Verschwendung vermeiden

Verschwendung vermeiden : Lebensmittel richtig aufbewahren

Jedes Jahr enden in Privathaushalten 4,4 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Umgerechnet auf die einzelne Person sind das täglich 150 Gramm. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer Studie der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) aus dem Jahr 2017, die durch das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung gefördert wurde. Schätzungen zufolge wäre die Hälfte dieses Abfalls durch geschickte Vorratshaltung und die richtige Lagerung ...

Im Kühlschrank halten sich viele Lebensmittel länger – aber nicht alle.
Im Kühlschrank halten sich viele Lebensmittel länger – aber nicht alle. 37323392

Jedes Jahr enden in Privathaushalten 4,4 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Umgerechnet auf die einzelne Person sind das täglich 150 Gramm. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer Studie der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) aus dem Jahr 2017, die durch das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung gefördert wurde. Schätzungen zufolge wäre die Hälfte dieses Abfalls durch geschickte Vorratshaltung und die richtige Lagerung vermeidbar.

Damit Lebensmittel länger haltbar bleiben, ist die Art der Aufbewahrung entscheidend. Besonders leicht verderbliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Milchprodukte, Käse, Fleisch und Wurst profitieren von der richtigen Lagerung. Das erhöht ihre Haltbarkeit, schont wertvolle Nährstoffe und erhält das Aroma der Speisen. Andere Lebensmittel wie Konserven, Getränke oder Trockenprodukte sind weniger empfindlich. Doch auch dabei gibt einiges zu beachten.

Dieser Artikel will dabei helfen, das Bewusstsein für unnötige Lebensmittelverschwendung zu schärfen und zu einem bewussteren Umgang mit Produkten und ihrer Aufbewahrung anregen.

Haltbarkeitsdauer und richtige Lagerung

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MDH) ist kein Verfallsdatum. Der Aufdruck: „Mindestens haltbar bis…“ zeigt an, bis wann die eingekauften Produkte ihre spezifischen Eigenschaften behalten und bedenkenlos verzehrbar sind. Das bedeutet nicht, dass die Produkte automatisch einen Tag danach verderben. Ganz im Gegenteil: Die meiste Lebensmittel lassen sich bei ordnungsgemäßer Lagerung deutlich länger verwenden.

Frisches Obst und Gemüse trägt kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Beim Einkauf entscheiden Augen und Nase. Genauso kann es mit den meisten anderen Produkten gehandhabt werden. Joghurt, Milch und Käse sind abgelaufen? Im Zweifelsfall entscheiden die eigenen Sinnesorgane: Sieht das Produkt gut aus? Riecht es angenehm? Schmeckt es wie gewohnt? Dann kann es bedenkenlos gegessen oder getrunken werden.

Ausnahme: Verbrauchsdatum

Trägt ein Lebensmittel ein Verbrauchsdatum ist allerdings Vorsicht geboten. Der Hinweis: „Zu verbrauchen bis…“ findet sich unter anderem auf Hackfleisch, Fertigsalat und Fisch. Diese leicht verderblichen Produkte sollten nach Ablauf des Verbrauchdatums sicherheitshalber entsorgt werden. Keime und Erreger vermehren sich auf diesen Waren besonders schnell. Darum ist eine Gefährdung der Gesundheit nicht auszuschließen, wenn sie nach Verfallsdatum noch gegessen werden.

Welche Lagermöglichkeiten gibt es?

Für Lebensmittel gibt es verschiedene Lagermöglichkeiten. Einen Kühlschrank hat vermutlich jeder zu Hause. Häufig ist dieser mit einem Gefrierfach versehen. Etliche Verbraucher nutzen eine ergänzende Gefriertruhe oder einen Gefrierschrank, um mehr Stauraum zu haben. Wer ein Haus sein Eigen nennt, verfügt oftmals über einen Vorratskeller und / oder eine Speisekammer. Beides sind optimale Orte zum Aufbewahren von Lebensmitteln. Wer selbst gärtnert, braucht zur Erntezeit Unterbringungsmöglichkeiten für Gemüse und Obst. Dafür ist ein Erdkeller als Vorratslager optimal.

