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Augenkrankheiten rechtzeitig erkennen

Augenkrankheiten rechtzeitig erkennen.
Augenkrankheiten rechtzeitig erkennen. (Foto: Sofie Zbořilová auf Pixabay)

Wenn wir morgens die Augen aufschlagen, ist es für uns ganz selbstverständlich sehend durch unseren Alltag zu gehen und unsere Außenwelt visuell zu erfahren. Doch um unser hochpräzises Sehorgan gesund zu erhalten, ist es wichtig, die Anzeichen für die gängigsten Augenkrankheiten rechtzeitig zu erkennen bzw. frühzeitig vorzubeugen.

Grauer Star

Global gesehen ist der Graue Star die häufigste Ursache für Erblindung. Generell lässt sich diese Erkrankung zwar sehr gut behandeln, doch vor allem in den Entwicklungsländern fehlen Mittel und Infrastruktur für die notwendige Operation.

Beim Grauen Star wird die Augenlinse allmählich trüb, wodurch sich das Sehvermögen verschlechtert. Wer an einem Grauen Star erkrankt, sieht wie durch einen trüben Schleier. Die Konturen und Kontraste werden zunehmend unscharf, die Farben matt. Manche Menschen sehen auch Doppelbilder.

Der anerkannte Augenarzt Dr. med. (H) Richard Nagy vom Lux Augenzentrum erklärt: "Ein Grauer Star muss zwingend operiert werden, da dies die einzig wirksame Therapie ist. Dabei wird die natürliche Linse durch eine Kunstlinse ersetzt. Es handelt sich um eine Routineoperation mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von etwa 99 Prozent, sofern keine anderen Augenkrankheiten vorliegen."

Grüner Star

Der Grüne Star oder auch Glaukom genannt ist eine Erkrankung des Auges, die auch in unseren Breiten zur Erblindung führen kann. Die Ursache ist meist ein dauerhaft erhöhter Augeninnendruck. Die Symptome für den Grünen Star können sehr unterschiedlich sein, da es verschiedene Arten gibt. Wer jedoch an einem verschlechterten Sehvermögen, Augenschmerzen, Rötungen oder Kopfschmerzen leidet, sollte diese Symptome vom Augenarzt abklären lassen, um sich Gewissheit zu verschaffen.

Die Behandlungsmöglichkeiten für ein Glaukom sind vielfältig und reichen von Medikamenten bzw Augentropfen bis zu einer Operation. Das Ziel all dieser Maßnahmen ist, den Augeninnendruck langfristig zu senken und dadurch das Risiko von Augenschäden und Erblindung zu minimieren.

Makuladegeneration

Hinter dem etwas sperrigen Namen Makuladegeneration steckt eine altersbedingte Augenerkrankung, die in den westlichen Industrieländern am häufigsten zur Erblindung führt. Die Makula ist ein kleiner Punkt mit der größten Sehschärfe auf der Netzhaut des Auges. Durch Ablagerungen aus Stoffwechselprodukten wird die Makula langfristig angegriffen bzw. zerstört.

Die Wahrnehmung von Licht und die räumliche Orientierung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Doch das Motiv, auf das sich das Auge konzentriert, kann nicht mehr scharf wahrgenommen werden.

Konkret zeigt sich eine angehende Makuladegeneration meist erst ab dem 60. Lebensjahr, indem Buchstaben oder Fotos vor dem Auge verschwimmen oder verzerrt wahrgenommen werden. Die Farben wirken generell blasser. Bei fortschreitenden Erkrankungen wird in der Mitte des Sehfeldes ein leerer Bereich wahrgenommen. Die Makuladegeneration lässt sich durch Medikamente oder Lasertherapie behandeln.

Bindehautentzündung

Wohl jeder von uns ist schon einmal an einer Bindehautentzündung erkrankt. Unser Auge ist permanent damit beschäftigt, Krankheitserreger und Umweltgifte abzuwehren. Wenn es diese Arbeit nicht mehr schafft, droht meist eine Entzündung des Auges. Die Symptome einer Bindehautentzündung sind rote, juckende Augen, geschwollene Augenlider und verklebte Augen am Morgen. Das Sehvermögen wird durch diese Erkrankung jedoch nicht eingeschränkt.

Mit einer Bindehautentzündung ist nicht zu spaßen, denn Folgeschäden können nicht ausgeschlossen werden. Es ist daher notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Bei einer bakteriellen Bindehautentzündung wird dieser antibiotikahaltige Augentropfen oder eine Augensalbe verschreiben. Am Wichtigsten ist jedoch, die Ursache für die Erkrankung zu beseitigen. Die Entzündung kann so rasch und folgenlos ausheilen.