zum 31. März hatten die Ortschaften der Stadt Aschersleben Zeit, Vorschläge zur Verbesserung der Infrastruktur in ihren Orten zu machen und konkrete Maßnahmen aufzuführen. 100.000 Euro aus dem Haushalt der Stadt stehen dafür zur Verfügung.

Die Liste liegt nun vor und ist den Mitgliedern des Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschusses in ihrer Sitzung am Mittwoch erstmals vorgestellt worden. Was beim Durchsehen der Posten auffällt: Die Wünsche sind sicherlich größer als das, was am Ende aufgeschrieben wurde. Alle haben Augenmaß walten lassen - wohl wissend, dass 100.000 Euro bei elf Ortschaften nicht für den ganz großen Wurf reichen.

Frage nach dem Verteilermodus steht zur Debatte

Nicht ganz klar war der Verteilungsmodus, berichtete Frecklebens Ortsbürgermeister Frank Haensgen. Wer soll wie viel bekommen? Jeder die gleiche Summe oder soll nach Einwohnerzahl aufgeteilt werden? „Da hätte ich als Ortsbürgermeister der fast kleinsten Gemeinde was dagegen“, grätschte Ralf Klar sofort dazwischen, und eine Abstimmung ergab: Alle Ausschussmitglieder sind dafür, dass die Summe gerecht durch elf geteilt wird - also theoretisch jeder über die gleiche Summe verfügen kann.

Die Drohndorfer möchten ihr Dorfgemeinschaftshaus besser ausstatten und einiges dafür anschaffen: sechs Stehtische, zwei Sitzraufen, 22 Tische und 170 Stühle sowie eine Festzeltgarnitur mit Auflagen.

Welche Ortschaft schon Maßnahmen geplant hat

Auch den Frecklebenern liegen neue Sitzgelegenheiten für den Ort am Herzen, einschließlich einiger Abfallbehälter. Alternativ könnten sie sich eine zweite Wasserentnahmestelle auf dem Friedhof oder die Asphaltierung des letzten Teilstückes der Straße zur Burg vorstellen.

Der Ortschaftsrat Groß Schierstedt hat einen Beschluss darüber gefasst, was auf die Liste kommen soll: die Restfinanzierung in Höhe von gut 1.520 Euro für die Straßenlaterne am Schützenplatz, die Ausbesserung des maroden Fußweges auf dem Graben, eine Straßenlaterne am Schachtberg und eine Sitzbank.

Auch die Klein Schierstedter haben einen Beschluss gefasst und wünschen sich eine neue Spielschaukel für den Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus. Reparaturen und Instandsetzungen sind notwendig an der Auffahrt zum Friedhof sowie an der Böschung eines Durchlasses. Als notwendig angesehen werden außerdem die Beseitigung einer alten Klärgrube und zwei weitere Straßenlaternen.

Straßenbeleuchtung überall ein großes Thema

Straßenlaternen sind auch in Mehringen ein Thema. Diese fehlen Am Deibelsberg in Richtung Wohngebiet Am Bornetal. Neu Königsaue möchte das Geld für Malerarbeiten im Dorfgemeinschaftshaus ausgeben, auch das Parkett müsse abgeschliffen und versiegelt werden, hinzu kommt eine gewünschte Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. Auch die Schackenthaler nehmen die Straßenbeleuchtung in den Blick, möchten zwei Laternen am Fabrikhof erneuern und die Straßenbeleuchtung auf LED umstellen.

Die Westdorfer möchten mit ihrem Anteil Holzteile am Dachstuhl des Bürgerhauses mit einem neuen Schutzanstrich versehen, die Stahlbrücke am Festplatz mit neuen Blechen belegen und das Geländer reparieren. Außerdem soll der Korrosionsschutz an der Brücke über den Mühlgraben Am Anger ergänzt werden. Wichtig ist den Westdorfern auch eine Straßenlampe am Durchgang von der Straße zum Einetal zum Wohngebiet.

Wilsleben würde gern den Fußweg Unterdorf sanieren, Winningen an der malermäßigen Instandsetzung des Dorfgemeinschaftshauses arbeiten und Schackstedt möchte Parkbänke, zwei überdachte Sitzgruppen, Bierzeltgarnituren und Zubehör anschaffen. Auch der Betonfußboden vor dem Dorfgemeinschaftshaus braucht eine Reparatur.

Stadtrat Steffen Amme wollte wissen, ob alle Anträge förderfähig seien - schließlich geht es um Infrastruktur und er sei sich nicht sicher, ob Stühle und Tische dazugehören. Die Stadt werde den Begriff etwas weiter auslegen, so Bauamtsleiterin Petra Wölfli. Wenn die Liste voraussichtlich im Mai beschlossen ist, wird die Verwaltung Angebote einholen und die Maßnahmen umsetzen. (mz/gin)