Mobiles Bezahlen

Welche Systeme gibt es und wo liegen die Unterschiede?

Im Dezember 2018 hat Apple seinen hauseigenen Bezahldienst Apple Pay in Deutschland an den Start gehen lassen. In der IT-Community erfuhr diese Nachricht sehr viel Aufmerksamkeit. Dabei hat Apple nicht etwa die Tore zu einer neuen Art des Bezahlens aufgestoßen, sondern endlich einen Dienst ausgerollt, auf den viele Nutzer lange gewartet haben. Mobile Payment ist seit Jahren ein ...

31.07.2020, 13:33
Mobile Payment ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Vor allem bei kleineren Beträgen kommt das Handy dabei immer mehr zum Einsatz. Foto: 
Mobile Payment ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Vor allem bei kleineren Beträgen kommt das Handy dabei immer mehr zum Einsatz. Foto:  stock.adobe.com @amixstudio

Im Dezember 2018 hat Apple seinen hauseigenen Bezahldienst Apple Pay in Deutschland an den Start gehen lassen. In der IT-Community erfuhr diese Nachricht sehr viel Aufmerksamkeit. Dabei hat Apple nicht etwa die Tore zu einer neuen Art des Bezahlens aufgestoßen, sondern endlich einen Dienst „ausgerollt“, auf den viele Nutzer lange gewartet haben. Mobile Payment ist seit Jahren ein Wachstumsmarkt.

Zugute kommt der Entwicklung, dass viele Hersteller von Smartphones schon seit Jahren NFC-Technik in ihre Geräte einbauen. Auf der anderen Seite eröffnen neue Techniken auch zusätzliche Möglichkeiten – wie BLE: Mit Bluetooth Low Energy könnte das Zahlen mit dem Handy in vollkommen neue Dimensionen vorstoßen. Wie viele Menschen zahlen inzwischen in Deutschland mobil? Und welche Bezahldienste haben inzwischen den „Fuß“ fest in der Tür?

Der Erfolg des Mobile Payment

Unterwegs bezahlen, ohne zum Portemonnaie greifen zu müssen? Statt mit Bargeld einfach über das Smartphone den Wocheneinkauf bezahlen? Was vor einigen Jahren nach Zukunftsvision klang, erweist sich inzwischen immer öfter als Realität. Mobile Payment ist mittlerweile auch in Deutschland auf dem Vormarsch.

Gerade für das Bezahlen kleiner Beträge ist der Griff zum Handy für viele Nutzer schon heute fast selbstverständlich. Experten rechnen damit, dass diese besonders moderne Variante des Bezahlens auch in Zukunft Marktanteile gewinnen wird.

Aller Anfang ist schwer

Doch die Geschichte des Mobile Payment hat bereits vor Jahren begonnen. Erste Ansätze wurden bereits recht zeitig mit der zunehmenden Verbreitung der Handys entwickelt. Aufgrund regulatorischer sowie technischer Hürden waren die Möglichkeiten allerdings begrenzt.

Die Abrechnung erfolgte damals über Premium SMS-Dienste und die Telefonrechnung. Besonders Premium SMS hat sich für die weitere Entwicklung als eher hinderlich erwiesen, denn über diesen Dienst durften lediglich mobilfunknahe Leistungen abgerechnet werden. Eine Tatsache, welche die Nutzung des Mobile Payment maßgeblich eingeschränkt hätte. Infrage kam diese Abrechnung unter anderem für:

Wirkliche Fortschritte machte die Entwicklung ab Mitte der 2000er Jahre. Mit Einführung der ersten Smartphones veränderten sich das Nutzungsverhalten sowie die mobile Kommunikation nachhaltig. Durch die deutlich leistungsfähigeren Geräte eröffneten sich Entwicklern zudem gänzlich neue Anwendungsbereiche – was auch das Mobile Payment einschloss.

Wirklich Fahrt aufgenommen hat die Entwicklung mit dem Entstehen der verschiedenen Wallets-Anwendungen und Payment-Dienste – woran auch die zunehmende Dominanz der FinTech-Branche Anteil hat. Banken haben sich anfangs kaum für das mobile Bezahlen interessiert. In diese Lücke ist inzwischen eine ganze Reihe von Unternehmen vorgestoßen, um erfolgreich Fuß zu fassen.

