Verdauungsbeschwerden

Wie kann man eine Verstopfung behandeln?

07.01.2022, 09:24
Was tun gegen akute Verstopfung?
Was tun gegen akute Verstopfung? Foto: pixabay.com/nastya_gepp

Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung führen nicht selten zu Unwohlsein. Für Betroffene ist es sehr unangenehm, unter Obstipation zu leiden. Was Sie also dagegen tun können, welche Hausmittel helfen und wie Sie Verstopfung vorbeugen, zeigt dieser Artikel.

Was ist Verstopfung überhaupt?

Unter Verstopfung – auch Obstipation genannt – spricht man, wenn jemand weniger als dreimal in der Woche Stuhlgang hat und der Stuhl aufgrund der langen Verweildauer im Darm hart ist, was zu Schmerzen bei der Ausscheidung führen kann. Am häufigsten leiden Menschen unter einer vorübergehenden Verstopfung, die nur hin und wieder auftritt, wenn sie sich zeitweise falsch ernähren oder sehr viel Stress haben. Sobald sich die Lebensumstände wieder ändern, kommt auch der Darm wieder in Schwung. Hierbei helfen auch Hausmittel und natürliche Abführmittel, wie man sie bei Carimera findet.

Eine chronische Verstopfung lässt sich allerdings schwerer beheben. Hierbei besteht seit mindestens 3 Monaten keine zufriedenstellende Stuhlentleerung, was von einem Gefühl der Blockierung des Darms einhergeht. In diesem Fall könnte auch eine Krankheit wie Diabetes vorliegen, was Betroffene dringend untersuchen lassen sollten.

Was tun gegen akute Verstopfung?

Es gibt viele Hausmittel, die gegen akute Verstopfung helfen, sodass Sie nicht sofort zu einer Flasche Abführmittel greifen müssen. Oftmals ist es mit wenigen Dingen getan und Sie haben wieder eine normale Verdauung.

Bereits ein Espresso nach einer Mahlzeit kann Wunder wirken. Kaffee regt die Darmtätigkeit an und hilft somit effektiv gegen leichte Verstopfungen oder ein Völlegefühl nach dem Essen. Außerdem verhilft Koffein zu einer Produktion von mehr Magensäure, die unabkömmlich für eine rege Verdauung ist.

Darüber hinaus werden Sie auch in Ihrem Gewürzregal fündig, wenn Sie nach einem Hausmittel gegen Obstipation suchen. Anis, Fenchel und Kümmel sind besonders beliebt, doch auch Pfefferminz und Kamille unterstützen eine gesunde Verdauung. Einfach als Tee zubereitet, helfen diese Gewürze schnell, die Beschwerden einer Verstopfung loszuwerden.

Eine weitere Möglichkeit, eine akute Verstopfung loszuwerden, ist Bewegung. Dabei müssen Sie nicht zwangsläufig nach jeder Mahlzeit Sport treiben, doch ein Verdauungsspaziergang schadet nie. Nach dem Mittagessen retten Sie sich mit so einem Spaziergang also nicht nur vor einem Nachmittagstief, sondern Sie helfen Ihrem Verdauungstrakt dabei, die bereits gegessenen Speisen zu verdauen. Vor allem im Alter ist Bewegung nach dem Essen wichtig, denn ein Bewegungsmangel gilt als einer der häufigsten Gründe für Obstipation bei älteren Menschen.

Wer unter Verstopfung leidet, profitiert zudem von der Wirkung von Leinsamen oder Flohsamen. Da diese Lebensmittel das Volumen des Darminhaltes steigern, beschleunigen und erleichtern sie die Stuhlentleerung. Flohsamen sind sogar in der Lage, freies Wasser sowie Giftstoffe im Darm zu binden. Nehmen Sie hierfür einfach 1-2 Esslöffel Leinsamen oder einen Esslöffel Flohsamen zu sich – entweder im Essen oder mit Wasser gemischt als Getränk. Beachten Sie, dass auf eine Portion Leinsamen mindestens 150 ml Wasser kommen sollten. Bei Flohsamen sind es 200 ml Wasser.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Verstopfung

Damit es gar nicht erst so weit kommt und Sie unter Verstopfung leiden, sollten Sie sich um eine gesunde Ernährung bemühen. Um den Darm zu entlasten und eine einfache Verdauung zu ermöglichen, ist es wichtig, viele Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte sind reich an Ballaststoffen. Kohlenhydratreiches und fettiges Essen hingegen sorgt vielmehr dafür, dass der Darm träge wird. Zudem ist es wichtig, ausreichend Wasser oder ungesüßte Tees zu trinken. Sie sollten etwa auf 1,5 Liter am Tag kommen.

Essen Sie am besten in Ruhe. Wer hetzt und Mahlzeiten geradezu hinunterschlingt, tut seinem Verdauungstrakt keinen Gefallen. Wussten Sie, dass Verdauung bereits im Mund beginnt? Wenn Sie lange genug kauen, sind die Enzyme im Speichel in der Lage, bereits die ersten großen Nahrungsbestandteile aufzuschließen. Dadurch werden die nachfolgenden Verdauungsorgane entlastet.

Zudem ist es besser für Ihre Verdauung, kleine Portionen zu essen. Die letzte Mahlzeit sollte allerdings nicht kurz vor dem Zubettgehen stattfinden, da auch das die Verdauung stört. Außerdem behindert dies Ihren Schlaf.

Auch Stress ist ein Faktor, der den Stuhlgang wesentlich beeinflusst. Gestresste Menschen, die unter Dauerstrom stehen, haben häufig Probleme mit der Verdauung. Oftmals hilft es jedoch nicht, nur den Lebensstil zu ändern, da sie bereits von alltäglichen Dingen gestresst sind. Viele sind darauf angewiesen, eine Entspannungsmethode zu finden, durch die sie zur Ruhe kommen. Progressive Muskelentspannung oder auch Meditation können Abhilfe schaffen.

Fazit

Verstopfung ist für Betroffene sehr unangenehm, doch es gibt Mittel und Wege, um die Verdauungsbeschwerden schnell loszuwerden. Seien es Hausmittel, Abführmittel oder eine Veränderung des Lebensstils – man kann vieles dafür tun, damit der Darm wieder richtig arbeitet. Wer allerdings über einen langen Zeitraum hinweg unter Obstipation leidet, sodass man von chronischer Verstopfung sprechen kann, sollte einen Arzt aufsuchen und abklären, ob nicht doch eine Krankheit hinter den Beschwerden steckt.