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Umgestaltung der Bestehornhöhe

Umgestaltung der Bestehornhöhe: Schönheitskur für einen Stein geplant

Aschersleben - Geduld und einen langen Atem haben die Mitglieder des Verschönerungsvereins Aschersleben aufgebracht, um in den vergangenen Jahren ihre lokal benachbarten Projekte zur Sanierung des „Burgwärterhäuschens“ und des „Jugendstilbrunnens“ im Ascherslebener Zoo zu vollenden. Am 1. Mai soll das Gesamtensemble übergeben ...

Von Harald Vopel 11.04.2016, 15:43

Geduld und einen langen Atem haben die Mitglieder des Verschönerungsvereins Aschersleben aufgebracht, um in den vergangenen Jahren ihre lokal benachbarten Projekte zur Sanierung des „Burgwärterhäuschens“ und des „Jugendstilbrunnens“ im Ascherslebener Zoo zu vollenden. Am 1. Mai soll das Gesamtensemble übergeben werden.

Inzwischen steht fest - es wird ein neues Projekt geben. Die Vorbereitungen laufen bereits und im Sommer soll es mit den handfesten Arbeiten losgehen. Das verkündete der stellvertretende Vorsitzende des Verschönerungsvereins, André Könnecke, während der jüngsten Jahreshauptversammlung. Dabei soll die sogenannte Bestehornhöhe, die eher unscheinbar und versteckt als Wäldchen zwischen Birkenweg und Goetheblick liegt, neu gestaltet und wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Aufmerksamen Spaziergängern fällt dort auch der „Bestehornstein“ auf, der in einem eher verwilderten Umfeld steht.

In den Jahren 1909/1910 hatte der ehemalige Verschönerungsverein, der Vorgänger des heutigen Vereins, mit der Aufforstung des Geländes am sogenannten Naryberg begonnen. Vier Jahre später erhielt das Gebiet den Namen Bestehornhöhe. Benannt nach dem Mitbegründer und Sponsor des ersten Ascherslebener Verschönerungsvereins, Richard Bestehorn. Die Pflanzungen von Kiefern, Buchen und Birken wurde bis in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts fortgesetzt.

Einige Veränderungen geplant

Um die Bestehornhöhe mit dem Bestehornstein landschaftsgärtnerisch wieder aufzuwerten, hat der Verein die Berliner Landschaftsarchitektin Katarina Baumgart mit der konzeptionellen Planung beauftragt. Unter anderem soll der Bestehornstein saniert und neu beschriftet werden. Der Baum- und Strauchbestand im Umfeld soll ausgelichtet und von Unrat befreit werden. Außerdem sollen Blütensträucher und einzelne Koniferen nachgepflanzt werden. Und für müde Spaziergängerbeine soll gegenüber dem Bestehornstein eine Bank aufgestellt werden.

Zum Projekt gehören außerdem die Weiterführung eines Weges, die dafür notwendige Rodung von Buschwerk, die Aufstellung eines Abfallbehälters, das Anlegen einer Randbepflanzung und die Installation einer Informationstafel. Weiterhin ist geplant, Rasenflächen am Bestehornstein und am Birkenweg mit Schneeglöckchen, Krokussen, Cilla und Wildtulpen zu bepflanzen.

Die Bestehornhöhe mit dem Bestehornstein bot früher als Aussichtspunkt eine freien Blick in Richtung Stephanikirche. Diese Blickachse will der Verschönerungsverein wieder herstellen. Dafür müssten allerdings einige Kiefern gefällt werden, heißt es in der Projektbeschreibung. Die Finanzierung soll zum Großteil aus dem sogenannten Leader-Förderprogramm bestritten werden, erklärte André Könnecke. Die Bewilligung werde in den nächsten Wochen erwartet. (mz)