Lästige Plagegeister

Diese Hausmittel helfen gegen Mückenstiche

Das Summen von Mücken kann den schönsten Sommerabend vermiesen. Und dann erst diese juckenden Stiche - ständig will man sich kratzen. Gut dran ist, wer dann die richtigen Hausmittel kennt.

Aktualisiert: 24.05.2022, 16:24
Die Mückensaison erstreckt sich über vier Monate - von Anfang Juni bis Ende September.
Die Mückensaison erstreckt sich über vier Monate - von Anfang Juni bis Ende September. Symbolfoto: IMAGO / McPHOTO

München/dpa/DUR - Die ersten Mücken treiben bereits ihr Unwesen. Die kleinen Insekten können einem jedoch den Verstand rauben. Ob bei einem gemütlichen Abend auf der Terrasse oder natürlich kurz vor dem Einschlafen surren sie einem um die Ohren. In Deutschland leben mehr als 50 verschiedene Mückenarten, teilt die AOK mit. Die heimischen Mücken gelten zwar als harmlos, doch vor allem tropische Arten, die sich auch immer mehr in Deutschland verbereiten, können gefährliche Krankheiten übertragen.

Wann ist die Mückenzeit zu Ende?

Die Mückensaison erstreckt sich über vier Monate - von Anfang Juni bis Ende September. Allerdings können milde Temperaturen auch dafür sorgen, dass die Mücken schon früher schlüpfen.

Was hilft gegen das Jucken von Mückenstichen?

Neben einigen Cremes, die kühlend wirken oder auch durch Cortisol entzündungshemmend wirken können, gibt es jedoch auch Hausmittel die gegen Mückenstiche helfen:

    Hausmittel gegen Mückenstiche

  • mit einem Kühlpad oder nassem Tuch kühlen
  • ein paar Tropfen Essig oder eine aufgeschnittene Zwiebel verschaffen Linderung
  • Teebaumöl: fünf bis sieben Tropfen in 100 Milliliter Wasser verdünnen
  • Aloe Vera auf den Mückenstich auftragen

Warum jucken Mückenstiche?

Neben Kälte kann jedoch auch Hitze den Juckreiz von Mückenstichen lindern. Der Zweck sei vor allem die Zerstörung des Enzyms, das die Mücken in ihrem Speichel haben, damit das menschliche Blut beim Saugen nicht gerinnt - das würde den feinen Rüssel der Mücke verstopfen, erklärt Hausarzt Christoph Liebich. Das Problem: Ihr Speichel provoziert in unserem Körper eine Abwehrreaktion und beschert uns diesen unangenehmen Juckreiz.

So gibt es mitunter in Apotheken batteriebetriebene Hitzestifte, die auf den Mückenstich gedrückt werden und die Stelle erhitzen. „Hitze direkt drauf ist gut. Die zerstört dieses Enzym, weil es aus Eiweiß besteht“, erklärt der Mediziner aus München.

„Das ist wie beim Eier-Kochen". Wer allerdings zuhause ist und nicht im Besitz eines solchen Stiftes ist, kann auch mit einem Löffel Abhilfe schaffen. Diesen unter heißem Wasser erwärmen und anschließend ein paar Minuten auf den Stich legen. Aber Achtung, der Löffel sollte nicht zu heiß sein, sonst können Verbrennungen entstehen.

Mückenstiche nicht aufkratzen

Wenn es juckt, dann wird gekratzt. Doch gerade bei Insektenstichen wird davon abgeraten. Wer kratzt, arbeitet die Enzyme im Mückenspeichel am Ende nur tiefer ins Gewebe ein und bringt über die Fingerkuppen schlimmstenfalls noch Schmutz und Keime in die Wunde - Infektionsgefahr. Man sollte auch nicht mit dem Arm auf der Stelle reiben, sagt Liebich. „Am besten ist es, gar nicht am Stich herum zu manipulieren.“

Anders sieht es drumherum aus: Jedenfalls gibt die Stiftung Warentest den Ratschlag, mit zwei Fingern die Haut um die Stichstelle herum einzukneifen. Da lasse der Juckreiz oft nach, heißt in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 07/21).

Wann zum Arzt nach Mückenstich

Nicht jeder reagiert gleich auf Mückenstiche. „Hat man zum Beispiel ein hochempfindliches Immunsystem, reagiert man womöglich sensibler“, sagt Liebich. Wer in Folge des Stichs Kreislaufprobleme bekommt oder Schwierigkeiten beim Atmen hat, wer Fieber oder Schüttelfrost hat, der sollte zum Arzt gehen. Das gilt auch bei stark entzündeten Stichen.

So schützt man sich gegen Mücken im Schlafzimmer und draußen

Zum Schutz gegen Mücken empfiehlt die Stiftung Warentest, abends - wenn die Mücken besonders aktiv sind - lange, dicht gewebte Kleidung zu tragen. Fliegengitter vor dem Fenster sowie Moskitonetze über dem Bett halten die kleinen Insekten ebenfalls ab.

Außerdem rät die AOK von süßen Parfums und Deos ab. Ebenfalls sollte der Schweiß, zum Beispiel durch Duschen minimiert werden, da sich die Insekten von dem Geruch angezogen fühlen.

Werden Mücken von Licht angelockt?

Von Mücken-Abwehrmitteln zum Auftragen auf die Haut haben laut der Stiftung jene mit den Wirkstoffen Diethyltoluamid (DEET), Icaridin oder Para-Menthan-3,8-diol (PMD) in Produkttests gut abgeschnitten. Nicht überzeugend seien Mittel auf Basis ätherischer Öle gewesen.

Oft gehört, aber leider falsch: Der Tipp, dass man abends im Schlafzimmer das Licht auslassen sollte, weil das Mücken anziehe. Tatsächlich sehen Mücken schlecht und werden eher von Gerüchen wie Parfüm und dem Kohlenstoffdioxid in der Ausatemluft angelockt.