Mobile Payment im globalen Maßstab

Wie stark sind mobile Bezahlmöglichkeiten inzwischen global verbreitet? Entscheidend sind an dieser Stelle zwei Faktoren: Die Entwicklung des Smartphone-Marktes und die Akzeptanz der Bevölkerung. Dabei ist eine hohe Durchdringung der Gesellschaft mit Handys nicht gleichbedeutend mit einer proportionalen Verwendung mobiler Bezahldienste.

In Deutschland ist die Mehrheit der Haushalte laut Statistischem Bundesamt mit einem Smartphone ausgestattet. Trotzdem erreicht mobiles Bezahlen aktuell nur einen Bruchteil der Haushalte. Bargeld spielt bei vielen Transaktionen nach wie vor eine wichtige Rolle. In den USA zeichnen Medienberichte ein ähnliches Bild. Auch hier steht diese Form des Payments immer noch hinter etablierten Zahlungsmethoden wie der Kreditkarte zurück.

Asien ist Spitzenreiter für mobiles Bezahlen

Anders die Situation in Asien. Südkorea gilt als Musterbeispiel für digitale Kommunikation. In der Heimat vieler High-Tech-Konzerne ist die Akzeptanz für mobiles Bezahlen sehr viel stärker ausgeprägt.

Über die Gründe lässt sich am Ende spekulieren. Neben der Bequemlichkeit dürfte es wahrscheinlich auch eine geringere Hemmschwelle im Hinblick auf den Datenschutz sein. Überraschend ist, dass auf dem indischen Subkontinent Mobile Payment ebenfalls sehr stark zunimmt. Hierfür wird mitverantwortlich sein, dass die Dichte von Bankfilialen gering ist. Mobile Payment funktioniert dagegen rund um die Uhr – an sieben Tagen pro Woche.

In Deutschland entscheiden sich die Menschen noch zögerlich für das Bezahlen mit dem Handy. 
In Deutschland entscheiden sich die Menschen noch zögerlich für das Bezahlen mit dem Handy. 
Foto: stock.adobe.com @rawpixel.com

Mobile Payment in Deutschland

In Deutschland geht der Griff immer noch eher selten Richtung Smartphone, wenn es ums Bezahlen geht. Eine Untersuchung von PwC (PricewaterhouseCoopers) kommt zu dem Ergebnis, dass über die Gesamtbevölkerung betrachtet gerade ein Viertel zum Mobile Payment greifen – und hier auch nur gelegentlich. Besonders in der Altersgruppe bis 30 Jahre ist diese Form des Bezahlens überdurchschnittlich verbreitet. In der Studie gab mit 46 Prozent fast jeder zweite Umfrageteilnehmer an, diese Methode zu nutzen. Dagegen lag die Akzeptanz in der Altersgruppe ab 60 bei gerade einmal 12 Prozent, also deutlich unter dem Durchschnitt. Wird das Zahlungsverhalten im internationalen Maßstab betrachtet, liegt Deutschland hinter seinen Nachbarn. So wird beispielsweise in Österreich und den Niederlanden deutlich öfter mit dem Smartphone bezahlt, wie die Zahlen zeigen:

Wie funktioniert das mobile Bezahlen heute?

Mobile Payment hat mehrere Gesichter. Abgerechnet werden kann nach wie vor über die Telefonrechnung – was allerdings eher selten genutzt wird. Sehr verbreitet sind:

Besonders bekannt dürften aus der Liste Wallet-Lösungen und die NFC-Technologie sein. Letztere kommt auch im Rahmen des kontaktlosen Bezahlens über die Geldkarte zum Einsatz. Hier kommunizieren ein Chip mit den Zahlungsinfos und das Bezahlterminal am POS (Point of Sale) miteinander.

QR-basierte Zahlungen sind vielen Verbrauchern als Möglichkeit wahrscheinlich gar nicht bekannt. Voraussetzung ist, dass diese Methode für den jeweiligen Nutzer zugelassen ist – sprich eine entsprechende Banking-App installiert wird, welche das Bezahlen mittels eines QR-Codes zulässt.

