Soziale Medien

Barrierefrei posten: So werden Bilder für Blinde zugänglich

Sehbehinderte und Blinde haben es in den Sozialen Medien häufig schwer, Bilder und Videos zu erfassen. Doch es gibt eine Möglichkeit, dieser Nutzergruppe Posts zugänglich zu machen: Bildbeschreibungen.

Von dpa
Inklusion im Netz: Damit Blinde und Sehbehinderte in Sozialen Medien teilhaben können, benötigen sie Bildbeschreibungen zu jedem geposteten Foto.
Inklusion im Netz: Damit Blinde und Sehbehinderte in Sozialen Medien teilhaben können, benötigen sie Bildbeschreibungen zu jedem geposteten Foto. Christin Klose/dpa-tmn

Berlin - In den Sozialen Medien werden tagtäglich unzählige Bilder veröffentlicht. Die meisten Nutzer können diese Inhalte verarbeiten. Doch Blinde und Sehbehinderte sind auf gute Bildbeschreibungen angewiesen, damit sie das Gezeigte begreifen können. Denn solche Texte lassen sich mithilfe von Vorlese-Anwendungen akustisch ausgeben. So wird Visuelles auch für Sehbehinderte erlebbar.

Tipps für gute Bildbeschreibungen gibt der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) auf seiner Webseite. So sollte der erste Satz kurz und knapp alle wichtigen Infos enthalten, die es zum Verständnis des Bildes braucht. Im zweiten Schritt wird detaillierter beschrieben - Sehbehinderte sollten das Bild damit vor ihrem inneren Auge sehen können. Die Sprache sollte einfach und klar sein, Fremdwörter oder Anglizismen sind zu vermeiden. Auch die eigene Meinung sollte außen vor bleiben.

Keine Angst vor Fehlern haben

Doch wo wird die Bildbeschreibung hinterlegt? Bei Facebook und Instagram heißt das Werkzeug „Alternativtext“. Dieser kann im Bearbeitungsmodus eines Fotos eingegeben werden. Bei Twitter heißt die Funktion „Beschreibung“ und kann ebenfalls bei der Bearbeitung eines Fotos mit angelegt werden.

Grundsätzlich rät der DBSV Nutzern, nicht aus Angst vor Fehlern gänzlich auf die Bildbeschreibung zu verzichten. Selbst falsche Bildbeschreibungen seien immer noch besser als keine.