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Rosenfest AscherslebenRosenfest Aschersleben: Im Zeichen der Rose

Aschersleben/MZ - Das Rosenfest, die kleine Gartenschau? Das Gefühl ist dasselbe wie 2010. Unbeschwert. Heiter. Schon mit Toröffnung herrscht an den Kassen Hochbetrieb. Hunderte Besucher - Klein und Groß, Alt und Jung - beleben Stadtpark und Rosarium an diesem Sonntag, dem bundesweiten Tag der Gärten und Parks. Verschönerungsverein und Aschersleber Kulturanstalt widmen ihn zum zweiten Mal der Königin der Blumen, der Rose - mit Rosenführung, Rosenverkauf, einem unterhaltsamen (rosigen) Programm und regionalem ...

Von Susanne Thon 10.06.2013, 17:20

Das Rosenfest, die kleine Gartenschau? Das Gefühl ist dasselbe wie 2010. Unbeschwert. Heiter. Schon mit Toröffnung herrscht an den Kassen Hochbetrieb. Hunderte Besucher - Klein und Groß, Alt und Jung - beleben Stadtpark und Rosarium an diesem Sonntag, dem bundesweiten Tag der Gärten und Parks. Verschönerungsverein und Aschersleber Kulturanstalt widmen ihn zum zweiten Mal der Königin der Blumen, der Rose - mit Rosenführung, Rosenverkauf, einem unterhaltsamen (rosigen) Programm und regionalem Markttreiben.

„Das ist alles pflanzlich. Keine Chemie. Dem haben wir uns verschrieben.“ Martin legt gerade erst richtig los. „Wie wär’s mit dem Gute-Nacht-Tee? Der wirkt beruhigend. Oder hier: Unser Haustee. Da brauchen sie keinen Zucker, der ist einfach lecker.“ Selbstbewusst preist der 13-Jährige die Produkte aus dem Familienunternehmen, der Dr. Junghanns GmbH in Groß Schierstedt, an. Um sich „ein bisschen Taschengeld dazuzuverdienen“, lacht der selbst ernannte Junior-Geschäftsführer und wendet sich direkt dem nächsten Kunden zu: „Wollen Sie mal riechen?“

Um Düfte geht es auch am Kreativstand des Verschönerungsvereins. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, Seifen herzustellen - Ringelblumen- und Rosenseife - und eine hübsche Verpackung zu basteln. „Das Grundrezept ist immer dasselbe“, erklärt Saskia Albrecht, „man braucht Seifenflocken, Tee und Sonnenblumenöl. Ein bisschen Duftöl kann man auch dazugeben.“ Sie und Paul Richter gehören dem Verein zwar nicht an, unterstützen ihn aber tatkräftig.

Die Bigband erfüllt derweil den Platz mit beschwingten Klängen. Eine der Musikerinnen ist Maria; und Oma Monika Weimer mächtig stolz auf die junge Klarinettistin. Im Schatten der urigen Bäume hat sich die Ascherslebenerin ein lauschiges Plätzchen gesucht, genießt das Konzert, ein Stück Torte - rosig verziert -, und die Locker-vom-Hocker-Stimmung. „Die haben sich alle doll Mühe gegeben“, sagt Weimer, „nach dem gruseligen Grau geht hier die Sonne auf“. Und auch Ellen Hiltscher aus Staßfurt ist ganz angetan vom Rosenfest und dem zauberhaften Park-Ambiente.

„Das passt hier alles so schön zusammen.“ Sie und ihre Familie sind bei einem Zoobesuch am Sonnabend rein zufällig aufmerksam geworden auf die bevorstehende Veranstaltung im Stadtpark. „Für jeden ist etwas dabei“, findet Hiltscher und richtet ihren Blick wieder zur Bühne, vor der ihre Töchter sitzen und auf der die Mitglieder der Theater-AG der Grundschule Pfeilergraben gerade ein mit viel Liebe und Fleiß einstudiertes Märchen aufführen: „Schneeweißchen und Rosenrot“. Und später soll auch noch „Black Eye“ spielen, die beliebte Folkgruppe aus Aschersleben um Wolfgang Hornbogen. Doch nicht nur all das sorgt für Freude. Auch die Besucherzahlen können sich sehen lassen: 1 200 stehen am Abend unterm Strich. Neuer Rekord! Ein Erfolg, der neben den Akteuren in erster Linie Ramona Friese, Ines Richter, Sigrun Ponikelsky und René Walther zuzuschreiben ist. Die vier Mitglieder des Verschönerungsvereins haben das Rosenfest federführend organisiert. Beim Aufbau gab es auch Unterstützung von der Jugendfeuerwehr Aschersleben.