Torwarthandschuhe

Die Angst des Torwarts beim Elfmeter

So heißt das Buch von Peter Handke, im Jahre 1972 verfilmt, das die Geschichte eines gescheiterten Torwarts erzählt. Der Titel wurde berühmt, da er ein Gefühl versinnbildlicht, das sicher jeder Torwart gut kennt: Die Sorge, beim Elfmeter zu patzen. Es gehören viel Geschicklichkeit und gute Nerven dazu, um einen Elfmeter sicher zu halten. Außerdem muss ein guter Torwart über viel Erfahrung verfügen, um den Schuss seines Gegners vorausberechnen zu können.

Sicherlich ist auch eine gute Portion Intuition hilfreich, um zu wissen, was der Torschütze plant. Aber ohne das richtige Material garantieren weder Intuition noch Geschicklichkeit eine erfolgreiche Abwehr. Beim Torwart bedeutet dies, die richtigen Torwarthandschuhe auszuwählen. Sie können über Sekundenbruchteile entscheiden, wenn ein sicherer Grip den Ausschlag gibt. Profis haben gleich eine ganze Kollektion für jedes Wetter und jeden Platz, Freizeitspieler sollten nicht am Geld sparen und sich zumindest ein gutes Paar Markenhandschuhe kaufen.

Wer hat eigentlich die Torwarthandschuhe erfunden?

"Bestimmt ein Engländer oder ein Deutscher!" werden Sie sagen und liegen damit zweimal gar nicht so falsch. Es war in der Tat der Brite William Sykes, der bereits im Jahre 1885 beim Patentamt in Berlin das Patent auf einen Torwarthandschuh anmeldete, aber zunächst noch ohne jeden kommerziellen Erfolg. Erstmals benutzt wurden diese neuartigen Handschuhe dann erst in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts durch einen Argentinier.

Dennoch sollte es noch weitere 30 Jahre dauern, bis gleich zwei berühmte deutsche Torhüter um das Jahr 1970 den eigentlichen Startschuss zur erfolgreichen Einführung der Torwarthandschuhe gaben: Als erster der Torhüter der deutschen Nationalmannschaft Wolfgang Fahrian, und kurze Zeit später der Bayern-Torwart Sepp Maier zusammen mit der Sportfirma Reusch, die auch heute noch eine bekannte Marke für Ski- und Torwart-Handschuhe ist.

Seit der immer schnelleren Verbreitung auf dem Massenmarkt haben heute auch alle führenden Sportbekleidungs-Hersteller wie Adidas, Puma, Reebok oder Nike diesen relativ neuen Artikel im Sortiment. Inzwischen gibt es kein Fußballteam mehr, das auf die nützlichen Helfer aus Hightech-Gewebe verzichten würde. Hoffen wir, dass Eintracht Frankfurt die nächste Pleite vermeiden kann. Vielleicht können die richtigen Torwarthandschuhe ja zum ersehnten Erfolg beitragen, hoffen wir's.

Wie groß ist der berühmte Kasten und der Platz?

Die nach dem Weltfußballverband FIFA definierten und vorgeschriebenen Richtmaße für ein Fußballtor liegen bei 7,32 Metern Breite und 2,44 Metern Höhe. Warum eigentlich so "krumme Zahlen"? Wie so oft, kommen die ursprünglichen Maße aus dem englischen Einheitensystem, in dem die Größe sehr viel einfacher zu merken ist: 8 feet x 8 yards, woraus sich ein Seitenverhältnis von 1:3 ergibt.

Auch die Größe eines Fußballfeldes unterliegt strengen Regeln, allerdings gibt es keine feste verbindliche Größe. Vielmehr gelten Minimal- und Maximalmaße sowie bestimmte Seitenverhältnisse. Der DFB definiert eine Seitenlänge von 90 bis 120 Metern und eine Torlinie von 45 und 90 Metern. Allerdings gelten bei internationalen Spielen engere Grenzwerte: 100 bis 120 Meter bzw. 64 bis 75 Meter. Wie groß das Fußballfeld jeweils genau sein muss, legen die jeweiligen Wettbewerbsbestimmungen fest.

Wie Sie sehen, stecken hinter dem Spiel um das runde Leder ganz schön viele Zahlen und innovative Technik. Dennoch sind es die Spieler, die letztlich alles in der Hand – oder besser gesagt: im Fuß haben.