Grundschule Staßfurter Höhe in Aschersleben

Grundschule Staßfurter Höhe in Aschersleben: Fertig sanierte Turnhalle wird übergeben

Aschersleben/MZ - Nach der zehnmonatigen Sanierung ist die Turnhalle an der Grundschule Staßfurter Höhe offiziell übergeben worden. Da die 170 Schüler nun die Sporthalle wieder vor der Tür haben, verkürzen sich für die Jungen und Mädchen die Wege.

Von Kerstin Beier

Der Rasensamen an der Eingangsfront zur frisch sanierten Turnhalle an der Grundschule Staßfurter Höhe ist schon aufgegangen. Ein rot-weißes Absperrband schützt das zarte Grün. Hier darf noch niemand drauf. Hinein in die Halle aber schon. Die Grundschüler durften am Dienstag ein Gebäude in Besitz nehmen, das trotz seines stolzen Alters von fast 90 Jahren nach zehnmonatiger Rundum-Sanierung wie neu entstanden anmutet.

Rainer Ripala, der das Heckner-Gebäude gemeinsam mit zwei Schülern freigab, erinnerte daran, dass die jetzige Schülergeneration die Halle von innen gar nicht mehr kennt. Denn immerhin neun Jahre ist es her, dass hier das letzte „Sport frei“ geschmettert wurde. Den Sportunterricht absolvierten die Kleinen im Ballhaus. Dass die 170 Schüler nun die Sporthalle wieder vor der Tür haben, freut nicht nur die Kinder, sondern auch Schulleiterin Marion Knopf und ihre Sportlehrer.

Die Stadt Aschersleben hofft in nächster Zukunft auf weitere Fördermittel aus dem Stark III-Programm. Bei der Eröffnung der Turnhalle auf der Staßfurter Höhe am Dienstag sagte der stellvertretende OB Rainer Ripala: „Die Tatsache, dass das Stark III-Programm weitergeht und die Ankündigung des Finanzministeriums, dass Aschersleben auch in der nächsten Förderperiode nicht leer ausgehen wird, stimmen mich zuversichtlich, dass wir in den nächsten Jahren weitere wichtige Projekte an den Ascherslebener Schulen realisieren können.“

Ganz oben auf der Agenda stehen dabei die dringend notwendige Sanierung des Hauses II des Gymnasiums Stephaneum und der Umbau des Riegel-Erdgeschosses im Bestehornpark zu einer Mensa. Die Mensa soll nach den bisherigen Plänen von den Schulen auf dem Gelände des Bestehornparks und vom Gymnasium Stephaneum für eine ansprechende Schülerversorgung genutzt werden. (kb)

Das Schicksal des 1928 errichteten formvollendeten Bauwerks von Stadtbaurat Hans Heckner war lange Zeit ungewiss. Die Stadträte hatten einen Abriss der baufälligen Halle zwar abgelehnt, doch das Geld hatte nur für Teilprojekte wie die Erneuerung des Tonnendaches gereicht. Ripala bedankte sich ausdrücklich beim Land für die Bereitstellung von Fördermitteln über das Stark III-Programm. „Dieses Geld hat das Vorhaben überhaupt erst möglich gemacht“, sagte er. Im August vergangenen Jahres hatte die Stadt Fördermittelbescheide für die energetische Sanierung der Schulsporthalle in Höhe von 386 800 Euro und für die allgemeine Sanierung in Höhe von 103 200 Euro erhalten. Die Stadt spendierte 210 000 Euro an Eigenmitteln, so dass die komplette Sanierung in Angriff genommen werden konnte. „Sadtbaurat Heckner hätte sich gefreut“, so Ripala.

Schwingboden aus hellem Massivparkett

Dass die Halle handwerklich hochwertig saniert wurde, davon konnten sich die Gäste der Übergabe am Dienstag mit eigenen Augen überzeugen. Zwölf Gewerke haben hier innen und außen ihre Handschrift hinterlassen. Neben der Hallenfläche ist ein Sozialtrakt entstanden. Im Erdgeschoss befindet sich der Geräteraum, oben sind die Umkleideräume, Wasch- und Toilettenräume untergebracht. Der Fußboden wurde nach Trockenlegungsarbeiten und Dämmung mit einem Schwingboden aus hellem Massivparkett ausgestattet, die Stirnwände haben Holzprallwände erhalten, die gesamte Halle wirkt jetzt freundlich und einladend.

Die bereits erneuerte Dachkonstruktion erhielt zwischen den Sparren eine Dämmung, die hinter einer Sichtholzschalung verschwunden ist. Die vorhandenen Fensterelemente, die noch aus der Erbauerzeit stammen, wurden durch neue hochwertige Holzfenster mit Isolierverglasung ersetzt. Am Giebel zur Rosenstraße sind nach historischem Vorbild wieder Fensteröffnungen eingebracht worden, und die denkmalgeschützte Außenfassade erhielt einen Wärmedämmputz.