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Rekordinflation & Kaufkraftverlust:

Was das für Verbraucher*innen bedeutet und wie sie sich schützen können

14.09.2022, 15:06
Die steigende Inflationsrate entwertet unser Geld.
Die steigende Inflationsrate entwertet unser Geld. Bild: Pexels, Karolina Grabowska

Die Inflation ist in Deutschland und weltweit auf Rekordwerte gestiegen. Ein Ende der Entwicklung ist allerdings nicht abzusehen. Die Auswirkungen sind für Verbraucher gravierend und gehen weit über stark steigende Energie- und Lebensmittelpreise hinaus. Wie sollten sich die Verbraucher verhalten? Welche Möglichkeiten haben sie, ihr schwer erarbeitetes Geld davor zu schützen, von der Inflation „aufgefressen“ zu werden?

Verlust der Kaufkraft durch Niedrigverzinsung

Laut der Deutschen Bundesbank fristen auf deutschen Konten rund 3 Billionen Euro mehr oder weniger unverzinst ihr Dasein. Bleibt die Inflation ein Jahr lang bei 8 Prozent, entsteht dadurch ein Kaufkraftverlust von über 200 Milliarden(!) Euro. Diese Summe würde das gerade vorgestellte dritte Entlastungspaket der Bundesregierung um den Faktor 3 übersteigen. Die Angst vieler Sparerinnen und Sparer, ihr Geld zu verlieren, ist also sehr real. Aus diesem Grund sollten die Verbraucher überlegen, ob sie ihr Geld nicht lieber investieren.

Fabian Mohr, der Co-Gründer von UnitPlus, einem auf smarte Geldanlagen spezialisierten FinTech-Unternehmen, sieht ein langfristiges Investment als gute Möglichkeit, um sich der Geldentwertung zu entziehen: „Daher ist aus unseren Augen die Geldanlage fast alternativlos. Breit gestreute Aktienfonds, ETFs, Immobilien und andere Sachwerte können hier einen Schutz bieten. Gerade ETFs eignen sich dank ihrer breiten Streuung, täglichen Verfügbarkeit und kostengünstigen Strukturen.“

Börse trotz Turbulenzen ein sicherer Hafen in unruhigen Zeiten

Zugegebenermaßen erlebt auch die Börse schwierige Zeiten. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass es zwischen 2021 und 2022 sogar einen Rückgang der Aktionärsquoten hierzulande gab bzw. noch gibt. Die Ursachen für diese Entwicklungen liegen laut Beobachter in den weltweiten wirtschaftlichen Verwerfungen. Dennoch sind Anlagen im Kapitalmarkt noch immer empfehlenswert, vor allem auch für alle diejenigen, die durch den Gang an die Börsen etwas für ihre Altersvorsorge tun wollen.

„Geldanlage ist alternativlos.“, Fabian Mohr (Mitte) ist Entwickler einer Geldanlage-App. 
„Geldanlage ist alternativlos.“, Fabian Mohr (Mitte) ist Entwickler einer Geldanlage-App. 
© Fabian Mohr

Mohr bedauere die Entwicklung der rückläufigen Aktionärsquoten: „Dabei war das Thema der privaten Altersvorsorge bei den aktuell nach wie vor vorherrschenden niedrigen Zinsen und einer hohen Inflation selten wichtiger. Während sich das Angebot, an der Börse aktiv zu werden in den letzten Jahren ständig erweitert hat, kam es doch auch zu Fehlanreizen, die das ständige Handeln von Wertpapieren an der Börse befeuert haben. Befolgt man aber einige wesentliche Grundsätze, wie eine ausgewogene und breit gestreute Geldanlage mit langfristigem Horizont, ist eine Anlage am Kapitalmarkt auch in turbulenten Zeiten durchaus empfehlenswert.“

Innovative Anlageformen nutzen

Im momentan schwierigen Umfeld ist es für Verbraucher extrem wichtig, sich nach Anlageformen umzusehen, die zu ihrer jeweiligen Finanzsituation passen und die ihnen die besten Konditionen bieten. Viele greifen hier inzwischen auf Geldanlage-Apps wie die von UnitPlus zurück.

Eine große Anzahl der Anleger:innen sucht heute nach Möglichkeiten, das eigene Geld denkbar breit zu streuen und langfristig anzulegen, ohne auf eine kurzfristige Flexibilität verzichten zu müssen. Solche Anlage-Apps bieten die Möglichkeit, Geld durch Einmalbeiträge oder auch durch monatliche Sparpläne anzulegen. Als zusätzliche Dienstleistung erhalten die Anleger meist noch eine spezielle Bezahlkarte. Mit dieser können sie dann offline und online weltweit und kostenlos mit ihrer Geldanlage bezahlen. Das FinTech mit Sitz in Berlin stellt auch einen personalisierten Sparplan zur Verfügung.

Co-Founder Florian Mohr erläutert das Prinzip: „Mit UnitPlus haben wir die weltweit erste Anlage-Konto-App entwickelt, die die Flexibilität im Zahlungsverkehr eines Bankkontos mit der Ertragsstärke einer professionellen Geldanlage verbindet. Geld kann also breit gestreut und langfristig angelegt werden, ohne kurzfristig auf Flexibilität verzichten zu müssen. Nutzer haben die Möglichkeit, Einmalbeiträge und monatliche Sparpläne anzulegen und jederzeit mit der UnitPlus Karte offline und online weltweit und kostenlos mit der Geldanlage bezahlen zu können.“

Vor allem sollten Verbraucher verschiedene, ähnliche Anlage-Angebote vergleichen, ein aktiv gemanagter Fonds ist beispielsweise kostenintensiver als ein passiv gemanagter ETF. Hier ist auf einen eventuellen Ausgabeaufschlag, anfallende Depotkosten sowie den sogenannte TER (Total Expense Ratio oder Gesamtkostenquote) zu achten.