Sind CBD-Produkte

Sind CBD-Produkte : in Deutschland legal?

In letzter Zeit ist sehr viel von CBD zu hören. Gerade Menschen, die auf der Suche nach einem natürlichen Arzneimittel für die unterschiedlichsten Krankheiten sind, werden oft auf das Cannabidiol, wie es im vollen Wortumfang heißt, aufmerksam. Immer wieder sind jedoch Gerüchte zu hören, dass diese organische Verbindung der Hanfpflanze in Deutschland illegal ist. Deshalb gibt es hier die wichtigsten Infos zum Thema und über die aktuelle rechtliche Lage in ...

In letzter Zeit ist sehr viel von CBD zu hören. Gerade Menschen, die auf der Suche nach einem natürlichen Arzneimittel für die unterschiedlichsten Krankheiten sind, werden oft auf das Cannabidiol, wie es im vollen Wortumfang heißt, aufmerksam. Immer wieder sind jedoch Gerüchte zu hören, dass diese organische Verbindung der Hanfpflanze in Deutschland illegal ist. Deshalb gibt es hier die wichtigsten Infos zum Thema und über die aktuelle rechtliche Lage in Deutschland.

Worum handelt es sich bei CBD?

Cannabis enthält insgesamt über 400 unterschiedliche Bestandteile. Die zwei bekanntesten davon sind CBD und THC. Das CBD wird aus dem Hanf der Marihuana-Pflanze gewonnen. Im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol) hat es keine psychoaktive Wirkung auf das menschliche Gehirn. Umgangssprachlich formuliert: Man wird nicht high davon.

Heutzutage wird das CBD größtenteils aus sogenanntem Industriehanf gewonnen. Dieser unterscheidet sich von gewöhnlichem Marihuana und weist einen besonders niedrigen Gehalt an THC auf. 

Wofür wird CBD verwendet?

CBD wird vor allem für die Medizin immer interessanter. Zahlreiche Studien bestätigen mittlerweile, dass es eine entzündungshemmende, krampflösende und schmerzstillende Wirkung hat. Aus diesem Grund hat es auch der Bundestag im Januar 2017 einstimmig zur Medizin erklärt.

Durch das CBD lassen sich die CB1 und CB2 Rezeptoren im Gehirn stimulieren. Das führt dazu, dass die Schmerzentstehung gehemmt wird. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Schmerzmitteln liegt vor allem in den überschaubaren Nebenwirkungen. Eine längere Einnahme ist in den meisten Fällen ohne damit einhergehende negative Begleiterscheinungen möglich.

Unternehmen wie beispielsweise Cannapa oder Hanfosan haben sich auf den Handel mit CBD in Deutschland spezialisiert. Sie bieten den Stoff vor allem in Form von CBD Öl oder unter anderem als Kapseln an.

Bei den folgenden Beschwerdebildern kann die Einnahme von CBD Öl aufgrund der bisherigen Erfahrungen und Studien sinnvoll sein:

Ist CBD in Deutschland derzeit legal?

Aufgrund der Geschichte von Marihuana können sich viele Menschen immer noch nicht vorstellen, dass CBD legal in Deutschland erhältlich ist. Doch in diesem Fall gibt es Entwarnung: CBD ist in Deutschland legal zu erwerben.

Allerdings gibt es dabei ein paar wichtige Aspekte zu beachten. Grundsätzlich fällt CBD nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, weil es keine psychoaktive Wirkung aufweist. Deshalb wird CBD hierzulande entweder als Nahrungsergänzungsmittel oder als Kosmetikartikel verkauft. Den Anbietern ist es verboten, in diesem Zusammenhang eine heilende Wirkung von CBD zu versprechen. Denn dadurch würde das Produkt als Heil- beziehungsweise Arzneimittel gelten.

Generell in Deutschland verboten ist, Cannabis anzubauen und in weiterer Folge konsumierbares THC daraus zu gewinnen. Aus diesem Grund wurde auch eine Drogenproduzenten-Bande, die Plantagen in Hessen und Rheinland-Pfalz betrieben hat, vor kurzer Zeit vom Gericht schuldig gesprochen. Nicht nur der Anbau, auch der Besitz und der Weiterverkauf sind untersagt. Wer es ganz genau wissen möchte, was erlaubt und was verboten ist, kann sich in diesem Fall den Paragraph 29 des Betäubungsmittelgesetzes durchlesen.

In allen Cannabis-Pflanzen ist THC enthalten. Selbst Industriehanf weist noch geringe Spuren davon auf. Wie ist es nun mit dieser Gesetzeslage jedoch möglich, CBD in Deutschland zu gewinnen und damit Handel zu betreiben? Im Grunde genommen ganz einfach, denn hierfür hat der Gesetzgeber eine entsprechende Höchstgrenze eingeführt: Ein CBD Produkt darf in Deutschland nicht mehr als 0,2 Prozent THC enthalten.

Das ist in etwa mit alkoholfreiem Bier zu vergleichen, in dem auch eine geringe Menge an Alkohol enthalten sein darf, die aber selbst beim Konsum von mehreren Einheiten nicht berauschend wirkt. Darüber hinaus darf CBD nicht an Personen unter 18 Jahren abgegeben werden.

Zusammengefasst ist CBD also unter den folgenden Bedingungen legal:

Soll heißen: Wer als Erwachsener sein CBD Öl in einem seriösen Online-Shop aus Deutschland bestellt, ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite und braucht nicht zu befürchten, dass er damit in die Illegalität abrutscht.

Kann es sein, dass CBD künftig in Deutschland verboten wird?

Immer wieder entstehen Gerüchte über ein künftiges Verbot von CBD in Deutschland durch die Europäische Union. Hinter dem Plan werden Lobbyisten aus der Pharma-Industrie vermutet, die in der weiten Verbreitung von CBD einen großen Konkurrenten zu ihren eigenen Produkten sehen.

Die EU Kommission hat CBD als sogenanntes „Novel Food“ klassifiziert. Im Zuge der entsprechenden Verordnung aus dem Jahr 2015 gilt jedes Lebensmittel, das vor Mai 1997 nicht in nennenswertem Umfang konsumiert wurde, als „Novel Food“ (deutsch: neuartiges Lebensmittel). Aus diesem Grund müsste für die Zulassung von CBD Produkten ein entsprechender Zulassungsantrag gestellt werden.

Unklarheit herrscht jedoch darüber, welches Produkt nun genau unter die Zulassungspflicht fällt und welches nicht. Zur aktuellen Rechtslage gibt es die unterschiedlichsten Auffassungen und Auslegungen. Mittlerweile handelt es sich jedoch bei der Produktion von CBD um einen großen Wirtschaftszweig, an dem sehr viele Arbeitsplätze und damit verbunden in weiterer Folge auch Steuereinnahmen hängen.

Wer weiß, wie langsam sich die Mühlen der Europäischen Union in diesem Bereich drehen und wie lange es dauert, bis endgültige Entscheidungen getroffen werden, kann zumindest davon ausgehen, dass die rechtliche Lage noch einige Jahre in der Luft hängen wird.

Bis dahin werden wohl findige Strategen der CBD-Branche längst eine alternative Möglichkeit gefunden haben, wie sie ihre Produkte hierzulande weiterhin legal verkaufen dürfen. Die ersten Aktivitäten in diese Richtung wurden bereits unternommen. Einzelne Händler deklarieren ihre Produkte nun einfach nicht mehr als Lebensmittel, sondern als Hanfaroma-Extrakte. Da es sich nun um kein Lebensmittel mehr handelt, greift auch die Verordnung der EU nicht mehr.