Ehemalige Leichenhalle wird umfunktioniert

Ehemalige Leichenhalle wird umfunktioniert: Ein neuer Garten an der Kapelle

Aschersleben - Umbau der alten Leichenhalle und eine Neugestaltung des Wirtschaftshofes sind im kommenden Jahr vordringliche Aufgaben.

Von Kerstin Beier 12.11.2020, 12:56

Die ehemalige und schon lange nicht mehr genutzte Leichenhalle auf dem Friedhof in der Schmidtmannstraße in Aschersleben soll eine neue Funktion erhalten. Das Innere des Gebäudes wird so hergerichtet, dass die Verwaltung hier einziehen kann. Damit bekommen die Besucher einen behindertengerechten Zugang, die Mitarbeiter auf dem Friedhof ordentliche Umkleide- und Aufenthaltsräume und alle behindertengerechte Toiletten.

Anlagen für Urnenpaare im Erinnerungsgarten fast belegt

Die Investition geht einher mit dem Abriss der alten Garagen am Wirtschaftshof, an dieser Stelle soll ein Kapellengarten angelegt werden, in dem weitere Grabanlagen einen Platz finden sollen. Denn die Anlagen für Urnenpaare im Erinnerungsgarten werden bis Ende 2021 vollständig belegt sein.

„Die Genehmigung der Denkmalschutzbehörde liegt inzwischen vor, so dass wir den Umbau 2021 angehen können“, so André Könnecke, Chef des Bauwirtschaftshofes (BWH).

Wie die Finanzen aufgeteilt werden

Für dieses Vorhaben nimmt der Eigenbetrieb alles in allem rund 750.000 Euro in die Hand. 5.000 Euro sind für Anpflanzungen und neue Bänke auf dem Friedhof vorgesehen. Der Umbau ist Teil des Investitionsplanes, der den Mitgliedern des Betriebsausschusses kürzlich vorgestellt worden ist. Der Plan gibt einen Überblick über die Investitionen bis 2025. Im kommenden Jahr will der Eigenbetrieb Leasingfahrzeuge wie Kleintraktoren und Multicar übernehmen, das kostet rund 21.000 Euro.

Außerdem sollen Kleingeräte im Wert von 6.000 Euro sowie ein Aufsitzmäher angeschafft werden. Geld für Kleingeräte wie Rasenmäher und Freischneider soll auch in den kommenden Jahren in ähnlicher Höhe vorhanden sein.

Umfangreiche Aufgaben der hundertprozentigen Tochter

Der Bauwirtschaftshof ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt Aschersleben und wird von ihr beauftragt mit der Stadtreinigung, mit dem Winterdienst, der Pflege der Grünanlagen und die Straßenunterhaltung. Dafür plant die Stadtverwaltung 2021 eine Summe von 1,26 Millionen Euro ein.

Zusätzlich erhält der Eigenbetrieb für die Hausmeister in den Grundschulen und Kindereinrichtungen 200.000 Euro. Einen Zuschuss von 6.600 Euro erhält das Unternehmen für die Pflege des öffentlichen Grüns auf dem Friedhof in der Schmittmannstraße, weitere 518.400 Euro sind für die Bewirtschaftung der elf Ortsteile vorgesehen.

Ein weiterer wichtiger Auftraggeber für den Bauwirtschaftshof ist die Aschersleber Kulturanstalt (Aka). In deren Auftrag kümmert sich der BWH um die Parks und Gärten: um die wechselnde Beetbepflanzung auf der Herrenbreite, um die wöchentliche Reinigung der Hauptwege, um den Winterdienst sowie um die Reinigung und Kontrolle der Spielplätze. Dafür plant die Kulturanstalt einen Betrag von 235.000 Euro ein. Hinzu kommen Erlöse auf Leistungen für Dritte, zum Beispiel für Privatleute. (mz)