Amerikanische Häuser

Amerikanische Häuser : werden in Deutschland immer beliebter

In vielen Gegenden Deutschlands ist die Wohnlandschaft heute von einer großen Vielfalt geprägt. Fährt man durch die Straßen, passiert man Gebäude ganz unterschiedlicher Stilrichtungen und Bauweisen, darunter immer mehr amerikanische Häuser. Diese erfreuen sich hierzulande nämlich einer wachsenden Beliebtheit. Wir erklären, was den amerikanischen Wohntraum auszeichnet, und gehen mitunter auf die verschiedenen, typisch amerikanischen Hausarten ...

In vielen Gegenden Deutschlands ist die Wohnlandschaft heute von einer großen Vielfalt geprägt. Fährt man durch die Straßen, passiert man Gebäude ganz unterschiedlicher Stilrichtungen und Bauweisen, darunter immer mehr amerikanische Häuser. Diese erfreuen sich hierzulande nämlich einer wachsenden Beliebtheit. Wir erklären, was den amerikanischen Wohntraum auszeichnet, und gehen mitunter auf die verschiedenen, typisch amerikanischen Hausarten ein.

Amerikanische Häuser vs. deutsche Häuser

Das eine amerikanische Haus gibt es genauso wenig wie das eine klassisch deutsche Haus. Dennoch gibt es zwei ganz wesentliche Aspekte, die beide ländertypischen Bauweisen voneinander unterscheiden. In Amerika wird vorrangig mit dem Baustoff Holz gebaut, wobei die Verkleidung im Zuge der Holzrahmenbauweise horizontal angelegt wird, anstatt vertikal, wie es in Deutschland üblich ist. Außerdem werden vorrangig dünne Holzlatten und -platten verwendet. Der zweite große Unterschied bezieht sich auf die Bodenplatte beziehungsweise auf die Unterkellerung. Was in Deutschland absoluter Standard ist, ist beim typisch amerikanischen Bauwerk nicht vorgesehen. Amerikanische Häuser werden normalerweise komplett ohne Fundament gebaut. Ein Umstand, der deutschen Bauherren oftmals missfällt, weshalb diese ihre amerikanischen Traumhäuser in deutscher Manier unterkellern oder mit einer Bodenplatte versehen.

Stile amerikanischer Häuser

Mit diesen, über die Landesgrenzen hinaus bekannten, Stilrichtungen werden amerikanische Häuser besonders häufig in Verbindung gebracht:

Townhouse Stil

Der Townhouse Stil zeichnet sich durch Schnörkellosigkeit und Geradlinigkeit aus. Solche Gebäude sind oft in Städten zu finden und werden schmal und hoch gebaut.

Viktorianischer Stil

Der viktorianische Stil, der auch Queen-Anne-Style genannt wird, ist an aufwändigen Balkonkonstruktionen, prunkvollen Erkern und dekorativen Turmelementen zu erkennen.

Amerikanische Südstaaten-Villa

Die Südstaaten-Villa ist von einem fortlaufenden Balkon mit Steinsäulen oder einer Veranda umgeben und besitzt einen auffallend großen Dachvorsprung.

Cape-Cod-House

Die quaderförmigen Cape-Cod-Houses haben ein steiles Satteldach mit einem steinernen Schornstein und erinnern optisch an ländliche britische Cottages.

Colonial-House

Die begehrten Colonial-Houses bestehen aus mindestens zwei Stockwerken und bieten somit jede Menge Platz. Charakteristisch für diese amerikanischen Häuser ist ein spitz zulaufendes Giebeldach.

Bungalow

Der Dauerbrenner unter den amerikanischen Häusern ist der Bungalow. Er verfügt über eine einzige Etage, wird ebenerdig gebaut und besitzt ein flaches Dach. Ihm wird oftmals eine Garage zur rechten Seite gestellt.

Optik und Design: Amerikanische Häuser von außen betrachtet

Äußerlich ist ein amerikanisches Haus anhand verschiedener Merkmale zu erkennen. Zum einen ist es in aller Regel mit Holz verschalt, das die verschiedensten Farben haben kann. Nur selten wird es natürlich belassen. Gängig sind gedeckte Farben, wie Lindgrün oder Taubenblau, sowie Grau-, Weiß- und Braunschattierungen. Die Fenster sind oft weiß gerahmt und heben sich so von der Verschalung ab, während das Dach mit dunklen Ziegeln oder Schindeln gedeckt ist. Manchmal wählen Bauherren eine abweichende Farbe für die Veranda und die Fensterläden. In der Kombination wirken die einzelnen Elemente farblich stimmig und geschmackvoll.

Innenausbau und Einrichtung amerikanischer Häuser

Prinzipiell sind viele Einrichtungsstile in amerikanischen Häusern denkbar. Oftmals entscheiden sich Bauherren für einen ländlich-romantischen Stil mit dem gewissen Wohlfühl-Faktor, der zum Beispiel durch fest eingelassene Sitzgelegenheiten in den Erkern geschaffen werden kann. Zudem setzen die Amerikaner auf praktisches Inventar und verbauen häufig Einbauschränke, die viel Stauraum bieten. Das Wohnkonzept orientiert sich grundsätzlich am Open-Space Prinzip. Sprich: Räume gehen fließend und ohne verschließbare Türen ineinander über. Dadurch erscheinen sie quasi automatisch größer und es werden helle, freundliche Lichtverhältnisse geschaffen.

Fazit: Amerikanische Häuser laden zum Wohlfühlen ein

Nicht nur eingefleischte USA-Fans können sich heute für amerikanische Häuser begeistern. Viele Bauherren lassen sich beim Bau ihres Traumhauses von den amerikanischen Stilrichtungen und Bauweisen inspirieren, wobei Mutige verschiedene Stilrichtungen gekonnt miteinander kombinieren. Schlussendlich lässt sich festhalten, dass amerikanische Häuser so einiges zu bieten haben und unter anderem mit Flair, Wohlfühl-Ambiente und einem einladenden, offenen Wohnkonzept punkten.