Der Kühlschrank

Als ideal gilt eine Kühlschrank-Temperatur von 7 ° Celsius. Aber der Kühlschrank hält Speisen nicht überall gleich kühl: Er ist in unterschiedliche Temperaturzonen unterteilt. Wer sich dieses Wissen zunutze macht und den Kühlschrank sinnvoll einräumt, kann Lebensmittel deutlich länger frisch halten.

Beispielsweise gehören Fleisch und Fisch direkt über das Gemüsefach. Dort ist es am kältesten. Im mittleren Bereich fühlen sich Milchprodukte wohl. Der obere Teil des Kühlschranks ist reserviert für Käse, Wurst und Vorgegartes. Für Obst und Gemüse ist das Gemüsefach gedacht. In der Tür sind Eier, Saucen und andere Getränke gut aufgehoben.

Das Gefrierfach bietet Platz für Eis, Kräuter oder Pizza, aber auch zum Einfrieren von Vorgekochtem.

Die Gefriertruhe

Mehr Stauraum bietet eine freistehende Gefriertruhe.

Die Anschaffung lohnt sich für…

Sonderangebote in Supermärkten (Fleisch, Fisch, Käse, Butter) lassen sich optimal ausnutzen, da größere Mengen an Lebensmitteln problemlos eingefroren werden können. Wer selbst Gemüse anbaut, ist in der Erntezeit froh, überschüssige Lebensmittel unkompliziert einfrieren zu können. Die Anschaffung einer Gefriertruhe bietet die Möglichkeit, mit selbst gezogenem Gemüse durch den Winter zu kommen.

Vorratskeller und Speisekammer

Zur Aufbewahrung von verpackten, nicht angebrochenen Lebensmitteln, die nicht gekühlt werden müssen, eignen sich ein Vorratskeller oder eine Speisekammer. Die Räume sollten möglichst fensterlos beziehungsweise dunkel, gut belüftet und trocken sein. Elektrisches Licht beeinträchtigt die Qualität der Lebensmittel nicht.

Ideal sind Temperaturen unter 18 ° Celsius. Behälter aus Glas oder Kunststoff schützen geöffnete Lebensmittel wie Nudeln, Mehl und Reis vor Sauerstoff, Schimmelbildung und Schädlingen. Um zu verhindern, dass eingelagerte Lebensmittel zu alt werden, empfiehlt es sich, ältere Dosen und Gläser regelmäßig nach vorn und neue nach hinten zu stellen.

Der Erdkeller und weitere Möglichkeiten

In Schweden haben Erdkeller Tradition: Sie werden direkt in den Garten eingegraben. Um in langen, harten Wintern gut versorgt zu sein, lagern Schweden in ländlichen Regionen dort ihre im Sommer geernteten Lebensmittel ein. Auch bei uns erfreuen sich Naturkeller wachsender Beliebtheit. Darin werden Obst und Gemüse dunkel, kühl und frostsicher aufbewahrt. Empfehlenswert sind Temperaturen zwischen 3 und 5° Celsius und eine relative Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 %.

Obst und Gemüse richtig lagern

Obst und Gemüse zählen zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. Ihre Haltbarkeit zu verlängern, spart bares Geld. Um ihr Aroma und ihre Nährstoffe zu schonen, ist die richtige Lagerung entscheidend. Viele Verbraucher neigen dazu, Früchte bis zum Verzehr zusammen mit dem Gemüse im Kühlschrank zu deponieren. Allerdings sind sie dort nicht unbedingt gut aufgehoben. Manchen schadet die Kälte. Andere Früchte und Gemüsesorten profitieren nicht von einer kühlen Aufbewahrung.

