Sommerpflanzen in der Stadt

Sommerpflanzen in der Stadt: Jetzt sind die fleißigen Lieschen dran

aschersleben - Frühblüher haben ausgedient, jetzt sind die Fleißigen Lieschen dran.

Von Kerstin Beier 31.05.2017, 09:55

Für Edith Frommann, Simone Brandt und Praktikantin Cindy Koennecke hat der Arbeitstag am Dienstag in aller Herrgottsfrühe begonnen. Aus reinem Selbstschutz. Denn sie und fünf weitere Kollegen vom Bauwirtschaftshof sind im Moment dabei, die Sommerpflanzen in die Erde zu bringen.

Bei brütender Hitze ist es für sie und auch für die Pflanzen besser, wenn die Frauen schon morgens um 4 Uhr anfangen.

Bis zum Pfingstfest soll alles fertig sein

Bis zum Freitag, wenn das Pfingstfest beginnt, soll alles fertig sein. Schon jetzt ist zu sehen, dass die Flächen auf der Herrenbreite, am Kuntzebrunnen und in der Innenstadt auch in diesem Jahr wieder farbenfroh mit vielen Blumensorten gestaltet werden.

Berufsbedingt mag Edith Frommann fast alle der Blumen, die sie auf der Herrenbreite gerade pflanzt. Und doch gibt es immer wieder Favoriten wie die herrlich und in vielen Farben aufblühenden Gazanien, auch als Mittagsgold bekannt.

Sie befinden sich in guter Gesellschaft mit Fleißigem Lieschen, Fuchsschwanz, Husarenknöpfchen, Buntnessel, Löwenmäulchen, Salvien, Spinnenblume und vielem mehr.

Eine lange Liste von Blumensorten wird abgearbeitet

Auch Christoph Francke von der Aschersleber Kulturanstalt, der die Flächen direkt am Bestehornhaus und am Zoo bestückt, spricht von einer langen Liste unterschiedlicher Blumensorten.

Allein die Mitarbeiter der Aka bringen in diesem Jahr 7.000 Sommerblüher in die Erde. Das sind mehr als bei den Frühblühern, „aber die erfreuen uns ja immer recht kurz. Deshalb haben wir uns da ein wenig eingeschränkt“.

Etwas sparsamer agiert auch der Bauwirtschaftshof. „Aus finanziellen Gründen haben wir die Stückzahl ein bisschen reduziert“, sagt Holger Dietrich, Bereichsleiter beim Bauwirtschaftshof. Dies werde man aber kaum merken, weil die Pflanzen auf allen gewohnten Flächen verteilt werden. Da bleibt nichts unbepflanzt.

Eisheilige und Gildefest wurde noch abgewartet

Überdies sind die Mitarbeiter diesmal ein wenig später dran als gewöhnlich. Geschuldet sei das dem kalten Frühjahr. „Wir hatten Respekt vor den Eisheiligen und wollten auch erst das Gildefest abwarten, ehe wir beginnen“, sagt Dietrich.

Neben den Mitarbeiterinnen des Bauwirtschaftshofes arbeitet die Praktikantin Cindy Koennecke. Sie wird im Herbst eine Ausbildung zur Garten- und Landschaftsgärtnerin im Bauwirtschaftshof beginnen.

Nach ersten Erfahrungen als Verkäuferin und einem dreimonatigen Praktikum im Bauwirtschaftshof weiß die 22-Jährige: Das ist es. Ihr gefällt vor allem die Teamarbeit. Und außerdem: „Man ist immer draußen und vor allem sind die Kollegen sehr nett. Wir können uns gegenseitig zum Lachen bringen.“

Auch die erfahrenen Kolleginnen sind des Lobes voll. „Cindy wusste von Anfang an, was sie machen soll“, sagt Simone Brandt. Unterstützt werden die Blumenfrauen von den Mitarbeitern der Lebenshilfe, die unter anderem den Rasen pflegen, Unkraut jäten und die frischen Pflanzen bewässern. „Ohne sie würde es gar nicht so gehen“, sagt Edith Frommann. (mz)