Bei der NFC-Technologie kommunizieren ein Chip mit den Zahlungsinfos und das Bezahlterminal am POS (Point of Sale) miteinander
Bei der NFC-Technologie kommunizieren ein Chip mit den Zahlungsinfos und das Bezahlterminal am POS (Point of Sale) miteinander
Foto: stock.adobe.com @navee

BLE (Bluetooth Low Energy) ist noch eine recht neue Technologie und daher nur sehr eingeschränkt verfügbar. Was diese Methode allerdings so besonders macht, ist der Komfortfaktor. Da BLE eine deutlich höhere Reichweite als NFC hat, kann sich das Smartphone bereits aus mehreren Metern Entfernung mit dem Beacon (Bezahlterminal) in Verbindung setzen. Der Nutzer muss an der Kasse nur darauf hinweisen, dass er mobil zahlen will – und bekommt seine Rechnung.

Die größten mobilen Bezahlsysteme

Mobile Payment ist nicht neu, sondern hat sich bereits vor einigen Jahren etabliert. Doch wie sieht der Markt heute aus? In den letzten Jahren haben sich einige Anbieter etabliert, von denen etliche in direkter Verbindung zu den großen Tech-Firmen stehen. Apple Pay oder Huawei Pay sind nur zwei Beispiele. Daneben versuchen aber auch diverse FinTech-Start-Ups zunehmen im Bereich des Mobile Payment Fuß zu fassen.

Hierbei handelt es sich um den hauseigenen Bezahldienst des Tech-Giganten und iPhone-Erfinders aus Cupertino. Apple Pay wurde bereits 2014 offiziell in den USA vorgestellt und ist hier seit Ende Oktober 2014 auch verfügbar. International hat das Unternehmen den Bezahldienst allerdings erst nach und nach ausgerollt.

So ging Apple Pay zu folgenden Daten an den Start in:

Für die praktische Umsetzung des Bezahldienstes im stationären Handel setzt das System auf den Einsatz der NFC Technik. Zusätzlich ist die Verwendung der App-Wallet für Zahlungen mit dem Bezahldienst erforderlich.

Wie laufen Zahlungen in der Praxis ab? Das Apple Pay System versendet keine „realen“ Kreditkartendaten, sondern nutz einen Kniff: Für die echten Karten werden virtuelle Kartennummern generiert – die sogenannte Device Account Number. Diese wird separat gespeichert und beim Bezahlen an den Terminal des Verkäufers übermittelt. Von hier wird die Nummer ins Bankennetzwerk eingespeist und bestätigt. Anschließend muss der Nutzer die Transaktion noch über iPhone oder Apple Watch bestätigen.

Apple Pay wird in Deutschland inzwischen von einer ganzen Reihe an Banken unterstützt. Hierzu gehören unter anderem:

Für die kommenden Jahre ist mit einem weiteren Ausbau des Akzeptanznetzes zu rechnen. Eine Stärke von Apple Pay ist, dass inzwischen auch online sehr viele Akzeptanzstellen für den Dienst verfügbar sind. So setzt unter anderem eine ganze Reihe von Online Casinos auf die unterschiedlichen Leistungen des Dienstes. Gerade in dieser Branche sind vertrauensbildende Maßnahmen sehr wichtig und Transaktionen auf diesem Weg besonders sicher und schnell abgewickelt. Wenn also ein großer Name wie Apple eine Bezahlmöglichkeit offeriert, nehmen viele Anbieter diese auch in Anspruch.

Für ein Online-Payment entfällt natürlich die Kommunikation mittels NFC. Hier wird ausschließlich auf die Wallet gesetzt.

Großer Nachteil des Bezahldienstes ist die starke Kopplung an Apple-Geräte. Damit schränkt sich die Zielgruppe deutlich ein. Aber: Apple Pay kann auch für Zahlungen im Safari Browser verwendet werden.

Wer hinter Google Pay steckt, ist eigentlich selbsterklärend. Der Tech-Riese aus den USA hat bereits früh angefangen, sich mit Bezahlfunktionen im Internet zu beschäftigen. Offiziell wurde Google Pay im Mai 2015 vorgestellt und ging im September des gleichen Jahres an den Start. Allerdings experimentierte der Konzern bereits 2006 mit eigenen Bezahllösungen wie Google Checkout.

