Saisonstart

Saisonstart: Was Kunden auf dem Grünen Markt erwartet

Aschersleben - Zur Saisoneröffnung am Sonnabend begrüßen unter anderem der Ascherslebener Imker Steffen Brunkau, die Bäckerei Lederbogen aus Cörmigk, ein Fischhändler aus Walbeck sowie der Ziegenhof Warnke die Kunden.

Von Kerstin Beier

Wer sich am Sonnabend noch mit frischen und regionalen Lebensmitteln für den Ostertisch eindecken möchte, der kann von 9 bis 13 Uhr auf den Ascherslebener Holzmarkt kommen. Am 3. April startet der Grüne Markt in die neue Saison.

14 Händler haben ihr Kommen zum Auftakt zugesagt, „und das freut uns sehr“, sagt Citymanager Frank Fischer. Er organisiert den Grünen Markt im Auftrag der Kaufmannsgilde seit 2017 und hat auch weniger rosige Zeiten erlebt.

Nach einem fulminanten Start der Idee, die Innenstadt sonnabends zu beleben, war die dritte Auflage im Juni 2017 beinahe vollständig ins Wasser gefallen. „Mit drei Händlern habe ich bei elf Grad und Nieselregen ausgeharrt“, nachdem tags zuvor von acht Anbietern fünf abgesagt hatten.

Die rund 20 Händler sind zu einer kleinen Gemeinschaft zusammengewachsen

Danach habe er sich gesagt, es könne nun nur noch besser werden. Der lange Atem hat sich inzwischen ausgezahlt, der Markt wird getragen von einer Gruppe aus etwa 20 Händlern, die zu einer regelrechten Marktgemeinschaft zusammengewachsen sind.

Meist sind es zwischen zehn und zwölf regionale Anbieter, die ihre Wagen und Stände auf dem Holzmarkt aufschlagen.

Der Platz wurde bewusst gewählt als Schnittpunkt der Einkaufsstraßen. Die Kunden sollen angeregt werden, so die Idee, das Einkaufserlebnis anschließend in den Geschäften fortzusetzen. Viel mehr als 14 Händler finden auf dem kleinen Areal rund um das Holzmarktmännchen gerade so Platz.

Doch auf andere Flächen ausweichen möchte die Kaufmannsgilde ganz bewusst nicht, um die zentrale Lage beizubehalten.

Imker, Bäckerei, Fischhändler und Ziegenhof bieten ihre Produkte an

Zur Saisoneröffnung am Sonnabend begrüßen unter anderem der Ascherslebener Imker Steffen Brunkau, die Bäckerei Lederbogen aus Cörmigk, ein Fischhändler aus Walbeck sowie der Ziegenhof Warnke die Kunden.

„Es war uns von Anfang an wichtig, alles anzubieten, was zum typischen Wochenendeinkauf gehört. Vom Brot über Wurst und Fleisch bis hin zu Fisch und Brotaufstrichen“, sagt Fischer.

Froh sei er aber auch über Anbieter exotischerer Produkte wie zum Beispiel von der Straußenfarm in Klein Rosenburg. Diese gehört inzwischen auch zum „Stammpersonal“.

Neue Ideen, das Angebot auszuweiten, gibt es auch schon. Frank Fischer weiß, dass der Termin am Sonnabendvormittag insbesondere für Familien mit Kindern nicht günstig ist.

Gibt es Bedarf für einen Markt am späten Freitagnachmittag?

Deshalb werde geprüft ob es möglich ist, zusätzlich an einem Freitag im Monat mit der gleichen Händlermannschaft ein weiteres Marktangebot zu etablieren - möglichst am späten Nachmittag oder frühen Abend, um Berufstätigen entgegenzukommen.

Eine zweite Idee hat das Coronavirus erst einmal ausgebremst. Gemeinsam mit dem Grauen Hof soll eine Art „moderiertes Frühstück“ veranstaltet werden. Dieses bietet die Möglichkeit, die angebotenen Produkte gegen einen kleinen Obolus zu verkosten und zu besprechen.

Stadtsprecherin Annett Krake ist begeistert von der Idee, weil hier zwei Trends perfekt verbunden würden: selbst zu kochen und regional einzukaufen. Nächste Markttermine sind der 8. Mai, der 5. Juni, der 3. Juli, der 7. August, der 4. September und der 2. Oktober. (mz)