Handball

Warum es für den HCA in Aue unorthodox wird

In der Mitteldeutschen Oberliga Handball kämpft Aschersleben um den Klassenerhalt und ist am Sonntagnachmittag gefordert.

Von Detlef Liedmann 13.05.2022, 09:00
Dmitry Filippov (rechts), Martin Wartmann und die anderen Ascherslebener wollen Sonntag in Aue jubeln.
Dmitry Filippov (rechts), Martin Wartmann und die anderen Ascherslebener wollen Sonntag in Aue jubeln. Foto: Thomas Tobis

Aschersleben/MZ - Das für den HCA spielfreie Wochenende in der Abstiegsrunde der Mitteldeutschen Oberliga verlief jetzt nicht unbedingt nach dem Geschmack der Ascherslebener Handballer. Denn durch die Siege von Aues Zweiter in Plauen und Sonnebergs gegen die Reserve des HC Elbflorenz ist das Feld noch dichter zusammengerückt. Zwischen Platz elf (Piesteritz, 7:7) sowie 15 (Sonneberg, 6:10) liegt ein Punkt.

Alligatoren sind Zwölfter

Mittendrin die Alligatoren mit 7:7 Zählern als Zwölfter, aber einem Spiel weniger als Plauen (13.), Aue (14.) und Sonneberg. Am Sonntag nun müssen die Schützlinge von Dmitry Filippov und seines Co Martin Wartmann bei der Zweiten des EHV Aue antreten. Anwurf ist 16.30 Uhr in der Erzgebirgshalle Lößnitz. In Aue kämpfen sie gleich an zwei Fronten um den Klassenerhalt. Denn auch die Erste des EHV steht in der 2. Bundesliga auf einem Abstiegsplatz. Und weil die am Samstagabend auswärts spielt, findet die Partie der Zweiten am späten Sonntagnachmittag statt, um eventuell auf ein paar Verstärkungen zurückgreifen zu können. Erst die letzten beiden Spieltage der Abstiegsrunde werden am 11. und 18. Juni (jeweils Samstag) parallel zur gleichen Anwurfzeit (19 Uhr) ausgetragen, um möglichen Mauscheleien einen Riegel vorzuschieben. Doch das ist Zukunftsmusik. Jetzt steht erst einmal Aue im Fokus.

Wir brauchen zwei Punkte. Das muss man ganz klar sagen.

Martin Wartmann, Co-Trainer HC Aschersleben.

„Wir wollen zwei Punkte, wir brauchen zwei Punkte. Das muss man ganz klar sagen“, so Co-Trainer Martin Wartmann. Aue beschreibt er als junge, dynamische Mannschaft mit sehr offensiver Deckung. „Ich habe mir die Videos von den jüngsten Spielen angeschaut. Das ist schon sehr unorthodox.“ Kadertechnisch könne er noch nicht viel sagen. Stefan Hasselbusch werde in jedem Fall fehlen. Alles andere werde sich zeigen. „Ein Sieg wäre schon gut. Dann hätten wir vier Punkte aus zwei Auswärtsspielen geholt und nächste Woche sind wir ja zu Hause“, so Wartmann. Dann auch am Sonntag, 22. Mai, 16 Uhr, gegen Bad Blankenburg. Das Spiel sollte eigentlich am Samstag, 21. Mai, 18 Uhr, stattfinden, ist aber um einen Tag verlegt worden. Da hat Wartmann keine Sorge, dass die Mannschaft von den Fans unterstützt wird. „Wer uns aber an diesem Sonntag im Bus nach Aue begleiten will, ist gern gesehen“, sagt er.

Blicke auch in andere Hallen

Ganz nebenbei richten sich die Blicke der Ascherslebener an diesem Wochenende auch nach Wittenberg und Bad Blankenburg. In der Wittenberger Stadthalle trifft Grün-Weiß Piesteritz am Samstag auf die Zweite des HC Elbflorenz. Auch die Dresdner kämpfen, wie Aue, mit ihrer ersten Mannschaft um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Und in Bad Blankenburg spielt der HSV am Sonntag gegen den HC Einheit Plauen.