Pflanzungen in Aschersleben

Pflanzungen in Aschersleben: Neue Blumen im Auftrag der Kulturanstalt

Aschersleben - Pünktlich vor dem Frühlingsanfang wird auch die Stadt wieder bunt. Denn seit Dienstag pflanzen Mitarbeiter des Bauwirtschaftshofes allein auf der Herrenbreite 7.850 Frühjahrsblüher. Das geschieht im Auftrag der Aschersleber ...

Von Marion Pocklitz 09.03.2016, 15:57

Pünktlich vor dem Frühlingsanfang wird auch die Stadt wieder bunt. Denn seit Dienstag pflanzen Mitarbeiter des Bauwirtschaftshofes allein auf der Herrenbreite 7.850 Frühjahrsblüher. Das geschieht im Auftrag der Aschersleber Kulturanstalt.

Doch dabei wird es nicht bleiben. Auch die 60 Pflanzmodule in der Innenstadt, der Blumenturm auf dem Holzmarkt - das allein sind 85 Quadratmeter Fläche - und viele weitere Freiflächen bekommen in den nächsten zwei Wochen wieder Farbe. Und so werden hier noch einmal 13.500 Blumen gesetzt. Das Geld dafür stammt aus Spenden und aus dem Haushalt der Stadt.

Neue Sorten werden ausprobiert

Geordert wurden die Blumen aus der Froser Gärtnerei Eckleben. So wird man nun Hornveilchen, Stiefmütterchen, Tausendschön, Primeln, Vergissmeinnicht und Kuhschellen blühen sehen. „Letztere Sorte ist neu. Die möchten wir mal ausprobieren“, erklärt Holger Dietrich vom Bauwirtschaftshof, zuständig für das Grün und eben das Bunte in der Stadt.

Obwohl auch hier der Rotstift angesetzt wurde und einige der Olearien auf der Herrenbreite mittlerweile eine Dauerbepflanzung bekommen haben, wird die beliebte Anlage vor dem Bahnhof trotzdem bunt werden. „Es wird schön aussehen und auch die Dauerbepflanzung mit Phlox, Astern, Pfingstrosen und Astilben wird etwas für das Auge sein“, verspricht Holger Dietrich.

Pflanzen blühen zum ersten Mal

Diese Pflanzen sind bereits im Herbst in die Erde gekommen und sollen in diesem Jahr das erste Mal blühen. Die Prachtpromenade, auf der die Frühjahrsblüher gesetzt werden, werde trotzdem ihrem Namen alle Ehre machen. Diese befindet sich entlang der Westseite der Herrenbreite. Entlang der Bestehornstraße zeigt sich die Staudenpromenade, gegenüber dem Busbahnhof die Strauchpromenade und entlang der Villen gibt es die Schattenpromenade. Diese Bereiche wurden zur Landesgartenschau im Jahr 2010 angelegt.

Damals hat man auch die Pflanzmodule in die Innenstadt gebracht. Die Finanzierung der Bepflanzung erfolgt durch Sponsoren. „Ohne die könnten wir die Stadt nicht bunt werden lassen. Auch in diesem Jahr können wir wieder alle Module mit Blumen versorgen. Den Blumenturm hat wieder der Verschönerungsverein finanziert“, sagt Holger Dietrich. Für die anderen Module sorgen nicht nur ortsansässige Unternehmen, sondern auch Arztpraxen, Apotheken und sogar Privatpersonen.

Bepflanzung sollte schon eher erfolgen

Eigentlich sollte die Bepflanzung schon eher erfolgen. „Die Pflanzen waren wegen der milden Temperaturen im Winter bereits Mitte Februar pflanzbereit. Doch wir haben immer wieder mit dem Wettergott gehadert“, verrät er weiter. Mit der zehnten Kalenderwoche allerdings gehe man nun auf Nummer sicher. Mit dieser Pflanzzeit habe man schon all die Jahre zuvor richtig gelegen. „Außerdem wird es nun Zeit, dass es Frühling wird“, meint Dietrich und spricht damit wohl vielen Ascherslebenern aus dem Herzen. Denn die Bepflanzung der Stadt wird immer sehr positiv aufgenommen.

Ausgenommen von der Bepflanzung ist der Platz vor der Burgschule. Hier sollte eigentlich auch im Herbst eine Dauerbepflanzung erfolgen. Der knappe Haushalt hat das aber verhindert. So werde an dieser Stelle Samen einer Sommerblumenmischung in die Erde kommen. „Die haben wir im vergangenen Jahr schon ausprobiert und es sah gut aus. Wir haben die Samen im letzten Jahr gesponsert bekommen und haben davon noch genug für den Burgplatz übrig“, verrät Holger Dietrich.

Die Frühblüher werden sich nur bis Ende Mai von ihrer schönsten Seite zeigen können. Denn dann müssen sie wieder aus der Erde herausgenommen werden und die Sommerbepflanzung mit Pelargonien, Petunien, Begonien und Dahlien ist an der Reihe. Das wird nötig, weil durch die zunehmenden Temperaturen die Frühjahrsblüher später unansehnlich werden.

Übrigens: Auch die Pflege und Säuberung der Module und Beete ist eine Aufgabe des Bauwirtschaftshofes. „Dafür haben wir extra eine Kollegin, die mit unserem Wassertank die Pflanzen versorgt,“ so Holger Dietrich. (mz)