Grob lässt sich sagen: Heimische Obstsorten mögen es kühler als exotische. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die individuellen Bedürfnisse von Gemüse und Obst.

Tomaten

Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank. Zum einen verlieren sie in der Kälte ihr Aroma, zum anderen besteht Schimmelgefahr. Gut aufgehoben sind die wasserreichen Früchte im Keller oder in der Speisekammer bei Temperaturen um die 15 Grad. Wer beides nicht zur Verfügung hat, stellt sie am besten in einem Korb an einen gut belüfteten Platz bei Zimmertemperatur.

Achtung: Tomaten reifen nach. Dabei sondern sie das Reifegas Ethylen ab. Darum sollten Sie nicht zu dicht neben anderem Obst oder Gemüse liegen. Sonst verderben diese Lebensmittel schneller.

Gurken, Auberginen, Zucchini und Paprika

Auch Salatgurken, Zucchini und Paprika sind in der Speisekammer oder im Keller gut aufgehoben. Paprika behält seine knackige Frische und seine wertvollen Nährstoffe am besten bei Temperaturen zwischen 8 und 10 Grad Celsius. Er sollte dunkel lagern. Zur Not einfach ein trockenes Tuch über die Paprikafrüchte legen.

Kartoffeln

Bei Zimmertemperatur fangen Kartoffeln schnell an zu keimen. In der Wärme verlieren sie Wasser und werden weich und schrumpelig. Damit ist ihr Weg in die Biotonne vorgezeichnet. Der Kühlschrank ist keine Alternative: Bei Kälte wird die in den Knollen enthaltene Stärke zu Zucker. Dadurch bekommen die Kartoffeln einen süßlichen Geschmack.

Sie halten sich am längsten, wenn sie kühl, trocken und dunkel auf Zeitungspapier in Holzkisten untergebracht sind. Optimal ist ein entsprechender Keller- oder Vorratsraum mit einer konstanten Temperatur von 4 bis 12° Celsius. Sind diese idealen Bedingungen nicht gegeben, lässt sich die Haltbarkeit der Knollen auf zwei Weisen verlängern:

1. Die Kartoffeln ungewaschen in Zeitungspapier einwickeln und bei Zimmertemperatur aufbewahren oder
2. die Kartoffeln in einem Kartoffeltopf aus Ton oder Steingut lagern.

Zwiebeln und Knoblauch

Zwiebeln und Knoblauch fangen im Kühlschrank schnell an zu schimmeln. Das Knollengemüse liegt oder hängt am liebsten trocken, dunkel und gut belüftet. In speziellen Töpfen mit Löchern sind die gesunden Scharfmacher ebenfalls gut aufgehoben.

Blattsalate, Blattgemüse und frische Kräuter

Für grüne Salate und Blattgemüse wie Spinat ist das Gemüsefach des Kühlschranks am besten. Frische Kräuter halten sich kühl aufbewahrt in Frischhaltefolie, Plastikbeuteln oder Kunststoffboxen ebenfalls länger als bei Raumtemperatur. Wer Petersilie, Schnittlauch und Dill nicht zeitnah verbraucht, kann Reste unkompliziert einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen.

Äpfel und Birnen

Äpfel und Birnen mögen es dunkel und kühl: In Holzkisten im Keller oder in der Speisekammer halten sich beide Früchte sehr lange. Allerdings sollte das Kernobst getrennt voneinander aufbewahrt werden: Während der Reifung sondern Äpfel ebenfalls Ethylen ab, was dazu führt, dass Birnen schneller verderben. Als Alternative zur Aufbewahrung in Keller oder Vorratsraum bietet sich die Lagerung im Kühlschrank an: Äpfel beziehungsweise Birnen in eine Plastiktüte legen und durch Löcher für Belüftung sorgen.

Steinobst und Zitrusfrüchte

Steinobst lässt sich problemlos ein bis zwei Tage bei Zimmertemperatur lagern. Durch eine Insektenhaube bleiben Pflaumen, Pfirsiche, Mirabellen und Kirschen vor lästigen Fruchtfliegen verschont.

Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen, Mandarinen, Pampelmusen und Nektarinen sind an warmes, feuchtes Klima gewöhnt. In einer Obstschale halten sich diese Früchte problemlos tagelang bei Zimmertemperatur.

Fleisch, Wurstwaren und Fisch richtig lagern

Vakuumverpackte Lebensmittel tragen das Haltbarkeitsdatum gut sichtbar auf der Verpackung. Bei frischen Lebensmitteln gelten unterschiedliche Fristen. Bei beiden Varianten ist die Lagerung für die Haltbarkeit von Fleisch, Wurst und Fisch entscheidend.

Fleisch

Rohes Fleisch gehört an die kälteste Stelle im Kühlschrank und keinesfalls ins Gemüsefach. Im Gemüsefach ist es warm. Dadurch vermehren sich die Mikroben auf dem Fleisch schneller. Dazu kommt die hohe Luftfeuchtigkeit. Beides reduziert die Haltbarkeit und lässt das Fleisch schneller verderben. Es ist sinnvoll, unterschiedliche Fleischsorten getrennt voneinander aufzubewahren.

Tipp: Das Fleisch locker in Backpapier einschlagen. Darin kann die Luft zirkulieren.

Haltbarkeit von Fleisch im Kühlschank

Das Marinieren in Öl verlängert die Haltbarkeit. Eine weitere Option ist das Einfrieren. Dabei sollte das Fleisch mit möglichst wenig Luft in Gefrierbeuteln vakuumiert werden.

Haltbarkeit von Fleisch im Gefrierfach

Verarbeitetes Fleisch wie Geschnetzeltes oder Hackfleisch ist besonders anfällig für Keime. Daher sollte es nur wenige Stunden gelagert und am besten direkt am Tag des Einkaufs weiterverarbeitet werden.

Wurst

Beim Einkauf in der Schlachterei reicht das Verkaufspersonal Aufschnitt in der Regel eingeschlagen in Papier in einem dünnen Kunststoffbeutel über den Tresen. Diese Verpackung ist zur Aufbewahrung im Kühlschrank ungeeignet. Wurst hält deutlich länger, wenn sie sortenrein in möglichst luftdicht verschließbaren Aufbewahrungsboxen aus Glas oder Kunststoff in den Kühlschrank gestellt wird. Darin sind sie den Temperaturschwankungen beim Öffnen und Schließen der Kühlschranktür weniger stark ausgesetzt.

Eine getrennte Lagerung unterschiedlicher Wurstarten ist aus zwei Gründen sinnvoll:

1. Die Haltbarkeit der Wurst verlängert sich.
2. Der individuelle Geschmack des Aufschnitts bleibt erhalten.

Geringe Mengen unterschiedlicher Wurstsorten lassen sich zusammen in einer Box unterbringen, wenn jede Sorte für sich vorab in Plastikfolie gewickelt wird.

Haltbarkeit frischer Wurstwaren im Kühlschrank

Haltbarkeit frischer Wurstwaren im Gefrierfach

Im Gefrierfach verlängert sich die Haltbarkeit von Aufschnitt und Wurst auf bis zu vier Monate.

Fisch

Beim Fischhändler gekaufter Fisch und Fischfilets bleiben etwa einen Tag lang frisch, wenn sie mit Eis bedeckt in einer Glas- oder Kunststoffschale (ohne Folie) im Kühlschrank aufbewahrt werden. Verpackte Fische aus dem Supermarkt profitieren ebenfalls von einer Extra-Kühlung durch Eiswürfel. Alternativ lässt sich auch ein Kühlakku auf die Verpackung legen.

Geräucherter Fisch ist besonders lange haltbar: Er übersteht im Kühlschrank bis zu drei Tage.

