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Tag der VereineTag der Vereine: Kein Dornröschenschlaf

Aschersleben - Das Rosenfest, die Rose Aschersleben, das Rosarium selbst, das Burgwärterhäuschen im Zoo, aber auch der verwunschene Jugendstilbrunnen hinter diesem Häuschen wären längst noch im Dornröschenschlaf oder es würde sie so noch gar nicht geben, wenn sich nicht der Ascherslebener Verschönerungsverein darum kümmern würde. Die Vereinsmitglieder haben es sich auf die Fahnen geschrieben, schöne Dinge für die Stadt zu erhalten oder gar neue ...

Von Marion Pocklitz 18.09.2014, 17:16

Das Rosenfest, die Rose Aschersleben, das Rosarium selbst, das Burgwärterhäuschen im Zoo, aber auch der verwunschene Jugendstilbrunnen hinter diesem Häuschen wären längst noch im Dornröschenschlaf oder es würde sie so noch gar nicht geben, wenn sich nicht der Ascherslebener Verschönerungsverein darum kümmern würde. Die Vereinsmitglieder haben es sich auf die Fahnen geschrieben, schöne Dinge für die Stadt zu erhalten oder gar neue aufzutun.

Dabei gibt es solch einen Verschönerungsverein nicht das erste Mal. Bereits im Mai 1889 wurde dieser schon einmal gegründet. Über 500 Männer schlossen sich dem Verein damals an. Auch sie hatten es sich auf die Fahnen geschrieben, die Stadt sowie ihre Burg- und Parkanlagen zu verschönern. Allerdings „schlief“ der Verein nach langer ehrenamtlicher Arbeit wieder ein.

Zur Landesgartenschau im Jahr 2010 gründete sich 2007 dann ein Förderverein, der sich genau diese Dinge wieder zu eigen machte. Als die Laga vorbei war und die Mitglieder aber noch jede Menge Energie hatten und deshalb noch viele Projekte in Angriff nehmen wollten, wurde entschieden, den Förderverein umzubenennen und damit den Verschönerungsverein neu zu gründen. Um so in vergangene Fußstapfen zu treten und diese wieder auszufüllen. „Wir sind motiviert und engagiert. Warum soll man dann aufhören? Außerdem ist mit den angefangenen Projekten noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht“, erklärt die Pressesprecherin des Vereins, Sigrun Ponikelsky.

Durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Zoo-Förderverein und dem Bauwirtschaftshof wird das Rosarium, aber auch das Burgwärterhäuschen nie wieder in den Dornröschenschlaf fallen. Das Rosenfest sowie die Ausstellung über die Zoo-Geschichte in dem Hexenhäuschen - so wird das Burgwärterhäuschen gern im Volksmund genannt - helfen dabei. Nun soll der Jugendstilbrunnen ebenfalls aus dem Tiefschlaf erwachen und umgesetzt werden. „Brunnen und Häuschen sollen ein Ensemble bilden, wo Zoobesucher gern verweilen“, verrät sie. Doch einige Hürden, zum Beispiel mit der unteren Denkmalbehörde, sind dafür noch zu nehmen. Auch eine Patenschaft für das Grab von Karl König, dem damaligen Vorsitzenden des Verschönerungsvereins, haben die 74 Mitglieder übernommen.

Zum Tag der Vereine wird der Verschönerungsverein im Rondell von 13 bis 16 Uhr zu finden sein. Dort gibt es nicht nur die Möglichkeit, mit den Mitgliedern ins Gespräch zu kommen, sondern auch sich über aktuelle Projekte zu informieren. Übrigens, neue Mitglieder werden ständig gesucht.

Der Verschönerungsverein hat fünf Vorstandsmitglieder. Das sind der Vorsitzende Jürgen Heidenreich, Stellvertreter André Könnecke, Schatzmeisterin Angelika Schulze, Schriftführerin Ramona Friese und Sigrun Ponikelsky. (mz)