Naturparkpreis Regionalverband Harz

Naturparkpreis Regionalverband Harz : Ein schönes Weihnachtsgeschenk

Aschersleben - Warum sich der Bauwirtschaftshof gegen 14 Mitbewerber durchsetzen konnte und mit dem Naturparkpreis ausgezeichnet wird.

Von Kerstin Beier 24.12.2017, 09:55

Große Freude bei André Könnecke und seinen Kollegen: Der Bauwirtschaftshof der Stadt Aschersleben ist für die Gestaltung und Entwicklung des Friedhofes mit dem Naturparkpreis des Regionalverbandes Harz ausgezeichnet worden.

„Wir freuen uns riesig, das ist ein schönes Weihnachtsgeschenk“, so der Leiter des Bauwirtschaftshofes. Holger Dietrich, der unter anderem für den Friedhof zuständig ist, sieht den Preis als Anerkennung für die Leistung seiner Mitarbeiter. Gerechnet habe er allerdings nicht damit.

André Könnecke hält den Erfolg für „eine gute Werbung“, die Kriterien hätten gepasst, „und mit unserer Öffentlichkeitsarbeit heben wir uns schon ab von anderen Friedhofsverwaltungen“, sagte er auf Nachfrage der MZ.

Naturparkpreis Regionalverband Harz: Preisverleihung Anfang 2018

Die Preisverleihung wird Anfang des nächsten Jahres in Aschersleben stattfinden. Verbunden ist die Auszeichnung mit einem Sachpreis im Wert von 500 Euro, der laut Könnecke für den Friedhof eingesetzt werden soll.

Der Bauwirtschaftshof war einer von 15 Anwärtern, die sich dem Wettbewerb gestellt hatten.

„Lebensraum Friedhof“ lautete das Thema, wobei dies nur auf den ersten Blick paradox erscheint.

„Einerseits sind Friedhöfe letzte Ruhestätten Verstorbener, Orte der Trauer, des Gedenkens und der Zuversicht. Andererseits sind sie Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten“, begründete Christiane Linke vom Regionalverband, warum ausgerechnet Friedhöfe in den Blickpunkt gerückt wurden.

Naturparkpreis Regionalverband Harz: Die größte zusammenhängende Grünfläche der Stadt

Aschersleben war in die engere Wahl gekommen, im September besuchte die Jury den 1866 angelegten Friedhof und damit die größte zusammenhängende Grünfläche der Stadt.

In einer Pressemitteilung hebt der Regionalverband hervor, dass es sich um eine ausgesprochen vielfältige Anlage handelt - mit 8.000 Bäumen und drei Kilometern Hecke, die das Gelände parkähnlich erscheinen lassen.

Nicht mehr für Bestattungen genutzte Bereiche wurden zu einer Schmetterlingswiese umgestaltet. Historische Grabanlagen und der Ehrenfriedhof würden zudem besondere Pflege erfahren.

Neu angelegte Bereiche wie der Erinnerungs- und der Oleariengarten tragen zur Vielfalt bei und bieten unterschiedliche Bestattungsmöglichkeiten.

Gut angekommen sind offenbar auch der Erinnerungspfad mit Hinweisen auf bedeutende Persönlichkeiten und die Kooperation mit dem Stephaneum. Auf diese Weise werde der Friedhof nicht nur als Bestattungsort, sondern auch als kultureller Gedenkort genutzt. (mz)