Südfranzösische Lebensart

Leise Abnutzungserscheinungen: „Verhängnisvolles Lavandou“

Im beschaulichen Lavandou in Südfrankreich ereignen sich grausige Morde. Die Spuren führen zu einem Internat. Ein neuer Fall aus der Leon-Ritter-Serie.

Von dpa 07.09.2021, 11:19 • Aktualisiert: 10.10.2021, 17:51

Berlin (dpa) – - Im südfranzösischen Le Lavandou wird die Leiche eines kleinen Jungen am Strand gefunden. Rechtsmediziner Leon Ritter entdeckt, dass das Opfer misshandelt und ermordet wurde.

Polizeichef Zerna steht unter Druck und braucht dringend Ergebnisse, so kommt ihm der neue Arzt Baladouer als Verdächtiger gerade recht. Leon gibt sich damit aber nicht zufrieden, und weitere Spuren führen zu einem Internat, hinter dessen Mauern unheimliche Dinge vorgehen.

Die Lage spitzt sich zu, als weitere Leichen von Geschäftsmännern auftauchen. Scheinbar gibt es keine Zusammenhänge, Leon fürchtet jedoch, dass etwas Grauenhaftes im Hintergrund lauert. Remy Eyssens Leon-Ritter-Serie erfährt mit „Verhängnisvolles Lavandou“ eine spannende Fortsetzung, auch wenn die Reihe langsam Abnutzungserscheinungen aufweist. Gewisse Handlungsmuster wiederholen sich und die Entwicklung der Personen stagniert. Auch aufgrund der liebevollen Schilderung der südfranzösischen Lebensart bietet der Roman aber immer noch gute Unterhaltung.

Remy Eyssen: Verhängnisvolles Lavandou, Ullstein Verlag, Berlin, 512 Seiten, 10,99 Euro, ISBN 978-3-548-06418-5