Grünanlagen

Grünanlagen in Aschersleben: Trockenheit sorgt für Wasserknappheit in Brunnen nahe dem Tierheim

Aschersleben - Bauhofchef André Könnecke bedauert, dass die Brunnen nicht mehr die Masse Wasser geben. Mit einem Dreiviertel-Zoll-Schlauch einen 2.000 Kubikmeter großen Behälter zu füllen, das dauert einfach zu lange. Das Füllen erfolgt nun mit einem C-Schlauch und Wasser aus dem Trinkwassernetz.

Von Detlef Anders 10.09.2019, 09:56

In der Eine ist kaum noch Wasser. Daran haben auch die jüngsten Regenfälle nicht viel geändert. Kleingärtner, die einen Brunnen in einer grundwasserführenden Schicht gebohrt haben, bekommen zunehmend Probleme oder sitzen schon ganz auf dem Trockenen. Der Bauwirtschaftshof der Stadt Aschersleben nutzt zwei Grundwasserbrunnen. Auf dem Friedhof und im Bestehornpark.

Chef vom Bauwirtschaftshof berichtet über Wassermangel in Brunnen

„Wir haben den Brunnen am Gierslebener Weg eingerichtet. Aber der gibt nicht mehr so viel Wasser“, berichtet André Könnecke, der Leiter des Bauwirtschaftshofes. „Früher haben wir das Wasser für das Stadtgrün und die Kehrmaschinen hier geholt.“

Doch das hat sich mit dem sinkenden Grundwasserpegel geändert. Selbst bei dem über 30 Meter tiefen Brunnen des Friedhofs in der Nähe des Tierheimes.

„Das machen wir schon mehrere Jahre nicht mehr, weil wir regelmäßig den Brunnen leer gezogen hatten“, begründet André Könnecke die Entscheidung. Für den Friedhof allein reicht das Wasser aber noch aus, sagt er. Der Brunnen im Bestehornpark reicht auch nur für die Bewässerung des Parks selbst. Es sind quasi Notbrunnen.

Behälter werden nun statt mit Wasser aus dem Brunnen mit Trinkwasser gefüllt 

Der Bauhofchef bedauert, dass die Brunnen nicht mehr die Masse Wasser geben. Mit einem Dreiviertel-Zoll-Schlauch einen 2.000 Kubikmeter großen Behälter zu füllen, das dauert einfach zu lange. Das Füllen erfolgt nun mit einem C-Schlauch und Wasser aus dem Trinkwassernetz.

André Könnecke beobachtet auch die Bäume in den städtischen Parks und Friedhöfen mit Sorge. „Ich denke, dass die Bäume sterben, liegt daran, dass sich die grundwasserführenden Schichten verschoben haben. Das ist auch in der Stadt selbst zu merken.

„Früher musste man bei 1,30 Meter tiefen Gräben Wasserhaltung betreiben. Das ist jetzt deutlich tiefer.“ Und noch eins macht dem Bauwirtschaftshofchef große Sorgen. „Ob sich das auf absehbare Zeit ändert? Ich glaube es eher nicht.“ (mz)