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Verschönerungsverein in AscherslebenVerschönerungsverein in Aschersleben: Burgwärterhäuschen strahlt in alter neuer Fachwerk-Schönheit

aschersleben/MZ - Die erste Etappe ist geschafft: Das Burgwärterhäuschen auf dem Gelände des Aschersleber Zoos, im Volksmund oft „Hexenhäuschen“ genannt, strahlt nun wieder in alter neuer Fachwerk-Schönheit. Der Verschönerungsverein hat damit sein Versprechen eingelöst, den ersten Teil des Projektes bis Ostern abzuschließen. Mit Hilfe der Tischlerei Goebel, der Malerfirma Ascania und des Bauwirtschaftshofes ist das markante kleine Gebäude nun auch äußerlich wieder richtig schmuck geworden. Die zurückhaltende Farbgebung war ein Vorschlag des Restauratorenkollegiums Blankenburg. Finanziert wurde dieser erste Teil der Arbeiten aus Vereinsmitteln, so der Vereinsvorsitzende Jürgen ...

Von Kerstin Beier 22.04.2014, 14:56

Die erste Etappe ist geschafft: Das Burgwärterhäuschen auf dem Gelände des Aschersleber Zoos, im Volksmund oft „Hexenhäuschen“ genannt, strahlt nun wieder in alter neuer Fachwerk-Schönheit. Der Verschönerungsverein hat damit sein Versprechen eingelöst, den ersten Teil des Projektes bis Ostern abzuschließen. Mit Hilfe der Tischlerei Goebel, der Malerfirma Ascania und des Bauwirtschaftshofes ist das markante kleine Gebäude nun auch äußerlich wieder richtig schmuck geworden. Die zurückhaltende Farbgebung war ein Vorschlag des Restauratorenkollegiums Blankenburg. Finanziert wurde dieser erste Teil der Arbeiten aus Vereinsmitteln, so der Vereinsvorsitzende Jürgen Heidenreich.

Brunnen soll stärker in Blickpunkt rücken

Für die nächsten beiden Abschnitte sind Fördermittelanträge an die Lotto-Toto-Gesellschaft gestellt worden. So soll der kleine Jugendstilbrunnen in der unmittelbaren Nachbarschaft des Hauses restauriert und versetzt werden. Die Vereinsmitglieder möchten den Brunnen wieder stärker in den Blickpunkt rücken - an der Hinterfront des Burgwärterhäuschens fällt er kaum noch auf, weil sich die Wegebeziehungen und Sichtachsen über die Jahrzehnte verändert haben. Doch bisher hat der Denkmalschutz sein Okay zum Unzug des Brunnens noch nicht gegeben. „Wir sind noch in Gesprächen“, drückt es Heidenreich diplomatisch aus und hofft, dass der Verein das Kapitel Brunnen noch in diesem Jahr abschließen kann. „Denn auch das Umfeld des Häuschens wollen wir vor Einbruch des Winters noch ansprechend gestalten“, sagt André Könnecke, der für dieses Projekt den Hut auf hat. Eine Sitzgruppe im Schatten eines Baumes soll zum Verweilen einladen, auch ein Hinweis auf die von der Initiativgruppe Bau- und Stadtgeschichte erarbeitete Ausstellung im Inneren des Burgwärterhäuschens fehlt bisher noch.

Aus Gesprächen weiß er, dass vielen Ascherslebern der Erhalt des Häuschens sehr am Herzen liegt. Und es sei schade, dass der Brunnen ein regelrechtes Schattendasein führt. Die Gesamtkosten für Burgwärterhäuschen, Brunnen und Umfeldgestaltung liegen laut Heidenreich bei 20 000 Euro. „Wir haben zwar Fördermittel beantragt, freuen uns aber trotzdem, wenn Aschersleber Bürger das Projekt unterstützen. Sei es durch Spenden oder auch durch eine Mitgliedschaft bei uns“, so Heidenreich.

72 Mitglieder

Aktuell besteht der Verschönerungsverein, der im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2010 in Aschersleben wiedergegründet wurde, aus 72 Mitgliedern. „Neben der Pflege und Erhaltung von Anlagen wie zum Beispiel des Rosariums wollen wir den Fokus unserer Arbeit auch auf die Gestaltung legen, so wie das unsere Altvorderen schon getan haben“, so André Könnecke. Er erinnert an die umfangreichen Pflanzungen Auf der Alten Burg, die dem Gelände erst sein heutiges Aussehen gegeben haben.