Winterdienst

Winterdienst im Raum Aschersleben: Bauwirtschaftshof der Stadtverwaltung ist vorbereitet

Aschersleben - Am Dienstagnachmittag hat Petrus die ersten Flocken zur Erde geschickt. Somit kündigt sich nach einem viel zu warmen Herbst für die Region um Aschersleben nun doch der Winter an. Der erste Schnee kann beim Ascherslebener Bauwirtschaftshof niemanden ...

Von Harald Vopel und Katharina Thormann 21.11.2018, 11:56

Am Dienstagnachmittag hat Petrus die ersten Flocken zur Erde geschickt. Somit kündigt sich nach einem viel zu warmen Herbst für die Region um Aschersleben nun doch der Winter an. Der erste Schnee kann beim Ascherslebener Bauwirtschaftshof niemanden überraschen.

„Kein Problem, wir sind vorbereitet“, sagt dessen Chef André Könnecke. Bis zum 16. November habe man alle nötigen Vorbereitungen abgeschlossen. Die Fahrzeuge seien einsatzbereit, das Streugut gebunkert: 150 Tonnen Sand, 50 Tonnen Salz im Silo, dazu mehrere Big Bags und 60 Tonnen Splitt.

In Aschersleben stehen 38 Behälter mit Streusand

Außerdem sind 38 Streugutbehälter in der Stadt verteilt worden. Und auch die Mitarbeiter wissen, was sie im Ernstfall zu tun haben. Die Einsatzpläne sind geschrieben, so Könnecke.

Kommt der Schnee, können vier Großräumfahrzeuge ausrücken. Außerdem sieben kleinere, mit denen vorwiegend Fußwege und Plätze freigeräumt werden. Und fünf sogenannte Hand-Trupps sind dann ebenfalls mit Schippe, Besen und Schneeschieber unterwegs, um beispielsweise öffentliche Treppen freizuhalten und Fußwege zu streuen.

In den Ascherslebener Ortsteilen liegt die Zuständigkeit für die Winterzeit in den Händen der Gemeindearbeiter. Die habe man mit der nötigen Technik ausgestattet, erklärt der Chef des Bauwirtschaftshofes. Das habe in der jüngeren Vergangenheit auch geklappt, spricht er aus Erfahrung. Fällt mal mehr Schnee als gewöhnlich, dann rücken auch Großräumfahrzeuge in den Ortschaften an, nachdem die in der Kernstadt ihre Arbeit erledigt hätten.

Gemeindearbeiter sind zuständig für Winterdienst in Ortsteilen

Dort wird im Fall der Fälle eine Prioritätenliste der zu räumenden Straßen abgearbeitet. Die Liste gibt das städtische Ordnungsamt vor, erklärt Könnecke. Zu einer der Straßen, die unter besonderer Beobachtung stehen, gehöre der Mühlberg nach Westdorf. Dort sei es meist sehr glatt - auch wenn sich der Schneefall in Grenzen halte.

Und auch der Querweg auf der Herrenbreite zwischen Post und Bahnhof könne sehr schnell zur gefährlichen Eispiste werden. Beim Bauwirtschaftshof wartet man in den nächsten Wochen allerdings nicht nur auf den Winter. Andere Arbeiten müssten ebenfalls erledigt werden. Dazu gehöre der Baumschnitt, der im Winter nur bei Wetterlagen unterbrochen werde, die die Sicherheit der Mitarbeiter gefährden, erklärt André Könnecke.

Kreiswirtschaftsbetriebschef zuständig für 364 Kilometer Kreisstraßen

Genug hätten auch die Mitarbeiter des Kreiswirtschaftsbetriebes zu tun. Doch auch für sie heißt es in den kommenden Tagen: Streuen! Bereits am Sonntag haben sie laut Kreiswirtschaftsbetriebschef Ralf Felgenträger ihre ersten Erkundungsfahrten unternommen. Immerhin müssen 364 Kilometer Kreisstraßen des Salzlandkreises nach dem Schneefall geräumt und anschließend gestreut werden.

Auch dafür sind die Schichtpläne für die 20 Mitarbeiter längst geschrieben. Sie werden im 10-Stunden-Dienst unterwegs sein, so Felgenträger. Im Fall von großen Schneemassen müssten sogar einige Mitarbeiter der Abfallentsorgung auf die Räumfahrzeuge umsteigen. In dem Fuhrpark sind in diesem Jahr zwei Geräte ausgetauscht worden.

„Wir können nicht an allen Stellen gleichzeitig sein“

„Wir haben ein neues Fahrzeug und einen neuen Schieber angeschafft“, so der Kreiswirtschaftsbetriebschef. Trotz der Investition hofft auch Felgenträger vor allem aus betriebswirtschaftlichen Gründen, wie er sagt, dass es der Winter gut mit der Region meint und die großen Massen an Schnee ausbleiben.

Falls es wider Erwarten anders kommt, kann Felgenträger nur nochmals an alle Autofahrer appellieren, vorsichtig auf den Straßen der Region unterwegs zu sein: „Wir können nicht an allen Stellen gleichzeitig sein.“

Straßenmeisterei Atzendorf zuständig für Bundes- und Landesstraßen

Während sich der Ascherslebener Bauwirtschaftshof um die Beräumung der innerörtlichen Straßen in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen und der Kreiswirtschaftsbetrieb um die Kreisstraßen kümmert, ist die Straßenmeisterei Atzendorf in der Region für die Bundes- und Landesstraßen zuständig.

Auch dort sei man auf den Winter vorbereitet, erklärt Regionalbereichsleiter Stefan Hörold von der Landesstraßenbaubehörde. Dort dauere die Winderdienst-Saison vom 1. November bis zum 31. März.

Der Plan sieht vor, dass bei einem Wintereinbruch mit Schnee und Eis die Fahrzeuge des Winterdienstes der Straßenmeisterei den Tourenplan innerhalb von drei Stunden abarbeiten. Wenn nötig, werden anschließend weitere Runden gefahren, so Hörold. Und zwar täglich in der Zeit von 3 Uhr morgens bis 22 Uhr.

Auf den Autobahnabschnitten im Bedarfsfall auch rund um die Uhr. Übrigens wird dabei die Bundesstraße 6 in Sachen Winterdienst bereits jetzt wie eine Autobahn behandelt, bestätigt Hörold. (mz)