Gebrauchtwagenverkauf

Gebrauchtwagenverkauf: Diese fünf Fehler sollte man vermeiden

Der Gebrauchtwagenmarkt boomt. Im Jahr 2016 wurde mehr als 7,4 Millionen Gebrauchtfahrzeuge verkauft. Die potenziellen Kunden können aus einem großen Angebot auswählen. Daher ist es umso wichtiger, dass das Auto möglichst gut angepriesen wird. Wer einen Gebrauchtwagen verkaufen möchte, kann viel falsch machen. Vor allem Personen, die sich in diesem Bereich nicht gut auskennen, sind unsicher, wenn sie darüber nachdenken, ihr Auto privat zu verkaufen. Doch welche sind die fünf größten Fehler, die man machen ...

06.02.2020, 11:22 • Aktualisiert: 11.01.2022, 10:47
Wer seinen Pkw verkaufen möchte, kann schnell Opfer übler Betrugsmaschen werden.
Wer seinen Pkw verkaufen möchte, kann schnell Opfer übler Betrugsmaschen werden. 294187830

Der Gebrauchtwagenmarkt boomt. Im Jahr 2016 wurde mehr als 7,4 Millionen Gebrauchtfahrzeuge verkauft. Die potenziellen Kunden können aus einem großen Angebot auswählen. Daher ist es umso wichtiger, dass das Auto möglichst gut angepriesen wird. Wer einen Gebrauchtwagen verkaufen möchte, kann viel falsch machen. Vor allem Personen, die sich in diesem Bereich nicht gut auskennen, sind unsicher, wenn sie darüber nachdenken, ihr Auto privat zu verkaufen. Doch welche sind die fünf größten Fehler, die man machen kann?

Falscher oder unorganisierter Ablauf beim Autoverkauf

Der Auto Verkauf folgt einer klaren Struktur. Wer sein Auto privat verkaufen möchte, sollte unbedingt eine Checkliste anfertigen, was es zu beachten gibt. Der erste Schritt ist die gründliche Vorbereitung des Autos. Das Auto sollte genau auf Mängel untersucht werden, diese sollten unbedingt in das Inserat einfließen. Der nächste Schritt ist die gründliche Autopflege. Ein sauberes und ausgeräumtes Fahrzeug lässt sich deutlich leichter vermitteln.

Wer sein Wagen inserieren möchte, sollte gute Fotos von seinen sauberen Wagen anfertigen. Die Wahl des Hintergrundes und die richtige Beleuchtung spielen hierbei eine wichtige Rolle. Eine gute Artikelbeschreibung muss ebenfalls vorhanden sein. Dabei ist es wichtig, dass die Beschreibung wahrheitsgemäß ist und der Text ansprechend klingt.

Checkliste für den Gebrauchtwagenverkauf

Die richtige Verkaufsabwicklung

Sobald ein potenzieller Kunde gefunden wurde, sollte ein Besichtigungstermin inklusive Probefahrt stattfinden. Hierbei muss man nicht unbedingt alleine vorgehen. Wer einen Zeugen dabei haben möchte, kann das durchaus machen. Wenn sich diese Person dann noch mit Autos auskennt, ist man auf der sicheren Seite. Sobald sich beide Parteien geeinigt haben, gilt es, einen Vertrag aufzusetzen. Dabei wird auch die Gewährleistung abgeschlossen und der Zustand des Fahrzeuges wahrheitsgemäß angegeben. Wer diesen Ablauf beachtet, hat den ersten Fehler schon mal vermieden und dem reibungslosen Ablauf steht nichts mehr im Wege.

Zu hoher oder zu niedriger Preis

Bei zu hohen Preisen wird kein Interessent auf das Angebot klicken. Vor dem Gebrauchtwagenverkauf sollte man unbedingt eine kostenlose Fahrzeugbewertung bei einem Autoclub, zum Beispiel beim ADAC durchführen. Ein Vergleich über gleichwertige Angebote kann dabei helfen, einen ersten Überblick über das Marktgeschehen zu bekommen.

Auf Betrugsmaschen hereinfallen

Wenn man sein Auto privat verkaufen möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass nur ehrliche Käufer Interesse an dem Fahrzeug haben. Zahlreiche Betrugsmaschen lauern beim Gebrauchtwagenverkauf. Die drei gängigsten sind nachfolgend zusammengefasst.

Die Reklamation angeblicher Schäden

Eine sehr oft vorkommende Vorgehensweise ist die Reklamation angeblicher Schäden, nachdem der Kauf abgeschlossen wird. Meist bekommt man kurz nach dem Verkauf einen Anruf, mit der Behauptung, dass das Fahrzeug einen erheblichen Schaden aufweist, welchen man wissentlich verschwiegen hat. Anschließend wird eine Preisminderung gefordert und nicht selten mit einem Anwalt gedroht.

