Friedhof in Aschersleben

Friedhof in Aschersleben : CDU-Stadträte gegen Mensch-Tier-Bestattung

aschersleben - In der Diskussion über eine neue Gebührensatzung für den Friedhof in der Ascherslebener Schmidtmannstraße gibt es Gegenwind. Der kommt aus der CDU/FDP-Fraktion, wo sich einige Stadträte nicht mit einer zumindest in Sachsen-Anhalt einmaligen Mensch-Tier-Bestattung anfreunden ...

Von Harald Vopel 16.08.2016, 09:21

In der Diskussion über eine neue Gebührensatzung für den Friedhof in der Ascherslebener Schmidtmannstraße gibt es Gegenwind. Der kommt aus der CDU/FDP-Fraktion, wo sich einige Stadträte nicht mit einer zumindest in Sachsen-Anhalt einmaligen Mensch-Tier-Bestattung anfreunden können.

Begründet wird die Notwendigkeit einer neuen Satzung übrigens damit, dass die Nachfrage nach vor allem pflegeleichten Grabstellen in den vergangenen Jahren stark zugenommen habe. Darauf habe der Ascherslebener Bauwirtschaftshof, der den Friedhof bewirtschaftet, mit dem Angebot mehreren neuer Bestattungsarten reagiert (MZ berichtete). Jetzt soll die Gebührenordnung um genau diese Angebote ergänzt werden.

Zu den Neuerungen soll unter anderem auch eine Bestattung von Mensch und Haustier auf einer gemeinsamen Grabstelle gehören. So etwas gäbe es auch deutschlandweit nur in ganz wenigen Städten, hieß es während der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses Bauwirtschaftshof, als dort das Thema diskutiert wurde. Allerdings trifft gerade diese Art der Bestattung nicht bei allen auf Gegenliebe.

So stimmten die CDU-Stadträte Benno Schigulski und Norbert Falke gegen die neue Gebührenordnung. Beide begründeten ihr Nein damit, dass diese Art der Grabstelle nicht ihrer persönlichen Vorstellung der hiesigen Bestattungskultur entspreche. „Mit der Bestattung von Mensch und Tier kann ich mich nicht anfreunden“, so Benno Schigulski.

Abzuwarten bleibt, wie sich die anderen Mitglieder der CDU/FDP-Fraktion bei der Abstimmung im Stadtrat verhalten werden. Im Betriebsausschuss Bauwirtschaftshof blieb es bei den beiden Nein-Stimmen, so dass die Vorlage diesen Ausschuss mehrheitlich passierte.

Die Änderung der Friedhofsgebührensatzung steht auch am Mittwoch, dem 17. August, noch einmal auf der Tagesordnung des Finanz- und Verwaltungsausschusses. Die öffentliche Beratung beginnt um 17 Uhr im großen Saal des Ascherslebener Rathauses.

(mz)