Ein eigenes Restaurant eröffnen

Ein eigenes Restaurant eröffnen: Eine Existenzgründung will gut durchdacht sein

Der Traum vieler Zeitgenossen war und ist die Eröffnung eines eigenen Restaurants, einer Bar oder einer Kneipe. Die Betroffenen versprechen sich Unabhängigkeit und ein solides Einkommen. Manche denken auch an die damit einhergehende Reputation. Das Vorhaben scheitert aber oft am Unterschätzen der Anforderungen, die bewältigt werden müssen, um einen Gastronomiebetrieb erfolgreich zu ...

Der Traum vieler Zeitgenossen war und ist die Eröffnung eines eigenen Restaurants, einer Bar oder einer Kneipe. Die Betroffenen versprechen sich Unabhängigkeit und ein solides Einkommen. Manche denken auch an die damit einhergehende Reputation. Das Vorhaben scheitert aber oft am Unterschätzen der Anforderungen, die bewältigt werden müssen, um einen Gastronomiebetrieb erfolgreich zu führen.

Der Gastronom muss ein Allrounder sein. Eine Affinität zum Kochen ist sicher hilfreich, aber wenn emotionale, soziale, administrative und organisatorische Kompetenzen fehlen, kann es mit der Umsetzung des Lebenstraumes schwierig werden. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass Gastronomie hartes Arbeiten voraussetzt und unregelmäßige Arbeitszeiten die Regel sind.

Am Anfang steht das Konzept mit Businessplan

Bevor sich um Einrichtungsgegenstände, die Gastro Küche und Gastrozubehör gekümmert werden kann, sollte erst einmal ein Konzept erarbeitet werden. Grundsätzlich ist da ein Alleinstellungsmerkmal hilfreich, welches die Konkurrenz nicht abdeckt. In der Regel ergibt sich das aus dem Zusammenspiel des Angebots an Speisen, der Lage, dem Zielpublikum und dem geplanten Ambiente.

Das Startkapital, welches für eine Gründung zu Verfügung steht, spielt eine übergeordnete Rolle. Oft kann es nur mit Finanzierungen aufgebracht werden. Die Banken prüfen die Kreditvergabe genau und verlangen einen diversifizierten Businessplan. Dieser wird umso exakter, je besser die Kostenkalkulation im Vorfeld ermittelt wird.

Neben der Einrichtung des Schankraums bedarf es einer professionellen Küche. Während bei ersterem meist die Brauereien finanziell unter die Arme greifen, können die Preise für Restaurant- und Großküchenbedarf im Onlineshop für Gastronomiebedarf ermittelt werden. Teller, Besteck, Schüsseln und Töpfe müssen ebenso in die Kalkulation einfließen wie der Herd, der Ofen, die Spülmaschine und der Gastro Kühlschrank. Kosten für Personal und Einkauf sind genauso zu berücksichtigen wie Mieten und Gebühren.

Bürokratische Hürden und Genehmigungen

Grundlage eines jeden selbstständigen Gewerbes in Deutschland ist der Gewerbeschein. Bei Gaststättenbetrieben schauen die Behörden aber etwas genauer hin und der Verkauf von Speisen und Getränken unterliegt zum Schutz der Bevölkerung stärkerer Kontrolle als andere Branchen. Wer alkoholische Getränke ausschenken will, bedarf einer Gaststättenkonzession. Für diesen Antrag werden vom Verantwortlichen weitere Unterlagen zur Vorlage verlangt. So benötigen Selbstständige eine steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vom zuständigen Finanzamt. Zudem wird ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Eine Gewerbeversicherung sowie ein Gesundheitszeugnis vom Gesundheitsamt vervollständigen die Dokumente für den Erhalt der Konzession ebenso wie ein gültiger Miet- oder Pachtvertrag.

Da gastronomische Betriebe anfällig für Steuerhinterziehung sind, hat der Gesetzgeber die neue Kassenversicherungsordnung erlassen. Diese greift bei Gewerben mit hohem Bargeldumsatz. Die Kassenhersteller informieren über den Sachverhalt eingehend. Letztlich muss der Betreiber eines Restaurants mit regelmäßigen Besuchern von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes rechnen, die Hygienekontrollen durchführen.

Franchising und Personal

Nicht jedes Restaurant muss von Grund auf neu konzipiert werden. Wer mit einem Franchising liebäugelt, kann auf schon vorhandenes Wissen, Infrastruktur und Kontakte zurückgreifen. Dies erleichtert besonders in der Anfangsphase viele Abläufe und kann bei der Finanzierung über Banken helfen. Auf der anderen Seite ist der Gastronom dann nicht mehr frei in seinen Entscheidungen und muss Franchise-Gebühren sowie hohe Startinvestitionen in die Kalkulation mit einbeziehen. Bei der Übernahme eines schon bestehenden Betriebs sollte der geforderte Preis realistisch sein. Umbauten können teuer werden und wer die Bilanzen des Vorgängers nicht schwarz auf weiß sieht, irrt sich dann in der Kalkulation.

Ist nun der Standort gefunden, der Businessplan entwickelt und die Konzession beantragt geht es daran, dass notwendige Personal zu rekrutieren. Vorstellungsgespräche sind zu terminieren und es sollte darauf geachtet werden, motivierte Mitarbeiter für Küche und Service einzustellen. Erfahrenes Personal erleichtert die Abläufe in der Zubereitung und an den Tischen, kurze Laufwege vermeiden unnötige Wartezeiten und so kommt es bei der Personaleinteilung darauf an, engagierte Leute zu verpflichten. Diese bleiben dann bei entsprechender Motivation und Bezahlung langfristig bei der Stange.

Tag der Eröffnung

Alle Klippen sind umschifft, ein pfiffiger Name ist entwickelt und das Personal steht bereit, um die ersten Gäste zu empfangen. Der Tag der Eröffnung ist ein entscheidender. Deshalb unterstützt ein Marketingkonzept – auf diesen Tag zugeschnitten – das gesamte Vorhaben. Flyer, Social Media, Freunde, Bekannte und Familie, alle Wege der Werbung sind zu beschreiten, um sich auf diesen Tag zu fokussieren. Wird der Laden voll und die Besucher finden Gefallen, entwickelt das eine enorme Mund-zu-Mund-Propaganda und der Start als Restaurantbesitzer wird ein gelungener sein.