Der Bezahldienst Google Pay, den einige Nutzer vielleicht auch noch als Android Pay kennen, setzt einerseits auf Cross-Plattform-Funktionen. Auf der anderen Seite bietet sich der Dienst aber auch für Zahlungen zwischen Apps an. Mittlerweile ist der Dienst auch in der EU als E‑Zahlungsdienst (als sogenanntes E-Geld-Institut) anerkannt.

Der Vorteil von Google Pay ist die starke Verbreitung des Betriebssystems Android auf mobilen Endgeräten. Für Nutzer allerdings etwas verwirrend kann das Angebot von Drittanbietern werden, die zusätzlich Bezahl-Apps entwickeln.

Übrigens: Die Nutzung ist inzwischen nicht mehr nur mit einem Smartphone möglich. Seit Ende 2018 können Verbraucher auch Smartwatches zum Bezahlen nutzen, welche auf dem Betriebssystem Wear OS basieren, welches Google für Wearables entwickelt hat.

Samsung Pay ist im August 2015 in Südkorea an den Start gegangen. Im Kern setzt die Technik auf das Bezahlen über den NFC-Chip, kann aber auch Magnetstreifenzahlungen emulieren. Neben Kredit- und Debitkarten können zudem Kundenkarten mit der App für Samsung Pay verknüpft werden. Allerdings wird die Nutzung im Rahmen einer Magnetstreifenzahlung dahingehend limitiert, dass nicht alle Terminals diese Funktion zulassen – sondern eingesteckte Karten erwarten.

Für Deutschland steht der Dienst leider noch nicht zur Verfügung (Stand April 2020). Bezahlt werden kann in Europa unter anderem in:

Was die Sicherheit anbelangt, setzt Samsung Pay auf eine zusätzliche Authentifizierung. Gleichzeitig wird das Magnetfeld für die Zahlung ab einem gewissen Abstand zum POS-Terminal wieder deaktiviert.

Der große Vorteil des Ganzen ist die automatische Integration in Samsung-Hardware – was gleichzeitig zum Nachteil wird, etwa im Zusammenhang mit einem Gerätewechsel. Glücklicherweise ist die Gemeinde der Nutzer von Samsung-Smartphones entsprechend groß.

Hinter Payback Pay steht mit der Payback GmbH ein Unternehmen, das viele aufgrund des Bonussystems kennen werden. In den letzten Jahren hat der Dienstleister ein Bezahlsystem entwickelt, welches auf der Generierung eines QR-Codes basiert. Dieser kann an der Kasse einfach abgescannt werden. Die Abbuchung des fälligen Betrags erfolgt einige Tage nach dem Einkauf.

Der Vorteil: Da der Code innerhalb einer App nach der PIN-Eingabe oder dem Scannen des Fingerabdrucks erfolgt, können Infos nicht einfach ausgelesen werden. Entwickelt wird die Technik hinter dem mobilen Bezahldienst von Payback durch die UMT AG. So einfach das System in der Anwendung erscheint, so gravierend sind derzeit noch die Einschränkungen.

Bisher ist Payback Pay nur über ausgewählte Partner verfügbar. Laut Website von Payback handelt es sich bisher um acht größere Handelspartner wie real oder dm. Damit ist die praktische Anwendbarkeit immer noch eingeschränkt. Payback Pay plant allerdings, den Umfang der Akzeptanzstellen in Zukunft auszuweiten.

Mobile Payment - deutsche Banken und Sparkassen hinken hinterher

Banken haben das Geschäft mit mobilen Bezahlsystemen und ePayment-Diensten lange „schleifen“ lassen. Ein Versäumnis, welches sich in den kommenden Jahren rächen wird. Große Stücke des Kuchens sind bereits verteilt. Zahlungen im Internet werden heute sehr oft über Drittanbieter abgewickelt:

Auf der anderen Seite sind FinTech-Start-Ups und die großen Tech-Konzerne ins Mobile Payment eingestiegen. Dass Banken einen direkten Zugang zum Konto ihrer Kunden haben, so zeigt sich, ist keine Garantie für deren Präferenz hinsichtlich der Bank-Apps.

Inzwischen haben viele Privatkundenbanken das Thema erkannt – und sehen im mobilen Bezahlen auch Potenzial. So entwickelten unter anderem die folgenden Institute eigene Apps für das Mobile Payment:

Deren Funktion basiert meist auf einem Zusammenspiel aus der NFC-Technologie und einer hinterlegten Kreditkarte. Es bleibt abzuwarten, wie diese Verfahren letztlich angenommen werden.