Wer zu Fisch aus der Tiefkühltruhe greift, sollte ihn vor der Zubereitung schonend im Kühlschrank auftauen lassen und auf die Mikrowelle zur Beschleunigung verzichten.

Milchprodukte richtig lagern

Käse

Käse braucht Luft. Darum ist Schnittkäse besser in Käsepapier oder Käseglocken aufgehoben als in luftdicht verschließbaren Aufbewahrungsboxen aus Plastik. Abgepackt eingekaufter Käse bleibt entweder in seiner wiederverschließbaren Verpackung oder wird ebenfalls in eine Käseglocke umgefüllt.

Die Temperatur bei Lagerung sollte sich unter 15° Celsius bewegen. Faustregel: Je härter der Käse, desto höhere Temperaturen verträgt er. Was bei der Aufbewahrung bedacht werden sollte, ist, dass Käse nachreift. Steht er wärmer, beschleunigt sich dieser Prozess.

Im Kühlschrank ist Käse gut aufgehoben. Frischkäse bleibt in den oberen Fächern länger haltbar. Die übrigen Sorten wie Schnittkäse, Harzer Käse und Camembert dürfen weiter nach unten beziehungsweise ins Gemüsefach. Zu kalt sollte es nicht werden: Bei Temperaturen unter 4° Celsius gehen möglicherweise charakteristische Aromen verloren.

Joghurt und Butter

Zwei wärmeempfindliche Milchprodukte sind Joghurt und Butter. Die Aufbewahrung erfolgt in der Regel in der Originalpackung. Joghurt gehört in das mittlere Fach des Kühlschranks. Der optimale Platz für Butter befindet sich oben in der Kühlschranktür. Wer sich mit Butter bevorraten möchte, kann die Päckchen problemlos einfrieren.

Milch

Pasteurisierte Frischmilch besitzt nach dem Öffnen eine Haltbarkeit von etwa zwei bis drei Tagen. H-Milch bleibt angebrochen etwas länger frisch. Ein guter Platz für geöffnete Milch ist die Kühlschranktür.

Sonstige Getränke richtig lagern

Mineralwasser und Säfte

Mineralwasser ist in Glas- oder Kunststoffflaschen erhältlich und besitzt eine beinahe unbegrenzte Haltbarkeit. Es muss nicht dunkel stehen, da sich Licht weder negativ auf die Farbe noch auf das Aroma auswirkt. Mineralwasser kann eingelagert werden, wo Platz ist: im Keller, im Vorratsraum, in der Küche, im Arbeitszimmer.

Bei in Flaschen abgefüllten Säften sieht es anders aus: Licht beeinflusst ihre Farbe. Eine unansehnliche Optik kann dazu führen, dass sie ungern getrunken werden, obwohl sie noch haltbar sind. Tipp: Säfte am besten trocken, kühl und dunkel lagern.

Geöffnete Saftflaschen beziehungsweise Tetrapacks gehören in den Kühlschrank. Ihre Haltbarkeit in geöffnetem Zustand beträgt nur zwei bis drei Tage. Gut durchgekühlt hält sich Saft allerdings durchaus bis zu zwei Wochen. Um keine Schimmelbildung zu übersehen, sollte der Saft in Glasflaschen umgefüllt werden.

Softdrinks

Cola, Fanta & Co. verlieren nach Anbruch ihren Kohlensäuregehalt. Dadurch verderben sie zwar nicht. Aber der Geschmack leidet und der Erfrischungseffekt ist dahin. Im Kühlschrank gelagert bleiben angebrochene Softdrinks zwei bis drei Tage trotzdem lecker.

Alkoholisches

Ein hoher Alkoholgehalt bedeutet hohe Haltbarkeit. Darum sind Weinbrand und Whisky nahezu unbegrenzt haltbar. Das gilt selbst dann, wenn sie angebrochen bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden.

