Regionalverband Harz

Bauwirtschaftshof in Aschersleben: Friedhof im Wettbewerb

Aschersleben - Regionalverband Harz lobt Preis aus. Warum André Könnecke sich bewerben möchte.

Von Kerstin Beier 02.08.2017, 05:55

„Natürlich werden wir uns daran beteiligen.“ Das Thema des neuesten Naturparkwettbewerbes des Regionalverbandes Harz ist wie gemacht für den Friedhof Aschersleben, findet Bauwirtschaftshof-Leiter André Könnecke.

Der Wettbewerb will diesmal Friedhöfe in den Mittelpunkt stellen, die nicht allein ein Ort des Trauerns sind, sondern auch als Stätte der Besinnung, der Erinnerung und Erholung wahrgenommen werden. Und die darüber hinaus Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren bieten.

Es ist die größte Grünanlage der Stadt

Kriterien, die der 16 Hektar große Friedhof mit seinem alten Baumbestand erfüllt. Mit 8.000 Bäumen und etwa drei Kilometern Hecke zählt der 1860 erschlossene Friedhof zu den größten Grünanlagen der Stadt.

Die beabsichtigte Teilnahme am Wettbewerb ist beileibe keine Premiere für Könnecke und seine Kollegen. Erst in diesem Jahr hat der Bauwirtschaftshof mit dem neu geschaffenen „Erinnerungsgarten“ erfolgreich an einem Wettbewerb der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal teilgenommen.

Der stand unter dem Thema „Neue Wege auf dem Friedhof“. 29 Bewerber haben ihre Projekte eingereicht, Aschersleben war unter den sechs Nominierten und konnte ein Preisgeld von 500 Euro mit nach Hause nehmen. „Das Geld haben wir erstmal auf Eis gelegt, bis wir ein passendes Projekt gefunden haben“, so André Könnecke, der keinen „Schnellschuss“ will.

Wichtiger als Geld ist das Ansehen

Wichtiger noch als das Geld sei jedoch der Zuwachs an Ansehen und Prestige. So sei in Fachzeitschriften über die einzelnen Projekte berichtet worden, und laut Könnecke gibt es seitdem deutlich mehr Fachführungen über den Aschersleber Friedhof.

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Die Arbeiten zum Bau des Hauptweges auf dem Ascherslebener Friedhof sollen in den nächsten Tagen abgeschlossen sein. Laut Bauhof-Leiter André Könnecke ist die offizielle Übergabe für den 11. August vorgesehen.

Der Bau erfolgte seit 2013 in vier Abschnitten. In den Ausbau des Weges und die Gestaltung des Platzes vor der Trauerhalle hat das Unternehmen insgesamt 330.000 Euro investiert.

Nachdem die Arbeiten 2016 ruhten, wird in diesem Jahr seit April gebaut. Das verwendete Betonpflaster auf dem historischen Friedhof gefällt nicht jedem, „aber wir müssen bedenken, dass es sich um einen Weg handelt, der befahren werden muss und der gefahrlos zu begehen ist.“

Insbesondere die älteren und gehbehinderten Besucher werden den nun ebenen Weg zu schätzen wissen. (mz)