Nicht ganz die gleiche Prozedur

Aschersleben/MZ. - So wurde das "ungewöhnlichste Geburtstagsdinner" von den beiden Schauspielern Jörg Kleinau, Darsteller in der Serie "Alphateam", und Joachim Kaps, bekannt aus "Schloss Einstein" und "Brummkreisel", serviert. Ein süßes Pärchen die zwei - Kleinau alias Miss Sophie, mit Herrenschuhen unter der dunklen Festtagsrobe, etwa zwei Köpfe größer als ihr Butler James (Kaps), der seit 60 Jahren "the same procedure" über sich ergehen lässt und seit gefühlten 90 - so jung wird seine Chefin - wohl auch schon in ihren Diensten ...

Von Susanne Thon

So wurde das "ungewöhnlichste Geburtstagsdinner" von den beiden Schauspielern Jörg Kleinau, Darsteller in der Serie "Alphateam", und Joachim Kaps, bekannt aus "Schloss Einstein" und "Brummkreisel", serviert. Ein süßes Pärchen die zwei - Kleinau alias Miss Sophie, mit Herrenschuhen unter der dunklen Festtagsrobe, etwa zwei Köpfe größer als ihr Butler James (Kaps), der seit 60 Jahren "the same procedure" über sich ergehen lässt und seit gefühlten 90 - so jung wird seine Chefin - wohl auch schon in ihren Diensten steht.

Jeder kennt es, das "Dinner for One" gehört zu Silvester wie das Amen zur Kirche. Man schaut es sich halt gern an. Die Lacher - sie kommen immer an den richtigen Stellen. So, wenn James den Part der längst verstorbenen Gäste einnimmt und reihum mit der 90-jährigen Dame aus gutem Hause anstößt, das Essen in zunehmend sturzbetrunkenerem Zustand auftischt und eins ums andere mal über das Tigerfell stolpert.

Nach der musikalischen Inszenierung des Klassikers im vergangenen Jahr die erste Veränderung. Zudem verwandelte sich Miss Sophie kurze Zeit später zurück in Kleinau und stand gemeinsam mit Wolf Butter und Wolf Dietrich Griep mit "Na dann Prost", einer Hommage an Wilhelm Busch, als "Galgentrio" auf der Bühne.

Apropos, davon gab es nicht nur eine. "Getanzt wird in allen Räumen", so Jörg Blencke. Gefeiert wird an verschiedenen Stellen - dem kleinen Saal, in dem Pianist, Kabarettist und DJ Hanno Loyda jun. zum Tanzen animierte und dem zur Bar umgebauten Zimmer 8, in dem das "Galgentrio" als Jazz- und Swingformation "Between" Position bezogen hat und es im Laufe des Abends noch zu einer regelrechten Session mit Loyda kam. Ein Konzept, das aufgegangen ist, freut sich der Leiter des Bestehornhauses, Jörg Blencke. Ausverkauft war die Silvesterparty schließlich. Bis in die Morgenstunden tanzten die Gäste ins neue Jahr.

Ans leibliche Wohl war natürlich auch gedacht. Nachdem beim "Dinner for One" beim Essen "nur" zugeschaut werden konnte, gab es für all jene Gäste, die sich im Vorfeld die Karten zur anschließenden Fete gesichert haben, ein reichhaltiges Büfett vom Restaurant "Il Mondo".