Wie sicher sind mobile Bezahlsysteme?

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Foto: stock.adobe.com @Robert Kneschke

Die wahrscheinlich größte Hürde der mobilen Bezahlsysteme ist nach wie vor die Frage nach der Sicherheit. Was passiert zum Beispiel, wenn Nutzer ihr Handy – etwa das iPhone – verlieren. Können Kriminelle dann nicht einfach die im System hinterlegte Kreditkarte zum „Glühen“ bringen? Haben IT-Experten in der Vergangenheit nicht unter Beweis gestellt, dass sich auch die NFC Technologie aushebeln – sprich von Kriminellen knacken lässt? Solche Sorgen sind – und dazu auch Ängste im Hinblick auf den Datenschutz – berechtigt. Anbieter wie Apple Pay oder das Pendant von Google arbeiten aus diesem Grund mit mehreren Sicherheitselementen. Ein Ansatz: Jede Transaktion muss bestätigt werden. Hierfür wird auch:

- Fingerprint-Sensoren
- PIN/Zeichencode
- Gesichtserkennung

gesetzt. Nur durch eines dieser Merkmale autorisiert wird die Transaktion ausgelöst. Eine zweite Maßnahme: Bei Verlust oder Diebstahl kann das Mobiltelefon entweder mit einem neuen Passwort gesperrt oder gelöscht werden. Dieser Vorgang sorgt dafür, dass alle sensiblen Daten gelöscht werden.

Der Schutz von NFC-Methoden ist etwas schwieriger. Technisch ist das Auslesen der Informationen möglich. Schützen können sich Verbraucher unter anderem durch den Einsatz spezieller Schutzhüllen. Diese schirmen NFC-Chips ab, was besonders bei Bankkarten inzwischen verbreitet in Erwägung gezogen wird. Sollte es zum Verlust kommen, wird nach Möglichkeit umgehend mit der Bank Kontakt aufgenommen.

Die Zukunft des Mobile Payments

Mittlerweile setzen viele Entwickler auf mobiles Bezahlen – und arbeiten an immer neuen Möglichkeiten, um den Bezahlvorgang noch bequemer zu machen. Dabei darf es aber nicht allein um mehr Komfort beim Bezahlen gehen. Wichtig ist aus Sicht der Nutzer, dass Sicherheit nicht auf der Strecke bleibt. Branchenkenner gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren gerade das kontaktlose Bezahlen und Mobile Payment weiter an Bedeutung gewinnen wird. Bereits die eingangs angesprochene PwC-Studie legt diesen Eindruck nahe. Hier ein Ausblick gewagt. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer will in den kommenden Jahren mobil bezahlen. Wachsende Akzeptanz ist letztlich nur eine Seite der Medaille.

Am Ende geht es auch um die Frage, wie die Entwicklung technisch weitergehen wird. Bezahlen mit der Apple Watch ist ein Hinweis darauf, dass in Zukunft auch Wearables stärker in den Mittelpunkt geraten. Gemeinsam mit der BLE-Technik lassen sich hier einige Szenarien entwickeln. Vielleicht werden klassische Supermarktkassen vielleicht auch bald überflüssig, wenn sich das Smartphone im Store selbst anmeldet und zum Handheld zum Abscannen der Artikel wird – inklusive automatischer Zahlung.

Fazit: Mobile Payment auf dem Vormarsch

Einfach, schnell und kontaktlos – mobiles Bezahlen hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Anders, als viele Nutzer im ersten Moment erwarten, sind hier nicht Banken der treibende Motor, sondern Tech-Firmen. Unternehmen wie Google oder Apple haben inzwischen eigene Payment-Services entwickelt, die Zahlung zwischen Apps und im Internet sowie im stationären Einzelhandel zulassen. Deutschland hinkt in diesem Zusammenhang anderen Ländern (auch direkten Nachbarn) zwar immer noch hinterher, holt aber auf. Mobiles Bezahlen wird in Zukunft noch stärker wachsen – und den einen oder anderen interessanten Trend auslösen. Gerade die BLE-Technik dürfte Lösungen ermöglichen, die sich viele Nutzer heute noch gar nicht vorstellen können.