Der Gewährleistungsausschluss schützt den Verkäufer auf der rechtlichen Seite vor Reklamationen. Hat man bereits bekannte Makel im Vertrag festgehalten, ist man vor dieser Betrugsmasche geschützt.

Falsche Angaben im Vertrag

Bei dieser Vorgehensweise meldet jemand Interesse an und reserviert diesen per E-Mail. Danach schickt der vermeintliche Käufer einen Vertrag mit absichtlich falsch ausgefüllten Details und fordert eine Bestätigung. Diese Verträge sind auch ohne Unterschrift gültig, was Betrüger sehr gerne ausnutzen. Aufgrund der falschen Angaben wird im Nachhinein eine Preisminderung gefordert.

Wer einen Vertrag per E-Mail geschickt bekommt, sollte sich diesen Vertrag sehr gut durchlesen. Sollte es vorkommen, dass sich der Interessent nicht mehr meldet, muss man schriftgerecht vom Vertrag zurücktreten, bevor man den Wagen wieder neu inserieren kann.

Sich auf Diskussionen mit Dritten einlassen

Diese Betrugsmasche fängt damit an, dass ein Betrüger eine Telefonnummer von kürzlich beendeten Inseraten anruft. Dabei wird darauf spekuliert, dass der Verkauf erfolgreich abgeschlossen wurde. Dem Verkäufer wird vorgetäuscht ein Verwandter des Käufers zu sein. Nun wird behauptet, er sei mit einem schweren Schaden liegen geblieben und er mit dem Fahrzeug in den Urlaub fahren wollte. Der Betrüger baut dabei sehr großen Druck auf und fordert eine schnelle Transaktion, damit das Fahrzeug repariert werden kann.

Als Verkäufer muss man nicht mit Bekannten oder Verwandten des Käufers diskutieren. Der Vertrag gilt nur zwischen Käufer und Verkäufer.

Keine Unterlagen vorhanden

Sobald man den Wert des Autos festgestellt hat, kann man sein Fahrzeug bereit machen, den Eigentümer des Fahrzeuges so bald wie möglich zu ändern. Der beste Weg um das zu erreichen ist, dem Käufer eine offizielle Aufzeichnung von allem, was mit dem Auto geschehen ist, zu geben. Also zumindest das Scheckheft, Unterlagen der letzten Inspektionen und Versicherungsnachweis. Der Käufer sollte wissen, dass das Auto in Ordnung ist, sowohl auf technischer als auch auf rechtlicher Seiten. Daher muss man folgende Unterlage vorbereiten:

Zulassungsbescheinigung I

Beinhaltet die wichtigsten Informationen über Ihr Fahrzeug.

Zulassungsbescheinigung II

Gibt unter anderem Auskunft über die Anzahl der bisherigen Halter.

Nachweis der letzten Hauptuntersuchung (TÜV)

Der unerlässliche Nachweis dafür, dass das Auto noch verkehrstüchtig ist.

Scheckheft

Mit einem gepflegten Scheckheft kann man den Wert des Autos steigern. Oder mit dem richtigen Wissen Fälschungen auf die Spur kommen.

Vertrag

Bevor man sein Auto verkauft und bezahlt wird, sollten beide den Verkauf absichern und ein entsprechendes Dokument unterschreiben.

Abmeldebestätigung

Nur im Fall, wenn man ein abgemeldetes Auto verkaufen möchte.

Unterlagen zu Inspektionen, Reparaturen, etc. Werkstattrechnungen und alle weiteren Nachweise zeigen dem Käufer, was am Auto gemacht wurde.

Kein Kaufvertrag abgeschlossen

Haben sich Verkäufer und Käufer geeinigt, kann die Abwicklung des Kaufes stattfinden. Dabei muss selbstverständlich auch ein Kaufvertrag aufgesetzt werden, wenn man sein Wagen privat verkaufen möchte. In diesem Vertrag sind alle Fahrzeugdaten eingetragen. Zudem sind alle bekannten Mängel aufgeführt, eine Klausel über den Haftungsausschluss sollte ebenfalls aufgenommen werden.

Käufer und Verkäufer erhalten ein Exemplar des Vertrages und beide Exemplare müssen von beiden unterschrieben werden. Schlüssel- und Papierübergabe sollten erst dann erfolgen, wenn der volle Kaufpreis eingegangen ist. Auf Nummer Sicher geht man, wenn man das Auto vor der Übergabe abmeldet. Der Käufer hat zwar dann einen größeren Aufwand, aber der Verkäufer kann sicherstellen, dass er keine Versicherung oder Bußgelder für den neuen Besitzer bezahlen muss.

Wer sich dafür entscheidet, das Auto angemeldet zu lassen, sollte daran denken, die Zulassungsstelle und die Versicherung über den Verkauf zu informieren. Anbei sendet man an beide Stellen eine Kopie des Vertrages. (mz)