Wein

Bei der Lagerung von Wein kommt es vor allem auf die Sorte an und etwa auch, welches Material für den Korken eingesetzt wurde. Was viele nicht wissen: Nicht alle Weine eignen sich für eine längere Lagerung und gewinnen dadurch an Qualität.

Wein braucht vor allem eine möglichst konstante Temperatur von 12 bis 18 Grad. Starke Temperaturschwankungen tun den edlen Tropfen nicht gut. Die Luftfeuchtigkeit sollte sich bei 50 bis 80 Prozent bewegen. Bei höherer Feuchtigkeit besteht die Gefahr einer Schimmelbildung am Korken.

Angebrochene Weinflaschen sollten möglichst bald ausgetrunken werden. Sie sind geöffnet nur wenige Tage haltbar. Dreiviertelvolle Flaschen mit Weiß- und Roséwein schmecken mit etwas Glück noch drei bis fünf Tage, Rotwein sieben Tage.

Sekt

Ungeöffneter Sekt hält sich ein bis zwei, vielleicht auch drei Jahre. Mit der Zeit verlieren sich Kohlensäure und Aromastoffe. Schlecht ist er dann zwar nicht. Besonders genießbar allerdings auch nicht.

Bei geöffneten Sektflaschen verzögern Spezialverschlüsse das Verfliegen der Kohlensäure. Im Kühlschrank lässt er sich damit bis zu drei Tage aufbewahren. Beim Öffnen des Verschlusses sollte die Flasche noch zischen. Geöffneter, unverschlossener Sekte schmeckt schon nach wenigen Stunden nicht mehr.

Bier

Bier schmeckt am besten, wenn es dunkel, kühl und trocken gelagert wird. Geöffnete Flaschen und Dosen gehören in den Kühlschrank, denn Kohlensäure entweicht schnell. Länger als einen Tag sollte es in angebrochenem Zustand nicht aufbewahrt werden. Sonst ist es nicht mehr genießbar.

Trockenprodukte wie Mehl, Reis und Nudeln richtig lagern

Trockene Lebensmittel, zu denen Mehl, Reis, Nudeln, aber auch Gewürze, Zucker, Salz und Kaffee zählen, sind bis zum Anbruch in ihren Originalverpackungen gut aufgehoben. Anschließend ist die Aufbewahrung in Vorratsdosen empfehlenswert. Luftdicht in Porzellan verpackt stehen sie trocken und bleiben vor Küchengerüchen und Feuchtigkeit verschont. Das verhindert gleichzeitig, dass beispielsweise Gewürze oder Zucker verklumpen.

Konserven und Eingemachtes richtig lagern

Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch sind dank Konservierung sehr lange haltbar. Da Licht und Wärme die Lebensmittelqualität beeinflussen können, empfiehlt sich die Unterbringung in einem dunklen, kühlen Keller- oder Vorratsraum. In der Küche wird gekocht und gebacken, wodurch sich Temperaturschwankungen ergeben. Das wiederum kann Einfluss auf die Lebensmittel in den Konserven nehmen. Zu feucht darf der Aufbewahrungsort ebenfalls nicht sein. Sonst besteht Rostgefahr.

Verarbeitete Lebensmittel und Speisereste richtig lagern

Wenn vom Mittagessen Reste übrigbleiben, sollten sie nach dem Abkühlen in Kunststoff- oder Glasbehälter umgefüllt und mit einem Deckel verschlossen im Kühlschrank untergebracht werden. Das Gefäß verhindert zum einen, dass die Speisen die Gerüche anderer Lebensmittel annehmen. Zum anderen bleibt der Inhalt länger vor Bakterien geschützt.

Ein guter Platz für Reste und verarbeitete Lebensmittel ist das oberste Kühlschrankfach. Ein bis zwei Tage bleiben sie dort frisch. Alternativ lassen sich Essensreste einfrieren. An hektischen Tagen, an denen Zeit und Energie zum Kochen fehlen, steht so bereits eine fertige Mahlzeit zum Aufwärmen parat.